Das Horwer Designer-Hochhaus füllt sich – langsam
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Cooler Alu-Look – dass es keine Balkone gibt im Hochhaus in Horw, finden die Mieter allerdings weniger cool. (Bild: zvg)

Noch acht Wohnungen sind frei Das Horwer Designer-Hochhaus füllt sich – langsam

2 min Lesezeit 12 Kommentare 13.03.2021, 14:13 Uhr

Prägnant, selbstbewusst, urban: So präsentiert sich das Hochhaus «Solitaire» im Herzen Horws. Doch was von aussen schick anzuschauen ist, lockt nur zögerlich Mieter an. Die Besitzer haben nun das Marketing verstärkt.

«Solitaire» wurde von Stardesignerin Tilla Theus entworfen und im Sommer 2019 fertiggestellt. Schon zu Beginn zeigte sich: Trotz Seesicht in den oberen Etagen und exklusivem Äusseren ging es zunächst nur schleppend mit den Vermietungen voran.

Das hat sich inzwischen gebessert, wie Roman Bühlmann sagt, der für die Kommunikation der Besitzerin, der Asga Pensionskasse, verantwortlich zeichnet: «Bei der Erstvermietung 2019 lagen wir tatsächlich etwas hinter unseren Erwartungen. Der heutige Stand der Vermietung ist aber durchaus erfreulich, wir sind gut unterwegs.»

«Bei Hochhäusern sind fehlende Aussenflächen nicht unüblich.»

Roman Bühlmann, Kommunikationsbeauftragter der Asga Pensionskasse

Die Zahlen dazu: Acht der 46 Wohnungen sind nach aktuellstem Stand noch zu haben. Zum Beispiel eine 2,5-Zimmer-Wohnung im 10. Stock für 1680 Franken oder eine 3,5-Zimmer-Wohnung im 2. Stock für 1830 Franken. «Dabei handelt es sich um drei Wohnungen aus der Erstvermietung und fünf aufgrund von eingegangenen Kündigungen, welche wir der normalen Fluktuation zuordnen.»

Fehlende Balkone bleiben ein Thema

Als Stolperstein bei den Vermietungen erwies sich schon zu Beginn, dass die Wohnungen im 44-Meter-Turm keine Balkone oder Loggias aufweisen. «Die fehlenden Aussenflächen waren in der Erstvermietung in den Feedbacks der Interessentinnen und Interessenten durchaus auch ein Thema», sagt Bühlmann. Das mache sich auch jetzt in der Wiedervermietung «hin und wieder» bemerkbar.

Doch er fügt an: «Bei Hochhäusern sind fehlende Aussenflächen nicht unüblich und die Wohnqualität der ‹Solitaire›-Wohnungen ist auch ohne Aussenflächen sehr hoch.»

«Solitaire» hat sich in Horw «gut eingelebt»

Die Vermietungsquote habe seit Sommer 2019 kontinuierlich gesteigert werden können. Dies auch dank der ergriffenen Massnahmen: Als man zunächst unter den Erwartungen geblieben ist, wurden Anpassungen in den Innenräumen gemacht. «Im letzten Jahr wurde zudem in die Vermarktung intensiviert.» Aktuell wird auf der Webseite von Asga etwa mit zwei geschenkten Monatsmieten um Mieter geworben.

Obwohl sich das markante Wahrzeichen der Gemeinde als zäh erweist, was die Begeisterung für seine Wohnungen betrifft, zieht man bei den Besitzern nach rund eineinhalb Jahren seit Erstbezug ein positives Fazit: «Wir sind wie gesagt auf gutem Weg mit den Vermietungen. Es freut uns auch, dass sich das ‹Solitaire› in Horw gut ‹eingelebt› hat und die öffentliche Wahrnehmung im Positiven prägt.»

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12 Kommentare
  1. Kasimir Pfyffer, 15.03.2021, 16:42 Uhr

    Horw und Kriens haben es architektonisch leider seit Jahrzehnten versaut. Dank Baukommissionen, die noch den hinterletzten Dreck gnädig bewilligen und damit den Agglo-Augenkrebs fördern. Im STADThaus Kriens am STADTplatz hätte man statt der Herzklinik besser eine Blindenhundeschule einquartiert. Dsa Baudepartement wäre ein treuer und langfristiger Kunde!

