Das Luzerner Ampelsystem ist zu «filigran» für schnellere Grün-Phasen
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Das Luzerner Ampelsystem soll vorerst so bleiben, wie es ist. (Bild: Adobe Stock)

Fussgänger müssen weiter warten Das Luzerner Ampelsystem ist zu «filigran» für schnellere Grün-Phasen

2 min Lesezeit 1 Kommentar 25.12.2020, 19:52 Uhr

Statt eine Minute sollten Luzerner Fussgänger an einer Ampel künftig nur noch zwischen 7 und 30 Sekunden warten müssen. Dies forderte der Krienser Stadtrat Maurus Frey. Eine Idee, von welcher der Luzerner Regierungsrat wenig hält.

Als Argumente für die Anpassung der Ampelzeiten nannte der Krienser Stadtrat Maurus Frey (Grüne) in seinem Postulat eine höhere Attraktivität für den Fussgängerverkehr – und auch die Vermeidung von Menschen-Gruppen an Ampeln. Letzteres quasi als Corona-Schutzmassnahme (zentralplus berichtete).

Der Luzerner Regierungsrat hat nun auf den Vorstoss reagiert und beschreibt das aktuelle Verkehrssystem als bestmöglicher Kompromiss.«Die eigentliche Steuerungsstrategie des Kantons Luzern ist nicht auf einzelne Verkehrsträger oder Nutzergruppen ausgerichtet, sondern ist vielmehr ein koordiniertes Nebeneinander zur möglichst effizienten Nutzung der knapp vorhandenen Verkehrsflächen», heisst es in der Stellungnahme. Zielkonflikte liegen dabei natürlich auf der Hand. Letztlich sei aber die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer – besonders die der Fussgänger – ein entscheidender Faktor.

System stösst bereits an seine Grenzen

«Das Verkehrssystem der Stadt und der Agglomeration Luzern gerät in den Spitzenstunden heute schon oft an seine Kapazitätsgrenzen», heisst es weiter. Eine Kürzung der Wartezeit für Fussgänger würde die Verfügbarkeit der Strasseninfrastrukur massiv negativ beeinflussen. Jeder Knotenpunkt sei aufeinander abgestimmt und eine «filigrane Angelegenheit». Würde dieser Rhythmus nun flächendeckend beschleunigt werden, geriete «das ganze Verkehrssystem schnell aus den Fugen». Das auch, weil die Systeme nicht pauschal, sondern Tageszeit-abhängig gesteuert seien.

Der Regierungsrat räumt ein, dass das bestehende System noch Optimierungspotential hat – weil die modernsten Steuersysteme noch nicht bei allen Anlagen eingesetzt worden sind –, kommt aber zum Schluss, dass es auch «zweckmässig» ist. Eine Einführung von kürzeren Wartezeiten für Fussgänger sei problematisch und würde zu vielen Nachteilen für die übrigen Verkehrsteilnehmer führen. Darum lehnt der Regierungsrat den Vorstoss von Maurus Frey ab.

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1 Kommentare
  1. Müller J, 26.12.2020, 07:32 Uhr

    Schlimm sind Ampel 4 SpurenStrasse , Eichhof, z,b muss man fast Rennen, das man Rüber mag ,ein Altes Müetti mit Rollator Schafte noch in die Mitte während des Wartens die Auto hinten und forne vorbei flitzten da wo ein breites Mittelinseli kein Problem, aber Pilatus Platz zum Volkshaus Rüber wird nur die eine hälfte Grün, Fam mit Kids und Kinderwagen wir alle müssen immer in der Mitte warten bis es drüben auch grün wird und die Mitte ist saugefährlich zumal sehr schmal da sollte dringendst Abhilfe geschaffen werden….

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