«Das ist völlig gaga»: Bei der Krienser Weinhalde gehen die Wogen hoch
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Ziehen nicht am selben Strang: Bruno Bienz (links) und Werner Baumgartner auf dem Weinhalde-Areal. (Bild: jal)

Bienz und Baumgartner im Streitgespräch «Das ist völlig gaga»: Bei der Krienser Weinhalde gehen die Wogen hoch

8 min Lesezeit 8 Kommentare 14.11.2020, 05:07 Uhr

Sollen am Sonnenberg 45 neue Eigentumswohnungen gebaut werden? Darüber wird am 29. November in Kriens abgestimmt. In einem bissigen Streitgespräch diskutieren Bruno Bienz und Werner Baumgartner über die Vor- und Nachteile des Projekts. Und sie zeigen: Es wird mit harten Bandagen gekämpft.

Am Sonnenberghang, wo heute stillgelegte Treibhäuser vom Wirken der Gärtnerfamilie Geisseler-Bieri zeugen, sind 45 Eigentumswohnungen geplant. Am 29. November stimmen die Krienserinnen und Krienser über die Weinhalde-Vorlage ab, weil das Komitee «Vernünftiges Wachstum Kriens» das Referendum gegen das Projekt ergriffen hat.

Im Zuge der Abstimmung weht ein rauer Ton durch die Stadt. Die Befürworter warfen den Gegnern vor, mit falschen Aussagen zu operieren. Von den verhärteten Fronten zeugt auch das Streitgespräch mit Bruno Bienz vom Komitee und Werner Baumgartner vom zuständigen Unternehmen. Immer wieder fallen sie einander ins Wort, werden laut und persönlich. Ein Streitgespräch, das seinen Namen wahrlich verdient.

zentralplus: Das Ja zum Einzonungsmoratorium im September, nun die beiden Referenden gegen die Pilatusarena und die Weinhalde, dazu ein komplett ausgewechselter Stadtrat. Was ist eigentlich in Kriens los?

Bruno Bienz: Es ist Aufbruch. Die Krienser waren nicht zufrieden mit dem bisherigen Weg und wünschen sich einen Kurswechsel.

Werner Baumgartner: Ja, in der Vergangenheit hat man einiges verpasst und nicht richtig gemacht. Insofern wäre es aber ein Affront gegenüber dem neuen Stadtrat, ihn nun bei erstbester Gelegenheit bereits im Regen stehen zu lassen. Schliesslich steht er voll und ganz hinter dem Projekt Weinhalde.

Bienz: Dieser Bogen ist etwas gar weit gespannt. Schliesslich war der neue Stadtrat ja noch nicht im Amt, als wir das Referendum ergriffen haben. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

«Die Gegner behaupten einfach etwas Bösartiges, um das Projekt schlechtzureden.»

Werner Baumgartner

zentralplus: Reden wir über das Projekt. Die Weinhalde ist heute eine nicht besonders ansehnliche Brache. Wer würde sie vermissen, Herr Bienz?

Bienz: Darum geht es gar nicht. Während andere Gemeinden auszonen müssen, verfügt Kriens über 40 Hektaren Bauland. Wir müssen also kein neues Land einzonen, das ist in der heutigen Zeit absolut der falsche Ansatz.

Baumgartner: Warum haben dann selbst WWF, Pro Natura und Birdlife bei der Mitwirkung gesagt, es sei grundsätzlich sinnvoll, diese Baulücke zu schliessen?

Bienz: Sie hatten einfach nicht die Ressourcen, auch dieses Projekt kritisch unter die Lupe zu nehmen. Auch sie müssen Prioritäten setzen.

Baumgartner: Das stimmt nicht. Ich kann schwarz auf weiss belegen, dass sich diese Organisationen für das Projekt aussprachen. Dass die grüne Partei trotzdem dagegen ist, zeigt gerade, dass der Widerstand ideologisch gefärbt sein muss.

«Nicht nur Linke und Grüne sagen: Endlich macht jemand etwas.»

