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Das Krienser «Roggern» gesellt sich zu den Stink-Schulhäusern
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Die Krienser Schulanlage «Roggern» ist in illustrer Gesellschaft. (Bild: Screenshot GoogleMaps)

Wieder zu viel Naphtalin im Spiel Das Krienser «Roggern» gesellt sich zu den Stink-Schulhäusern

2 min Lesezeit 21.01.2020, 00:01 Uhr

Im Krienser Primarschulhaus Roggern 1 werden zwei Schulzimmer des Turnhallentraktes wegen Schadstoffen in der Luft per sofort nicht mehr benutzt. Raumluftmessungen zeigten, dass die Belastung insbesondere durch Naphthalin zulässige Grenzwerte überschreitet. Die Stadt Kriens lässt das Schulhaus nun umgehend detailliert untersuchen.

Nun hat auch die Stadt Kriens ein Stink-Schulhaus. Beim betroffenen Gebäude handelt es sich um das Schulhaus «Roggern». Damit gesellt sich Kriens zum illustren Kreis der Gemeinden, die einen derartigen «Patienten» unter ihren Bildungseinrichtungen haben. In Luzern, Ebikon und Horw wurden ebenfalls erhöhte Werte des Schadstoffes Naphtalin in Schulzimmern festgestellt (zentralplus berichtete).

«Im 1973 erbauten und 2010 sanierten Krienser Schulhaus Roggern 1 haben sich Lehrpersonen und Kinder in zwei Schulzimmern über schlechte Raumluft und unangenehme Gerüche beklagt. Möglich ist auch, dass vereinzelte Meldungen über Symptome wie Husten, Müdigkeit, Niesen oder Konzentrationsstörungen mit diesen Schadstoffen in Verbindung gebracht werden können», vermeldete die Stadt Kriens am Montagabend in einer Mitteilung.

Naphtalin überschreitet Grenzwert

Man habe deshalb eine Spezialfirma mit Schadstoffmessungen in den betreffenden Schulzimmern beauftragt. «Diese Messungen zeigten erhöhte Schadstoffwerte in der Raumluft. Der gemessene Gehalt an flüchtigen organischen Verbindungen in der Raumluft (TVOC-Konzentration) liegt in beiden Schulzimmern in erhöhten Bereichen. Insbesondere bei Naphthalin werden die Grenzwerte überschritten», schreibt die Stadt.

Die Leitung der Volksschule Kriens hat angesichts dieser Fakten beschlossen, dass die zwei untersuchten Schulzimmer mit sofortiger Wirkung nicht mehr für den Schulbetrieb genutzt werden. Mit internen Umplanungen sollen die nun wegfallenden beiden Räume solange ersetzt werden, bis die Ursachen vollständig geklärt und behoben sind.

Braucht es langfristige Sanierungen?

Gleichzeitig hat die Stadt bei spezialisierten Unternehmen umfassende und sofortige Untersuchungen im Schulhaus Roggern 1 angeordnet. Sie sollen klären, ob auch noch in anderen Schulzimmern erhöhte Schadstoffwerte bestehen. Dazu sollen auch die Ursachen für die Schadstoffe in der Luft ermittelt werden. «Im Fall von Naphthalin ist von vergleichbaren Fällen bekannt, dass dieser Stoff aus einem teerhaltigen Baustoff freigesetzt werden könnte, der sich unterhalb der Unterlagsböden befindet», so die Stadt Kriens.

Gemäss der Stadt sollen vertiefte Kenntnisse über die Ursachen die Grundlagen bilden, um langfristige Sanierungsmassnahmen festzulegen und umzusetzen. Auch kurzfristig könne reagiert werden, indem mobile Geräte zur Raumluftreinigung eingesetzt werden.

Die Ergebnisse der Untersuchungen durch die beigezogenen Experten sollen innerhalb von zwei Wochen vorliegen. Bis dahin gilt im gesamten Schulhaus Roggern 1 ein erweiterter Lüftungsplan als Vorsichtsmassnahme, heisst es von Seiten der Stadt.

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