  2. Lilian Mettler, 14.03.2021, 19:33 Uhr

    Solche Minergie-Kasernen sind die Zukunft, wenn man weiterhin jährlich netto 70’000 Einwanderer will. Irgendwo müssen diese Leute untergebracht werden, das geht nur mit Verdichtung. Wobei kein Architekt und auch kein Verfechter, also die Mitte-Links-Politiker und -Wählerinnen dieses Wunderrezepts, in einem solchen hässlichen Silo wohnen will. Die sind fürs Fussvolk.

    1. paul, 15.03.2021, 19:52 Uhr

      leider kann sich das fussvolk die miete nicht leisten in diesem disinger haus

  3. Karl Mörre, 14.03.2021, 09:47 Uhr

    Diese Hochhaus hat rein gar nichts urbanes, es sieht aus wie ein Blechteil das mitten in Horw steht, und überhaupt nicht ins Ortsbild passt.

  4. Müller, 14.03.2021, 07:45 Uhr

    Das Hochhaus grässlich einfach innen gehalten, die Lüftung kann nicht selber Reguliert werden, Küche Standard, Keine Balkone , schade der Klotz hätte man Gescheiter in die Allmend gestellt als dort, oder Mattenhof eine Verschandlung mehr ist wieder mal gelungen,

  5. Akra Tes, 13.03.2021, 22:35 Uhr

    Ich finde es lustig, dass etwas in Horw als «urban» vermarktet wird. Im Aussenbereich einer Mini-Stadt, wahrscheinlich noch mit Autogaragen. Das macht man sich ja schön was vor, in der Agglo…

  6. paul, 13.03.2021, 17:16 Uhr

    pot hässlich finde ich den silberfisch.
    aussicht ist sicher top. aber ohne balkon? na ja. finde den ziegeleipark um längen schöner. aber mein geschmack ist ja nicht immer für alle richtig. schön füllt sich das haus

  7. Andreas Peter, 13.03.2021, 17:10 Uhr

    Einen Wohnung ohne Balkon? Das muss wohl der vielgepriesene Fortschritt sein.
    Ich würde mich fühlen wie eingesperrt. Ich will nicht einmal ein Hotelzimmer ohne Balkon.
    Das Haus ist kein bisschen schön. Auch in hundert Jahren nicht.
    Wie kann man so etwas bauen?

    1. CScherrer, 15.03.2021, 10:02 Uhr

      Hundert Jahre braucht es wohl kaum. Sehen Sie sich nur mal die Verschandelung «Büttenen» in Luzern an. Die sind noch keine fünfzig Jahre alt.

  8. Melchior, 13.03.2021, 16:35 Uhr

    Mir gefällt das Haus äusserlich gut. Preislich sind die Wohnungen aber halt grenzwertig, bzw. jenseits meiner persönlichen Möglichkeiten, wie eigentlich alle Neubauwohnungen. Die fehlenden Aussenflächen aber sind ein fundamentaler Fehler, den die Asga jetzt nur noch in bester Marketingmanier schönreden kann – was soll sie auch anderes tun, jetzt, da der Bau in dieser Form Realität ist? Insofern sind Herrn Bühlmanns Aussagen ja auch völlig uninteressant: Der Mann ist für die Kommunikation zuständig, ist also professioneller Schönredner. Informationswert kann man da schlecht erwarten, vergessen denn Vertrauenswürdigkeit. Viel interessanter scheint mir, dass die Architektin, Tilla Theus, die Wohnungen ursprünglich mit Loggien geplant hatte! Die entsprechenden Grundrisse sind auf ihrer Website einsehbar. Aber die Bauherrschaft (also die Asga) hat sie offenbar weggespart in der Meinung, sie könne die Wohnungen wegen ein paar wenigen Quadratmetern mehr Wohnfläche ganz leicht teurer vermarkten…

    1. Bürkli, 16.03.2021, 18:01 Uhr

      Die Loggien wurden weggespart, weil die Fläche der Wohnungen verkleinert werden musste. Weshalb? Weil die Keller auf den Wohngeschossen Platz finden mussten, nachdem man festgestellt hat, dass der Boden so schlecht ist, dass man nicht die nötigen Untergeschosse bauen kann. Vielleicht hätte man stattdessen mal einen Marschhalt einlegen sollen, statt die Wohnungen zu amputieren. Und die unmotiviert herumspringenden Fenster? Die fehlende Auszeichnung des Penthouses? Kein*e Architektur-Studierende*r käme an der HSLU damit durch.

  9. Michel von der Schwand, 13.03.2021, 15:34 Uhr

    Ist Geschmacksache und ein Design Hochhaus steht noch lange nicht für gutes Design. Wohl eher für die weitere Verschandelung der Agglomeration und Stadt Luzern.

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