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Luzern: Lehrplan 21 in den Startlöchern Das kommende Schuljahr – «Ein Feuerwerk von Aufbrüchen»

2 min Lesezeit 18.08.2016, 10:41 Uhr

Rund 82’000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene starten in diesen Tagen an den Luzerner Volksschulen, Berufsschulen, Gymnasien und Hochschulen in das neue Schuljahr. Ein Novum ist der 2-Jahres-Kindergarten, welcher auf dieses Schuljahr im ganzen Kanton eingeführt worden ist.

Auf dieses Schuljahr hin bieten alle Gemeinden im Kanton Luzern den 2-Jahres-Kindergarten an. Die Vorbereitung zur Einführung sei problemlos verlaufen, so der Luzerner Bildungsdirektor Reto Wyss. Das Angebot steht nun flächendeckend zur Verfügung. Die Zahl der Kindergärtler steigt von 5700 auf 6200. Die Basisstufe besuchen nun 1440 Kinder, im Vorjahr waren es noch 1210. Unterrichtet werden die Schülerinnen und Schüler in der Volksschule von rund 7600 Lehrerinnen und Lehrer.

Auch das Stichdatum für die Einschulung hat sich geändert, es wurde um drei Monate vom 31. Oktober auf den 31. Juli vorverlegt. Alle Kinder müssen beim Eintritt in den Kindergarten oder die Basisstufe mindestens 5 Jahre alt sein.

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Lehrplan 21 steht in den Startlöchern

Der Lehrplan 21 wird im Kanton Luzern ab dem Schuljahr 2017/18 eingeführt. Bereits in diesem Jahr werden die Lehrpersonen intensiv geschult. «Der Kanton Luzern ist gut auf den Wechsel vorbereitet», ist der Bildungsdirektor überzeugt.

Ein Thema, welches zumindest teilweise mit dem Lehrplan 21 zusammenhängt, sind die Fremdsprachen. Der Kantonsrat wird sich im Verlaufe des Jahres mit einer Initiative befassen, welche nur eine Fremdsprache in der Primarschule fordert. Der Regierungsrat steht weiterhin hinter der Haltung der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), welche zwei Fremdsprachen in der Primarschule vorsieht.

Schulung von Flüchtlingen

Eine besondere Herausforderung für die Schulen – insbesondere die Volksschulen – stellt die Schulung und Integration der Asyl- und Flüchtlingskinder dar. Deren Zahl hat im letzten Schuljahr stark zugenommen. Um die Regelschulen zu entlasten, wurden zusätzliche Angebote geschaffen, wie Schulen in den Ayslzentren und regionalen Aufnahmeklassen.

Weiterhin bleibt es Ziel, die Berufsmaturitätsquote zu erhöhen. Die Zahl der Berufsmaturandinnen und -maturanden ist im letzten Jahr um 51 Personen auf 697 gestiegen, liegt damit aber noch unter den Erwartungen.

Im Bereich des prüfungsfreien Hochschulzugangs will der Kanton Luzern die Vorgaben der EDK umsetzen. Es sind dies Massnahmen zur Basalen Studierkompetenz, zur Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Gymnasien sowie zur Studienwahlvorbereitung. Ebenfalls überprüft werden im Rahmen des Konsolidierungsprogramms KP 17 das System und die Notwendigkeit von Langzeitgymnasien.

Neue Fakultät und Räumlichkeiten an den Hochschulen

Das Studienjahr 2016/17 an den Hochschulen beschreibt Regierungsrat Reto Wyss als «ein Feuerwerk von Starts und Aufbrüchen». Am 6. September 2016 wird mit der Wirtschaftsfakultät die vierte Fakultät in der 15-jährigen Geschichte der Universität Luzern eröffnet. Ebenfalls in den Startlöchern steht ein gemeinsamer Medizin-Studiengang der Universitäten Luzern und Zürich. Pro Jahr sollen 40 Studierende der Universität Zürich ihre klinische Ausbildung in Luzerner Spitälern und Hausarztpraxen absolvieren. Der Entscheid für Beiträge vom Bund wird voraussichtlich Anfang 2017 fallen.

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