Dank Last-Minute-Tor von Schulz punktet der FCL wenigstens
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Harter Zweikampf in einem engen Spiel: FCL-Verteidiger Martin Frydek gegen Miralem Sulejmani. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

2:2 gegen die Young Boys Dank Last-Minute-Tor von Schulz punktet der FCL wenigstens

3 min Lesezeit 2 Kommentare 28.02.2021, 18:08 Uhr

Als dem FCL ein weiterer vermeidbarer «Nuller» drohte, sprang der Fussballgott den Luzernern zur Seite und liess Marvin Schulz das späte 2:2. Meister und Leader YB, das nach dem Coup in der Europa League im zweiten Anzug antrat, wäre aber zu schlagen gewesen.

Am Schluss gab es noch die Prise Dramatik in einem lange recht ereignisarmen Spiel. Als sich den Luzernern nach einem Freistoss die letzte Chance auf einen Punktgewinn bot, stürmte sogar FCL-Goalie Marius Müller mit. Und er beeinflusste die Entstehung des Luzerner Last-Minute Treffers.

Er verlängerte den Ball, den YB vorerst bis zum Strafraum klären konnte. Doch Pascal Schürpf haute ihn wieder rein in die Gefahrenzone, von wo er an einen Bein abprallte und zur Vorlage für Marvin Schulz wurde. Der FCL-Mittelfeldspieler versenkte das Leder zum vielumjubelten 2:2. Beim Torschuss tat sich Schulz weh und musste gepflegt werden.

Auch wenn es am Ende wenigstens ein Punkt war und das die Laune der abstiegsbedrohten Luzerner hob. Es hätten am Ende auch drei Punkte sein können. Denn der Gegner erreichte die offensiv hohe Schlagzahl seines gewohnten Levels nicht.

Mutloser FCL vor Pause unter Druck

Es war in den letzten fünf Minuten vor der Pause, als der FC Luzern Gefahr lief, seine Führung wieder herzugeben. Die Young Boys machten erst recht Druck über ihre linke Seite, als FCL-Captain Christian Schwegler anzeigte, dass er verletzungsbedingt ausgewechselt werden müsse.

Filip Ugrinic rückte für ihn auf die Aussenverteidiger-Position. Zum Glück für die Luzerner köpfelte Cédric Zesiger den Ball in der 42. Minute nach einem Berner Feistoss aus dem Halbfeld neben das Tor.

Geniestreich von Ugrinic zum 1:0

Mit der Hereinnahme von Lucas Alves für Schwegler in der 44. Minute stellte FCL-Trainer Fabio Celestini das System von einem ziemlich mutlosen 4-2-3-1 auf ein 3-5-2 um. Denn die Halbzeitführung der Luzerner war keinesfalls eine zwingende, sondern vielmehr einem Geniestreich von Filip Ugrinic zu verdanken.

Der begnadete Mittelfeldspieler haute in der 23. Minute einen Ball wuchtig und unhaltbar in die lange Ecke. Es war sein zweites Schmuckstück in diesem Jahr nach dem zwischenzeitlichen 2:0 im Heimspiel gegen Vaduz (4:0). Sonst kam der FCL gegen den zweiten Anzug der Berner nur noch einmal gefährlich auf, als Dejan Sorgic den Ball übers Tor schoss (19.).

Warum bloss schoss Frydek nicht?

Das neue Spielsystem verhalf dem FCL zu mehr Offensivpräsenz, die Berner mussten sich mehr nach hinten orientieren. Doch viel gefährlicher wurden die Luzerner nicht. Die beste Aktion vergab der diskret spielende Louis Schaub auf eine Vorlage von Martin Frydek, als er weit daneben schoss.

Die beste Chance auf einen zweiten Treffer der Luzerner bekam Martin Frydek in der 83. Minute. Auf eine Vorstoss des zum ersten Mal seit der Corona-Erkrankung eingewechselten Yvan Alounga kam er fünf Meter vor dem Tor in optimale Schussposition. Warum er einen weiteren Pass auf Schürpf vorzog, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Danach klärte YB-Goalie David von Ballmoos die Szene.

Dazwischen schoss der eingewechselte Christian Fassnacht den Ausgleich zum 1:1. Und noch viel bitterer: In der 86. Minute bezwang Stefan Knezevic bei seinem Rettungsversuch nach einem Freistoss aus dem Halbfeld den eigenen Goalie.

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2 Kommentare
  1. Franz Karl Schmidiger, 02.03.2021, 15:52 Uhr

    Neuer Ausdruck, erfunden von Zentralplus? Ich verfolge seit 50 Jahren Fussball, habe selber gespeilt. Was soll das Halbfeld?

    1. Redaktion Urs-Ueli Schorno, 02.03.2021, 19:02 Uhr

      Das Halbfeld ist keine Erfindung von zentralplus. Der Begriff beschreibt den Bereich zwischen Mittelkreis und Strafraum. Oft wird er im Zusammenhang mit Flanken verwendet. Flanken aus dem Halbfeld sind in der Regel schwierig zu treten, aber einfach zu verteidigen.

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