Das musst du über die Corona-Selbsttests im Kanton Luzern wissen
  • Gesellschaft
Das Warten soll ab dem 7. April ein Ende haben. Ab dann können sich Privatpersonen mit Selbsttests bequem zuhause testen. (Bild: ios)

Ab 5 Tests pro Monat bezahlst du selbst Das musst du über die Corona-Selbsttests im Kanton Luzern wissen

3 min Lesezeit 2 Kommentare 31.03.2021, 18:30 Uhr

Luzerner können ab dem 7. April in Apotheken Corona-Selbsttests beziehen. Für alle wird es pro Monat fünf Gratistests geben. Wie viele Apotheken im Kanton Luzern mitmachen, ist noch nicht klar. Absehbar ist hingegen, dass sie stürmischen Tagen entgegenblicken werden.

Die Corona-Teststrategie der Schweiz geht am 7. April in die nächste Runde. Dann nämlich können sich Privatpersonen mittels Selbsttest zuhause auf eine allfällige Covid-19-Infektion testen lassen. Wie der Bund entschieden hat, wird der Selbsttest mit dem dezent sperrigen Namen «Roche Sars-CoV-2 Rapid Antigen Test Nasal» der Firma Roche ausschliesslich über Apotheken ausgegeben. Was gilt es dabei zu beachten?

Zuerst die Frage nach den Kosten: Der Bund übernimmt die Kosten von fünf Tests pro Person und Monat. Dies, weil die Tests derzeit noch limitiert erhältlich sind. Wer mehr Tests bezieht, kriegt die zu viel bezogenen Exemplare von der Krankenkasse in Rechnung gestellt. Konkret heisst das 12 Franken pro zusätzlichem Test. Darum muss auch bei jedem Bezug in der Apotheke die Krankenkassenkarte vorgewiesen werden.

Luzerner Apotheken entscheiden selbst

Der vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) zugelassene Selbsttest von Roche kann gemäss Firmenwebseite einfacher und angenehmer durchgeführt werden. Statt sich den Teststab, wie in bisherigen Testcentern üblich, tief in den Nasen-Rachen-Raum zu stossen, reicht bei diesem Test ein Abstrich aus dem vorderen Nasenbereich. Ein Resultat soll bereits nach einer Viertelstunde vorliegen.

«Wir gehen davon aus, dass alle öffentlichen Apotheken im Kanton Selbsttests abgeben werden.»

Stephan Luterbacher, Kantonsapotheker Luzern

Was bedeutet das für die Apotheken? Wie der Luzerner Kantonsapotheker Stephan Luterbacher auf Anfrage mitteilt, obliegt die Verantwortung über die Beschaffung und Abgabe der Tests bei den Apotheken selbst. Und zwar nicht nur, ob sie überhaupt Selbsttests ausgeben möchten, sondern auch in welcher Menge.

«Jede Apotheke muss selber entscheiden, wie viele Tests sie bestellen und kaufen will. Der Kanton kennt die genauen Mengen nicht.» Ins Unendliche Tests zu hamstern, liegt für die Apotheken jedoch nicht drin. «Wenn die bestellte Menge die in der Schweiz verfügbare Menge überschreitet, wird der Lieferant Kürzungen vornehmen», so Luterbacher weiter.

Wie viele Apotheken sich konkret als Ausgabestelle anbieten, ist noch unklar, der Kantonsapotheker meint aber: «Wir gehen davon aus, dass alle öffentlichen Apotheken im Kanton Selbsttests abgeben werden.» Klar dürfte sein, dass die kommenden Tage nach dem 7. April für die Apotheken im Kanton kein Zuckerschlecken werden.

Apotheken bereiten sich vor

«Nach unserem Kenntnisstand bereiten sich die meisten Apotheken intensiv auf die Abgabe der Selbsttests vor», so Luterbacher. Und diese «intensive» Vorbereitung ist höchstwahrscheinlich nötig. Zwar hat der Bund dazu aufgerufen, nicht gleich die Apotheken zu stürmen – nur hat dieser Appell schon bei den Schutzmasken wenig geholfen. Wie diese Vorbereitung konkret aussehen wird, ob spezielle Selbsttest-Kassen oder gar zusätzliches Personal aufgeboten werden muss, wird die Zeit nach dem 7. April zeigen.

Derzeit laufen hinter den Kulissen die Vorbereitungen für die Abgabe auf Hochtouren. Wie Unterlagen, die zentralplus vorliegen, zeigen, werden die Lieferpakete der Tests über die Ostertage in der Messe Luzern unter Mithilfe von Freiwilligen in einzelne Tüten umverpackt und zum Abtransport für die Apotheken am 6. April wieder bereitgestellt.

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2 Kommentare
  1. Gery Weber, 01.04.2021, 21:56 Uhr

    Und wie sieht es in Zug aus?

  2. Roli Greter, 31.03.2021, 20:36 Uhr

    Viel Spass schon mal den Mitarbeitenden der Apotheken, ich hoffe dass möglichst wenig Menschen bei diesem Unsinn mitmachen.

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