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Das «Magdi» geht mit der Zeit
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Das Restaurant St. Magdalena in der Eisengasse in der Luzerner Altstadt. (Bild: cha)

Luzerner «Traditionsbeizen» Das «Magdi» geht mit der Zeit

3 min Lesezeit 26.12.2014, 05:00 Uhr

Das «Magdi» in der Luzerner Altstadt ist legendär. Während die traditionsreichen Räumlichkeiten an alte Zeiten erinnern, hat der Wirt einen guten Riecher für Neues. Zünftige Hausmannskost reiht sich hier neben lokales Bio-Fleisch und vegetarische Speisen. Das «Magdi» macht sogleich den Auftakt zu unserer Serie der Luzerner «Traditionsbeizen».

Auf der Liste der Luzerner «Traditionsbeizen» nicht fehlen darf das Restaurant St. Magdalena. Seit 201 Jahren wird in diesem, bei den Luzernern besser bekannt als «Magdi», ausgeschenkt. Das Lokal in der Luzerner Altstadt ist seit zwei Jahrhunderten in einer kleinen, stickigen Gasse – der Eisengasse – eingemietet. Unscheinbar, aber beständig.

Von aussen wirkt die «Beiz» nostalgisch. Die Aufschrift «Restaurant St. Magdalena» ziert die Hausfassade seit 1926. Im Erdgeschoss lockt die Bar mit erfrischenden Getränken. Der erste Stock dient als Gaststube und zeugt noch von einer früheren Zeit. Die Decke ist dementsprechend tief und hat so einige Risse. Die Einrichtung ist sehr simpel gehalten – eine «Beiz» eben.

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Seit 2006 auch ein Restaurant

1988 stand der momentane Betreiber Carlos Eichmann zum ersten Mal hinter dem Tresen. Seither hat sich einiges getan: Früher ein «Spunten», der nur Getränke ausgeschenkt hatte, wird seit der Renovation im Jahr 2006 auch gekocht im «Magdi».

Das Angebot ist für eine «Beiz» überraschend vielseitig. An den Wochentagen gibt es ein «Beizenzmittag» mit lokalem Bio-Fleisch, das vom «Ueli-Hof» stammt. Freitags steht Fisch auf dem Programm. Als Alternative bietet das «Magdi» eine Vegi-Karte an. Ob Schweinsplätzli mit Ofenkartoffeln, Rindergulasch mit Bandnudeln oder eine Pilzlasagne – die Karte weiss gekonnt, die hungrigen Mäuler zu stopfen.

Saisonal und lokal

Nebst dem «Beizenzmittag» offeriert das «Magdi» saisonale und regionale Gerichte. «Jetzt im Winter ist es beispielsweise mehrheitlich Kohl», sagt Carlos Eichmann. Er führt die «Beiz» auf eigene Faust. Die Speisekarte setzt zwar unter anderem auf einfache und «zünftige» Hausmannskost, wirklich Traditionelles ist darauf jedoch nicht zu finden. Was macht denn das «Magdi» so traditionell?

«Äusserst begehrt ist sowohl das Bio-Fleisch als auch unsere Vegi-Karte»

Carlos Eichmann, Wirt des «Magdi»

«Sicherlich macht die lange Geschichte der Lokalität hier einiges aus. Das ‹Magdi› gibt es schon so lange», erklärt Eichmann. Das spiele schon eine wichtige Rolle für eine «Beiz».

«Äusserst begehrt ist sowohl das Bio-Fleisch als auch unsere Vegi-Karte», fügt Carlos Eichmann an. Ebenfalls häufig bestellt werde das Cordon-Bleu. «Richtig viel Kundschaft haben wir insbesondere im Winter.» Im Sommer besuchen die Gäste vermehrt Restaurants, die auch draussen Tische und Stühle aufgestellt haben. Für Sitzplätze im Aussenbereich reicht der Platz in der schmalen Gasse einfach nicht.

Das «Magdi» hat noch weitere Angebote auf Lager: «Jeden Montag zeigen wir in kleinem Rahmen einen Film und servieren dazu ein passendes Menü. Letzten Montag lief beispielsweise ‹Der grosse Diktator› von Charlie Chaplin. Dazu gab es einen klassischen Schweinsbraten», so der Wirt.

Rauchverbot hat viele Stammgäste gekostet

Doch auch eine etablierte «Beiz» hat so manche Schwierigkeiten. Das Rauchverbot hat dem Wirten, wie vielen anderen Lokalen auch, einen Strich durch die Rechnung gemacht. «Seit in der Bar Rauchverbot herrscht, sind schon viele Stammgäste ausgeblieben. Wir sind daran, neue für uns zu gewinnen», sagt Eichmann.

Hinweis in eigener Sache: Berichte über Zuger und Luzerner Restaurants lesen Sie in unserem eat’n’drink-Blog. Reservationen für Restaurants können Sie hier tätigen.

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