Bruno Bienz

Bienz: Wir haben handfeste politische Argumente gegen das Projekt. Es verursacht zum Beispiel eine unnötige Waldrodung und übermässigen Verkehr. Wenn in Kriens alles gebaut wird, was zurzeit angedacht wird, haben wir genügend andere Probleme zu lösen. Wir brauchen nun einen Marschhalt.

zentralplus: Nach dem Ja zum Einzonungsmoratorium wird das Weinhalde-Areal für die nächsten 15 Jahre das letzte sein, das eingezont wird. Damit gibt es doch bereits einen Marschhalt.

Bienz: Ja, es heisst immer, es wird das letzte sein. Hier geht es ums Prinzip: Wir zonen kein Land mehr ein, weil wir bereits genügend Bauland haben.

Baumgartner: Es gibt auch das Prinzip von Treu und Glauben. Die Besitzerfamilie hat im Vertrauen auf die früheren Aussagen der Behörden und im besten Einvernehmen mit der Stadt ein sinnvolles und gutes Projekt entwickelt. Nebenbei gesagt: Man hat inzwischen fast eine Million Franken investiert. Und nun, nach jahrelanger Arbeit, heisst es plötzlich: Wir haben jetzt ein Einzonungsmoratorium, das gilt halt rückwirkend.

zentralplus: Gemäss Stadtrat gilt das Einzonungsmoratorium nicht für die Weinhalde, weil die Einzonung durch den Einwohnerrat beschlossen worden war, bevor das Moratorium in Kraft trat.

Bienz: Genau, das Moratorium gilt nicht rückwirkend. Es gibt jetzt eine Abstimmung, weil wir das Referendum ergriffen haben, das ist ein demokratischer Prozess.

Baumgartner: Das heisst, du wirst keine Stimmrechtsbeschwerde machen und im Nachhinein rechtlich gegen die Einzonung vorgehen?

Bienz: Nein, das werde ich nicht. Wenn das Volk am 29. November Ja sagt, werde ich das Resultat akzeptieren.

zentralplus: Ein Projekt, das jahrelang geplant wurde, könnte kurz vor der Ziellinie ausgebremst werden. Dieses Argument nennen auch die Initianten der Pilatusarena, über die ebenfalls am 29. November abgestimmt wird. Wäre ein Nein an der Urne nicht ein schlechtes Signal gegenüber potenziellen Investoren?

Bienz: Das mag sein. Und ich verstehe auch, dass es für die Investoren nicht schön ist, weil sie schon viel Geld investiert haben. Aber das ist kein Argument, alles durchzuwinken. Jeder Investor weiss, dass die Bevölkerung das letzte Wort haben kann, wenn Land um- oder eingezont werden muss. Das sind die demokratischen Spielregeln.

«Ob in der Weinhalde neue gute Steuerzahler hinziehen, ist reine Spekulation.»

Bruno Bienz

zentralplus: Dass wachstumskritische Vorlagen derzeit einen guten Stand haben, ist unbestritten. Der Vorwurf steht im Raum, es handle sich hier um politischen Opportunismus.

Bienz: Das trifft absolut nicht zu. Ich habe noch nie ein so grosses Echo bei einer Unterschriftensammlung erlebt. Nicht nur Linke und Grüne bedankten sich und sagten: Endlich macht jemand etwas.

Baumgartner: Ich erhalte sehr viele Rückmeldungen. Positive zum Projekt und sehr kritische über den unlauteren und stillosen Abstimmungskampf.

zentralplus: Werner Baumgartner, offenbar sehen viele keinen Mehrwert an zusätzlichen Wohnungen in Kriens. Was bringt die Überbauung Weinhalde Ihrer Meinung nach der Stadt und der Gesamtbevölkerung?

