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Das Aufregendste, was die Zuger Messe bietet
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Die Eisenbahn ist gut und recht. Doch es gibt noch anderes zu erleben an der Zuger Messe. Dinge, die dieses Jahr einmalig sind. (Bild: zVg )

Hier lernen Sie was über Sexting und Schmuggeln Das Aufregendste, was die Zuger Messe bietet

5 Min 21.10.2016, 13:59 Uhr

Wenn sich die Blätter verfärben, ist das ein unverkennbares Zeichen. Nicht nur, dass Herbst ist, sondern auch, dass die Zuger Messe bald da ist. Toleranz wird dieses Jahr grossgeschrieben, zudem gibt’s Insider-Infos zum Thema Schmuggeln und einen Melk-Crashkurs.

Der Weinvorrat im Keller geht zur Neige, mit dem Kauf neuer Silikon-Backformen haben Sie auch extra gewartet, und sowieso brauchen Sie noch eine Yucca-Palme. Das Warten hat nun aber ein Ende. Am Samstag beginnt die Zuger Messe, und dort finden Sie als Zuger alles, was das häusliche Herz begehrt. Und dann kommen natürlich noch alle Spektakel für die kleineren Gäste dazu. Streichelzoo, Eisenbahn, Zuckerwatte.

Vieles bleibt sich gleich, Traditionsbewusste haben also nichts zu befürchten. Dennoch gibt es dieses Jahr auch ein paar neue Attraktionen. Wir haben für Sie die Rosinen herausgepickt und zeigen Ihnen in unserem Best-of, worauf Sie sich dieses Jahr besonders freuen können.

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Der Nachbar kommt zu Besuch, setzen Sie die 3D-Brille auf!

Der Kanton Schwyz ist nur ein paar Kilometer entfernt, doch wann waren Sie das letzte Mal da? Nun müssen Sie nicht mal mehr verreisen, denn die Schwyzer kommen für einmal zu uns. In die Halle B5.22 genauer gesagt. Bei ihrem Besuch geht es insbesondere um das Spannungsfeld von Tradition und Innovation. Die Besucher werden eingeladen, die 3D-Brille aufzusetzen, und sich – ganz ohne Anstrengung – ins Land der grossen und kleinen Mythen und der urchigen Wetterfrösche zu begeben. Doch keine Sorge, nicht nur auf der virtuellen Ebene kann der Besucher den Kanton Schwyz erleben. Auch traditionelles Essen gibt es, und nebenbei können Sie herausfinden, was es mit dem Horämänel- und Büchelbau auf sich hat.

Wie Sie Ihr Online-Dasein schützen

400 Aussteller, 9 Tage lang

Über 400 Aussteller stellen an der Zuger Messe aus. Diese beginnt am Samstag, dem 22. Oktober und dauert bis am Sonntag, dem 30. Oktober. Es handelt sich um die grösste Herbstausstellung für Handel und Gewerbe in der Zentralschweiz.

Falls Ihnen das alles schon längstens bekannt ist und Sie an der Messe lieber etwas Aufregenderes unternehmen möchten, begeben Sie sich zur Zuger Polizei. Diese führt am Stand B7.08 in die Tiefen des Internets, und damit auch in dessen Abgründe. Sexting, Phishing und Cybermobbing sind die Themen dieses Jahr: Der Freund und Helfer erklärt in einer Sonderschau, wie man sich vor diesen fiesen Begleiterscheinungen des Surfens schützen kann.

Sie haben nicht mal eine E-Mail-Adresse? Zahlen noch immer auf der Post ein und Facebook ist ein Fremdwort für Sie? Dann müssen Sie auch nicht davor gewarnt werden und Sie können sich den schöneren Seiten im Leben widmen. So etwa der Vielfalt und der Toleranz. Unter diesem Motto ist heuer nämlich die Stadt Zug als Ehrengemeinde vertreten. Und am Mittwoch, 26. Oktober, findet im Showzelt ein entsprechender «Ehrengemeindetag» statt. Was heisst das für Sie als Besucher?

