Das Krienser Stimmvolk entscheidet über die Pilatus Arena
  • Politik
Boulevardflächen, Wohntürme und ein grosses Stadion: Das Projekt der Pilatus Arena beinhaltet etliche Aspekte. (Bild: zvg)

Referendum zustande gekommen Das Krienser Stimmvolk entscheidet über die Pilatus Arena

2 min Lesezeit 7 Kommentare 24.08.2020, 17:13 Uhr

Ob dereinst eine Pilatus Arena im Mattenhof-Quartier steht, hängt jetzt vom Krienser Stimmvolk ab. Das Komitee «Weniger ist mehr» hat genügend Unterschriften für ein Referendum gesammelt und sie am Montag beim Stadtrat eingereicht.

Zwei Hochhäuser, eine Sportarena für 4000 Zuschauer, Beizen, Co-Working-Spaces: Mit der Pilatus Arena ist im Krienser Mattenhof-Quartier ein Grossprojekt geplant (zentralplus berichtete). Rund 200 Millionen Franken soll es kosten, der Baustart war für 2021 vorgesehen.

Doch nun hat das Krienser Stimmvolk das letzte Wort. Das Komitee «Weniger ist mehr» hat genügend Unterschriften für ein Referendum sammeln können. Am Montag wurden sie dem Krienser Stadtrat überreicht, wie Präsident Viktor Rüegg im Namen des Komitees mitteilt.

«Der beeindruckende Eingang der Unterschriften, die ohne Partei-Hilfe und – coronabedingt – auch ohne Standaktionen zusammenkamen, scheint Ausdruck einer weit verbreiteten Opposition gegen den geplanten Beton-Komplex zu sein.» Insgesamt 1’591 beglaubigte Unterschriften wurden eingereicht, 500 wären nötig gewesen.

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Weniger erfreulich wird die Nachricht für die Befürworter der Pilatus Arena sein. Im Juni sagte Toni Bucher, Verwaltungsratspräsident der Pilatus Arena AG, noch: «Jede weitere Verzögerung würde die Kosten für das Projekt weiter erhöhen.» Auch für den HC Kriens-Luzern hängt viel am Projekt: Weil die derzeitigen Hallen in Kriens und Luzern den Vorschriften der Europäischen Handball Federation EHF und jener der TV-Stationen nicht mehr genügt, müssen die Spiele nach Sursee oder Zürich verlegt werden, sollte der HC Kriens-Luzern sich für die zweite Runde der EHF Euroleague qualifizieren (zentralplus berichtete).

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7 Kommentare
  1. B Suter, 25.08.2020, 16:37 Uhr

    Die Projektverhinderer sind wieder einmal unterwegs. Hauptsache gegen alles sein. Lasst doch anderen ihre Pläne und Visionen. Ist Kriens so rückwärtsgerichtet?

  2. CScherrer, 25.08.2020, 15:14 Uhr

    Handball ist eine Randsportart und kann in einer x-beliebigen Halle gespielt werden. Dazu braucht es wohl sicher keine Arena. Macht einen sinnvollen Vorschlag zur Mehrfachnutzung (Eishockey, Pferdesportveranstaltung, Konzerte etc.) und dann kann man wieder darüber diskutieren.

    1. Renggloch Böög, 26.08.2020, 10:44 Uhr

      Heute ohne Satire?

  3. Peter Lehmann, 25.08.2020, 07:05 Uhr

    Wie kann man bitte im Gebiet Schlund/Kuonimatt/Mattenhof/Nidfeld – der wohl hässlichsten Ansammlung von menschlicher Infrastruktur und Behausungen im Kanton seit Jahrzehnten- von Landschaftsverschandelung sprechen, wenn ein Neubau geplant ist?
    Klar, die Halle wäre auch mit 2000-2500 Zuschauerplätzen immer noch genügend gross, aber ich sehe nun wirklich keinen optimaleren Ort.
    Oder will man in der ach so tollen «Stadt Kriens» doch lieber dörflich leben?

  4. Renggloch Böög, 24.08.2020, 20:51 Uhr

    Schade, denn jetzt können und werden die engstirnigen Alt-Krienser ein tolles Projekt bodigen. Der klare Durchblick, dass die Pilatus-Arena nicht für das verpfuschte Dorfzentrum und das Verkehrschaos entlang der Luzerner- und Obernauerstrasse verantwortlich ist, wird fehlen.

  5. Kasimir Pfyffer, 24.08.2020, 19:19 Uhr

    Gut, gibt es ein Referendum. Der Einwohnerrat wollte das DDR-Hochhaus ja unbedingt am Stimmvolk vorbeischleusen. Es gibt da nämlich ein paar klitzekleine Details, die vielleicht nicht ganz koscher sind (Landschaftsverschandelung, Verkehrskollaps, Hallenkapazität, Leerwohnungsquote, Mehrwertabgabe, Nachfrage etc.). Aber nur vielleicht!

    1. Renggloch Böög, 24.08.2020, 20:52 Uhr

      Eigentlich waren die von Ihnen erwähnten Punkte alle abgearbeitet!

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