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Dank ihr lebt diese Hünenberger Dorfbeiz nun weiter
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Sie ist die neue Wirtin in der «Eiche»: Therese Suter. (Bild: woz)

Luzernerin Therese Suter führt Restaurant «Eiche» Dank ihr lebt diese Hünenberger Dorfbeiz nun weiter

3 min Lesezeit 21.02.2018, 15:01 Uhr

Sie ist eine der wenigen Dorfbeizen in Hünenberg: das Restaurant Eiche. Die Luzernerin Therese Suter hat seit Anfang Februar das Lokal neu übernommen, nachdem es zuvor pleite gegangen war – und die Wartstein-Pächterin bald darauf nicht mehr weitermachen konnte.

Wie im Zuger Amtsblatt zu lesen ist, ist das Konkursverfahren in Sachen Restaurant Eiche GmbH in Hünenberg eingestellt worden. Die Gesellschaft war bereits im Dezember 2016 aufgelöst worden.

«Restaurant schlecht geführt»

«Dieser Pächter der GmbH hat das Restaurant wirklich sehr schlecht geführt», sagt Jürg Zurfluh. Zurfluh ist die rechte Hand von Kurt Uster, dem Seniorchef der Brauerei Baar und gleichzeitigem Besitzer der Immobilie.

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Die Konkursmasse wirft nun nicht einmal soviel ab, damit das Konkursamt ein Liquidationsverfahren durchführen könnte, wie Konkursamtsleiter Andreas Hess gegenüber zentralplus konstatiert. «Findet sich bis zum 26. Februar kein Gläubiger, der die dafür nötigen 5’000 Franken zu zahlen bereit ist, wird das Konkursverfahren als geschlossen erklärt», so Hess.

Das Hünenberger Restaurant Eiche im Dorfzentrum.

Das Hünenberger Restaurant Eiche im Dorfzentrum.

(Bild: woz)

Doch danach schaut es derzeit nicht aus. Die verschuldete Restaurant-GmbH gibt es nicht mehr. Der Telefonanschluss ist tot. Und offenbar hält sich der Ex-Beizer und Ex-Geschäftsführer derzeit an einem unbekannten Ort auf. Er war für eine Stellungnahme gegenüber zentralplus jedenfalls nicht zu erreichen.

Die GmbH des ehemaligen Pächters sei einfach eigenmächtig ins Leben gerufen worden, erzählt Zurfluh. Im November 2016 habe man die «Eiche» in der Hünenberger Eichengasse nach der Pleite kurzzeitig schliessen müssen. Im August 2017 ist dann der Konkurs eröffnet worden. Tempi passati.

Mitten in Hünenberg liegt das Restaurant Eiche.

Mitten in Hünenberg liegt das Restaurant Eiche.

(Bild: zvg)

Doch wie geht es jetzt eigentlich weiter mit dem Restaurant Eiche – mit der Hünenberger Dorfbeiz?

«Wir hatten dann im vergangenen Jahr mit Manuela Vogt zwar eine sehr gute, neue Pächterin gefunden, die auch noch das Restaurant Wartstein in Hünenberg führt. Ebenso wie im Sommer das Restaurant im Strandbad in Dersbach», berichtet Zurfluh.

Doch aus privaten Gründen habe Vogt dann die Leitung des Restaurants wieder abgeben müssen. «Seit dem 1. Februar ist nun Therese Suter offiziell die neue Pächterin des Café Restaurants Eiche», sagt Zurfluh.

«Mit 54 Jahren kann ich keinen anderen Job mehr finden als in der Gastronomie.»

Therese Suter, neue Pächterin in der «Eiche» in Hünenberg

Therese Suter hat sich mit der Pacht der Dorfbeiz einerseits ein Stück weit einen Lebenstraum erfüllt. Obwohl sich die aus Weggis stammende Luzernerin andererseits klar ist: «Mit 54 Jahren kann ich keinen anderen Job mehr finden als in der Gastronomie», sagt die Wirtin. Sie habe sich zwei Jahre lang beworben und nur Absagen erhalten.

Witziges WC-Schild in der «Eiche».

Witziges WC-Schild in der «Eiche».

(Bild: woz)

Dabei kennt sie das Hotel- und Gaststättengewerbe eigentlich aus dem Effeff. Denn sie hat schon in der Hotelküche und als Zimmermädchen gearbeitet und unter anderem ein Café in Gisikon geleitet.

Abends kleine Karte

«Ein Stammgast der Eiche hat mir dann gesteckt, dass hier in Hünenberg jemand gesucht wird. Da habe ich mich beworben und den Job bekommen.» Zusammen mit einer Teilzeitköchin und derzeit zwei Teilzeitservicefrauen betreibt sie die Dorfbeiz, in der gutbürgerlich gekocht wird. Fünf Tage in der Woche. Von acht Uhr morgens bis abends um 23 Uhr. «Neben einem Tagesmenü für 18.50 Franken haben wir abends auch ein kleines à-la-carte-Angebot.»

«Wenn man etwas gerne macht, ist es nicht so anstrengend.»

Therese Suter

Bis jetzt ist sie über den Besuch der Gäste in ihrer Dorfbeiz mit rund 50 Plätzen zufrieden. Es gibt auch noch eine Terrasse mit weiteren rund 50 Plätzen, die sie nutzen kann, wenn es draussen wärmer wird. «Es könnten natürlich noch mehr Gäste sein.» Ihr sei bewusst, dass es heutzutage kein einfaches Business ist, eine Dorfbeiz zu führen.

Im Hünenberger Dorfzentrum gibt es derzeit neben der «Eiche» nur noch das Café der Bäckerei Nussbaumer sowie das traditionelle Gasthaus Restaurant Degen.

Doch der Job macht ihr Spass. «Wenn man etwas gerne macht, ist es nicht so anstrengend. Ich stehe jeden Morgen um vier Uhr auf, weil ich mich ja auch noch um meinen Haushalt kümmern muss.» 

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