Baumgartner: Das Projekt schafft Arbeit und bringt der Stadt Kriens zusätzliche Steuereinnahmen, ohne dass jemand einen Nachteil davon trägt. Auch die meisten Anwohner am Sonnenberg unterstützen das Projekt. Speziell ist ja, dass ausgerechnet Kritiker, darunter zwei grüne Einwohnerräte, an der Zufahrtsstrasse wohnen – es geht offensichtlich auch um Eigeninteressen.

Bienz: Das ist jetzt völlig gaga. Du kannst doch niemandem vorwerfen, wo er wohnt. Das hat nichts mit dem Projekt zu tun. Wenn du Anwohnern ihre demokratischen Rechte absprechen willst, wäre das zudem sehr bedenklich. 

Die Visualisierung zeigt das Weinhalde-Projekt (mehr Infos durch Klicken auf die Buttons):

zentralplus: Zurück zu den Finanzen. Geld in der Kasse könnte Kriens unbestritten gut gebrauchen. Neue Steuerzahler wären doch willkommen, nicht?

Bienz: Das Argument wird immer wieder bemüht. Die Stadt Kriens hat diese Idee mit ihrer Vorwärtsstrategie lange propagiert – und wir sehen ja aufgrund der aktuellen Finanzlage: Das ist völlig in die Hosen gegangen. Ob in der Weinhalde neue gute Steuerzahler hinziehen, ist reine Spekulation. In der Regel dauert es zudem rund zehn Jahre, bis sich das für die Gemeinde auszahlt.

Baumgartner: Es ist ein Fakt und das beweisen Gemeinden wie Meggen oder Horw: An guten Lagen wohnen Leute, die überdurchschnittlich viel Steuern zahlen. Dass es an der Weinhalde mehr Steuersubstrat geben wird, ist unbestritten.

«Wir stellen sicher nicht die maximale Rendite über alles.»

Werner Baumgartner

zentralplus: Das Gegenkomitee spricht ja selber von Luxuswohnungen.

Bienz: Klar, man muss sicher Geld haben, um sich da eine Wohnung leisten zu können. Unter einer Million wird man wohl kaum etwas bekommen. Es kommen wohl tatsächlich Leute, die viel verdienen. Das heisst aber nicht zwingend, dass sie viel Steuern bezahlen, das sind zwei Sachen.

Baumgartner: Die Gegner behaupten einfach etwas Bösartiges, um das Projekt schlecht zu reden. Bislang haben wir ja noch keine Preise kommuniziert. Ich kann heute sagen: Es werden Wohnungen in der oberen Mittelklasse entstehen. Die Weinhalde ist ein Projekt einer Krienser Familie, an dem ein Krienser Unternehmen beteiligt ist: Wir stellen sicher nicht die maximale Rendite über alles, schliesslich wollen wir uns weiterhin in der Gemeinde blicken lassen können.

zentralplus: Herr Bienz, ist es gar kein schlechtes Projekt, sondern einfach eines, das zum falschen Zeitpunkt kommt?

Bienz: Ich habe nie gesagt, es sei ein schlechtes Projekt. Es hat aber negative Auswirkungen. Beispielsweise für den Verkehr. Wenn die Befürworter sagen, es sei verkehrsfrei, ist das übrigens auch ein wenig an den Haaren herbeigezogen.

Baumgartner: Ich bin froh, von dir zu hören, dass es kein schlechtes Projekt ist.

zentralplus: Herr Baumgartner, durch die neuen Wohnungen wird mit zusätzlichen rund 200 Fahrten pro Tag gerechnet. Viele finden, man steht bereits heute zur Genüge im Stau in Kriens. Erträgt es noch mehr Verkehr?

Baumgartner: Ich kann das nachvollziehen, denn auch ich sehe diese Probleme in Kriens. Aber man muss das ins Verhältnis setzen: Auf dem Nidfeld-Areal entstehen über 445 Wohnungen, dort wehrt sich das ganze Quartier dagegen – nur die Grünen bleiben erstaunlicherweise stumm.

