<p>Touristencars werden weiter auf den Schwanenplatz fahren, eine Ersatzlösung ist in weiter Ferne.</p>
  • Gesellschaft
Die Touristengruppe kam mit dem Car nach Luzern. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Mit Touristengruppe aus Wuhan Das Coronavirus kam schon im Januar nach Luzern

2 min Lesezeit 20.09.2020, 09:14 Uhr

Der erste positive Test wurde in der Schweiz eigentlich im Februar gemeldet. Doch schon im Januar kam eine Reisegruppe aus Wuhan nach Luzern und Sursee. Mehrere Mitglieder wurden kurz darauf positiv getestet.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete am 25. Februar den ersten positiven getesteten Covid-19-Patienten. Es handelte sich um einen Tessiner, der sich in Italien infiziert hatte. Doch nun wird bekannt: Das Virus hätte in der Schweiz schon früher um sich greifen können – und die Zentralschweiz zum Hotspot machen können. Denn Mitte Januar reiste eine Touristengruppe aus Wuhan quer durch Europa. Auch der Kanton Luzern stand auf dem Reiseprogramm, berichtet die «Sonntagszeitung».

Demnach startete die Gruppe ihre Tour in Rom. Mit dem Car fuhr sie nach Norditalien, dann weiter ins Tessin und über Zug nach Luzern. Vom 19. auf den 20. Januar kamen die 30 Touristen in einem Hotel in Sursee unter. Anschliessend ging es mit der Zentralbahn von Luzern nach Interlaken, bevor die Gruppe weiter nach Frankreich reiste.

Sechs positive Tests

Schon in Rom habe eine 53-jährige Teilnehmerin erste Symptome gezeigt, habe auch gehustet, schreibt die Zeitung. Doch erst in Frankreich wendet sich die Touristin an einen Arzt, der jedoch nichts ahnt und sich ansteckt. Als er positiv getestet wurde, gab es in Europa noch kaum Fälle.

Die Touristin selbst wurde erst nach der Rückkehr in ihre Heimat positiv getestet – und mit ihr vier weitere Personen aus der Gruppe. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe später die Spuren zurückverfolgt und auch die Gesundheitsämter der betroffenen Kantone informiert, berichtet die Zeitung. Im Hotel in Sursee habe sich jedoch niemand infiziert, wie sich herausstellte.

Der Fall wurde bisher nie öffentlich gemacht. Das Bundesamt für Gesundheit, das von der WHO ebenfalls informiert worden war, meldete den Fall nicht einmal Gesundheitsminister Alain Berset. Dies, weil er nur «relevante Informationen» erhalte, erklärt das BAG der Zeitung.

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