Toleranz, wohin das Auge reicht

Es gilt, die Entstehung des «Ship of Tolerance» zu bestaunen (zentralplus berichtete). An diesem Kunstprojekt haben sich 115 Klassen aus dem ganzen Kanton beteiligt. Eigens für den Anlass – man ist dem Motto treu geblieben – wurde zudem die «Tolerance Band» gegründet. Unter der Leitung des Klarinettisten und Komponisten Mathias Landtwing wird Volksmusik mit Jazz gemischt.

Weiter gibt es ein Podiumsgespräch zu «Vielfalt und Toleranz», bei dem der Filmemacher Samir, der Kunsthaus-Direktor Matthias Haldemann, der Stadtpräsident Dolfi Müller und der Moderator Marco Meier dabei sind.  Am Ende des Abends wird man dem Thema «Vielfalt» mit der Band Triple Bypass nochmals so richtig gerecht (zentralplus berichtete), stammen die vier Musiker doch von vier verschiedenen Kontinenten.

Frieden schaffen, eine fordernde Aufgabe

Apropos Toleranz. Um Frieden geht’s ebenfalls bei der Zuger Messe, und zwar in der Halle A3.55. Der Stand der Swissint, der schweizerischen militärischen Friedensförderung, zeigt Einblicke in deren Aufgaben, etwa im Südsudan, in Mali, im Kosovo oder in Korea. Sie können am Stand Soldaten ausquetschen und erfahren mittels Filmvorführungen so einiges darüber, was Swissint überhaupt so tut.

Fido, such Stoff!

Viecherei gefällig? Zu Gast an der Herbstmesse sind nämlich der Schweizer Grenzwachcorps inklusive Betäubungsmittelspürhunde. Was die so können, und warum die viel eher auf der Suche nach ihrem Lieblingsspielzeug denn nach Drogen sind, wird live auf dem Messegelände A gezeigt. Das Ganze findet statt: Am Samstag und Sonntag, jeweils um 13.00, 13.30 und 16.00 Uhr. Hopp, Fido, such den Stoff!

Was machen die eigentlich, die Leute am Zoll?

Und wenn wir mental schon beim Grenzwachcorps sind: Diese informieren in der Halle A2.14 über Tätigkeiten des Schweizer Zolls und darüber, wie man mit Schmugglern, Kriminaltouristen und Fälschern umgeht. Letzteres nämlich ist ein Thema, das die Grenzwächter ganz besonders zu beschäftigen scheint. Denn gefälscht werde nahezu alles: Bekleidung, Software, Musik, Medikamente und sogar Lebensmittel. Deshalb will man den Fälschern nun mit dem Verein «Stop Piracy» den Garaus machen. Der Verein umfasst private Unternehmen, Verbände, Behörden und Institutionen.

Heilige Schweizer Kühe

Sie hätten doch lieber etwas Bodenständiges? Dachten sogar, es sei Stierenmarkt und sind nun enttäuscht? Dann machen Sie sich auf den Weg zur Halle B8, zum Stand B8.76. Der Stand des Zuger Bauernverbandes könnte Ihrem Bedürfnis nach Heimatgefühlen Abhilfe verschaffen. Mit der Ausstellung «Die Milchkuh im Wandel der Zeit» wird das Schweizer Tier schlechthin geehrt. Sie erfahren alles Wichtige zur Milchgewinnung, Milchleistung, zur Zucht und Fütterung.

Auch werden Ihnen die Unterschiede von früher zu heute aufgezeigt. Denn wo kämen wir hin, wenn heute noch von Hand gemolken würde? Da müsste wohl manch einer auf seinen Emmentaler am Frühstückstisch verzichten. Apropos Handmelken. Das dürfen Sie gleich selber probieren. Denn es braucht doch einiges an Geschicklichkeit, um einen Liter Milch zu erzeugen.

Und falls es Ihnen noch zu wenig flauschig war: Streicheleinheiten bekommen Sie – wie jedes Jahr – im Tierparadies in Halle 9B. Streicheln Sie Borstenschweine und Geissen, bis Sie kein Gefühl mehr haben in der Hand. Denn seien wir doch ehrlich: Was gibt es Schöneres?

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