Bienz: Es stimmt nicht, dass wir dazu geschwiegen haben. Ja, zuletzt haben wir den Bebauungsplan im Einwohnerrat gutgeheissen. Aber es handelt sich im Unterschied zur Weinhalde um bereits eingezontes Land. Und was nun dort geplant ist, war nicht im Sinne des Einwohnerrates. Das ist oft das Problem an diesen Prozessen. Auch beim Pilatusarena-Hochhaus hat der Einwohnerrat eine Höhe von 80 Metern bewilligt – und dann waren plötzlich 110 Meter nötig.

zentralplus: Am 29. November hat die Bevölkerung bei beiden Projekten das Wort. Zum Schluss die Frage: Was passiert bei einem Nein zur Weinhalde?

Bienz: Dann hat die nächste Generation noch Spielraum, um etwas zu entwickeln – und es gibt weniger Verkehr in Kriens. Ich sage nicht, dass man die Weinhalde die nächsten 100 Jahre lang nicht überbauen kann. Aber jetzt ist Fuder überladen, es braucht eine Verschnaufpause.

Baumgartner: Ohne Zweifel ist viel gebaut worden in letzten Jahren. Man muss aber aufpassen, dass man das Kind nicht mit dem Bade ausschüttet. Wenn es ein Nein gibt, hat niemand etwas gewonnen.

Zu den Personen

Werner Baumgartner war von 2003 bis 2010 für die CVP im Krienser Einwohnerrat. Er hat mit seiner Firma Werner Baumgartner & Partner AG das Projekt für die Überbauung der Weinhalde entwickelt. Der 58-Jährige ist beteiligt an der Weinhalde AG, die als Projektträgerin fungiert und der ein Teil des Grundstücks gehört.

Bruno Bienz ist Co-Präsident der Grünen Kriens und Mitglied des Komitees «Vernünftiges Wachstum Kriens», welches das Referendum gegen das Weinhalde-Projekt ergriffen hat. Im Komitee haben sich Anwohner, Interessierte, die Grüne Partei Kriens sowie die IG attraktives Kriens zusammengeschlossen. Der 62-Jährige war bis 2019 während insgesamt 15 Jahren im Krienser Einwohnerrat.

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8 Kommentare
  1. Tobias Mueller, 16.11.2020, 15:55 Uhr

    Man sollte auch gleich die unansehlichen Grünflächen südlich der Gabeldingenstrasse umzonen. Die vertragen sich einfach nicht mit der sonst so ästhetischen Verbetonnierung der restlichen Gebiete der Weinhalde und des Zumhofquartiers. Um es mit den Worten des Bauunternehmers Ercolani zu sagen: Eine landschaftlich hervorragende Überbauung muss her.

    1. Enrico Ercolani, 18.11.2020, 09:44 Uhr

      Geschätzter Herr Müller
      Zu ihren Bemerkungen habe ich folgende Berichtigungen:
      1. Ich bin AHV Bezüger und Einwohnerrat FDP, nicht Bauunternehmer!
      2. Wenn ihre Meinung, das Grundstück Gabeldingen zu überbauen auch ironisch gemeint ist, wäre dies sinnvoll. Auf diesem Grundstück, das einen Wert von zirka 40’000’000.00 Franken hat, wird die teuerste Milch der Schweiz produziert. Eine lockere Überbauung mit 4-6 Villen brächte unserer Stadt nebst grossen Steuereinnahmen auch den dringend notwendigen Schuldenabbau.
      3. Im Gegensatz zu ihnen bin ich sehr froh, dass es Beton gibt. Stellen Sie sich unserer Welt ohne Beton vor! Keine Eisenbahn- und Autobahnbrücken, Häuser die feuchten und damit die Gesundheit schädigen usw. usw……….

  2. Laura Ulrich, 15.11.2020, 12:31 Uhr

    Man will also trotz angekündigten Steuererhöhungen Grossverdiener anlocken? Dann müsste man die Wohnungen zu Dumpingpreisen anbieten.

  3. Ernst Zimmermann, 15.11.2020, 10:39 Uhr

    Bruno Bienz sagt im Interview, dass mit der Überbauung Weinhalde ein erheblich grösseres Verkehrsaufkommen in Kriens Realität werde. Deshalb dürfte nicht mehr gebaut werden. Hat Kriens tatsächlich Verkehrsprobleme, wenn man am Morgen und am Abend für die Stadtquerung drei bis vier Minuten mehr Zeit benötigt als während des Tages? Vier Minuten längere Fahrzeiten können doch kein Grund sein, die sehr schöne Überbauung Weinhalde zu verhindern. Bruno Bienz war bis 2019, total 15 Jahre, als Grüner Politiker, im Krienser Einwohnerrat. Er weiss, dass es immer ein Ziel war, die Baulücke Weinhalde zu schliessen. Wer das Grundstück besichtigt, stellt fest, dass der heutige Zustand desolat ist. Deshalb empfehle ich allen Krienser*innen diesen Landfleck zu besichtigen. Es kann und darf nicht sein, dass dieser Irrgarten mit alten Bauten, überwucherten Treibhäuser usw. für die nächsten Jahre so erhalten bleibt. Sechs Jahre wurde geplant und mit allen notwendigen Instanzen verhandelt. Sehr viel Geld wurde investiert, damit diese umwelt- und familienfreundliche Überbauung realisiert werden kann. hoffe, dass die Krienser Bevölkerung keinen „Schuttplatz“ am Sonnenberg will und deshalb am 29. November ein klares JA für die Weinhalde in die Urne legt.

  4. Ercolani Enrico, 14.11.2020, 20:32 Uhr

    Mein heutiger Besuch des Weinhalden Grundstückes erschrak mich! Ich traf eine Baubrache an, besser beschrieben als ein grosser Schandfleck für Kriens! Ich möchte nicht, dass dieses Grundstück in den nächsten 20 Jahren noch mehr verwildert und die Gebäulichkeiten weiter zerfallen. Für mich gibt es nur einen Entscheid diesen Schandfleck zu eliminieren, die
    architektonisch und landschaftlich hervorragende Überbaung Weinhalde zu realisieren. Deshalb stimme ich JA zu diesem Bauprojekt.

    1. Kasimir Pfyffer, 16.11.2020, 18:33 Uhr

      Viele von uns haben lieber „Schandflecke“ in Form von Natur als weitere Schandflecke in Beton und Asphalt. Und fähige Einwohnerräte wünschen sich auch viele von uns …

  5. Max Barmettler, 14.11.2020, 09:17 Uhr

    Die Wohnungen gingen weg wie frische Weggli. Die Zinsen sind so tief wie nie, unter 1%. Die 20% Eigenmittel lassen sich notfalls über Erbvorbezug, Betteln bei Verwandten und Bekannten, PK- oder Säule-3a-Vorbezug auftreiben. Das bedeutet, dass dort nicht nur Grossverdiener und damit gute Steuerzahler wohnen würden, eher wohl zum kleineren Teil. Wenn hauptsächlich Familien mit schulpflichtigen Kindern einziehen, resultieren unter dem Strich für die Stadt jahrelang mehr Ausgaben als Einnahmen. (Ein Kind in der Volksschule kostet ca. 12’000 Fr. im Jahr.) Das Steuerargument sticht also nicht. Man muss kein Grüner sein, um das Projekt abzulehnen.

    1. Kasimir Pfyffer, 16.11.2020, 18:35 Uhr

      Ein wichtiger Hinweis, denn schon heute werden die Kinder aus diesem Quartier heiter auf diverse Schulen verteilt. Die angestammten Schulhäuser sind überlaufen. Es gibt zu wenig Platz, auch für Provisorien, aber das ist dem Einwohnerrat bekanntlich egal. Hauptsache, ein paar Dumme glauben das Märchen von den „guten Steuerzahlern“. Dann vergleicht man Kriens noch mit Weggis oder Meggen, und die Satire ist perfekt!

Die zentralplus Redaktion wünscht Dir einen schönen Tag!

Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.