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Da kann man ja neidisch werden
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Direkt am See: Der Garten in der Villa auf dem Lido lädt zum Träumen ein – natürlich nur in den Pausen. (Bild: zod)

Die schönsten Arbeitsplätze von Luzern Da kann man ja neidisch werden

4 min Lesezeit 04.01.2015, 12:10 Uhr

Hier riskiert man gerne einen Blick – oder zwei: Einige Luzerner haben das Privileg, während der Arbeit nicht an eine Hauswand zu schauen, sondern eine wunderschöne Aussicht geniessen zu können. zentral+ hat sich auf die Suche nach den schönsten Arbeitsplätzen gemacht – und gefunden.

Das markante, gelbe Gebäude auf dem Musegg-Hügel ist allseits bekannt. Doch nur Mitarbeiter und einige glückliche Besucher waren schon im obersten Stock des modernen Anbaus des Suva-Gebäudes. Dort befindet sich, hoch über der Stadt, das Restaurant für die Mitarbeiter. Jens Dülme, der Manager des Restaurants, ist überzeugt davon, dass es einer der schönsten Arbeitsplätze der Stadt ist. Denn auf der Terrasse, die sich über die ganze Länge des Hauses zieht, kann man den Blick von der Rigi, über den Bürgenstock bis zum Pilatus schweifen lassen. «Die Aussicht beinhaltet alles, was die Schweiz ausmacht: Der See, die Berge und die Stadt mit ihren historischen Denkmälern», schwärmt Jens Dülme, der seit dreieinhalb Jahren hier arbeitet.

Die Bergpanorama-Terrasse

Er mache regelmässig Fotos von Sonnenaufgängen und anderen aussergewöhnlichen Stimmungen, während er auf der Terrasse die Aussicht geniesst. «Bis jetzt hat es noch nichts an Schönheit und Eindrücklichkeit verloren», so der 39-Jährige, der in Kriens wohnt. Erst vor ein paar Tagen habe man einen knallorangenen Sonnenaufgang beobachten können. Einen schöneren Arbeitsort habe er bisher nur einmal gehabt: in Cran Canaria mit Aussicht auf Strand und Meer.

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Auf der Suva-Terrasse gibt es sogar ein Fernglas und eine Bergpanorama-Karte.

Auf der Suva-Terrasse gibt es sogar ein Fernglas und eine Bergpanorama-Karte.

(Bild: zar)

Die Heimat der Könige von Luzern

 «Wir fühlen uns hier alle wie kleine Könige und Königinnen», sagt Sarah Henzmann, die seit Anfang Juni im Château Gütsch arbeitet. Hoch oben über der Stadt thront das Schloss und für Henzmann sei es sehr speziell, dort arbeiten zu können: «Ich kann die Aussicht immer noch sehr geniessen.» Sie ertappe sich manchmal dabei, wie sie aus dem Fenster schaue, um etwas zu überdenken. Dank der Aussicht habe sie schon manche Lösung gefunden. Die 27-jährige Sales- und Eventmanagerin ist sich sicher: «Diese Perspektive ist einzigartig. Luzern erscheint von hier aus wie eine Miniatur-Stadt.» 

Der Löwe bewacht die Pforten des Château Gütsch.

Der Löwe bewacht die Pforten des Château Gütsch.

(Bild: zod)

Die wandelbare Aussicht

Der folgende Arbeitsplatz muss wirklich einer der Schönsten sein. Denn seit 40 Jahren ist Kapitän Hans-Peter Mosimann schon bei der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees angestellt. «Ich gehe immer noch gerne arbeiten», so der 60-Jährige. Der Kontakt mit den Menschen und die Arbeit draussen gefallen ihm. Besonders geniesse er es, auf einem der Dampfer die Landschaft an ihm vorbeiziehen zu sehen.

«Klar gibt es auch Stresssituationen. Zum Beispiel wenn ein Sturm aufzieht», so Mosimann. Da müsse man sich auf das Fahren konzentrieren. Doch erlebe er immer wieder Stimmungen, die ihn in ihren Bann ziehen. Einen schöneren Arbeitsplatz könne er sich nicht vorstellen. «Am liebsten arbeite ich auf den Dampfschiffen. Da scheppert es so schön», erklärt der Ebikoner. 

Hans-Peter Mosimann liebt seinen Job und die Aussicht von seinem Arbeitsplatz aus.

Hans-Peter Mosimann liebt seinen Job und die Aussicht von seinem Arbeitsplatz aus.

(Bild: zar)

Im Herzen der Stadt

Die Reuss plätschtert vor sich hin, die Touristen überqueren laut quatschend die Spreuerbrücke und gegenüber im Historischen Museum fängt gerade eine Führung an. «Es ist herrlich hier, die verschiedenen Geräusche der Stadt zu hören und das Panorama zu geniessen», erzählt Jeannette Herger, die in ihrem Büro der Pädagogischen Hochschule an der Pfistergasse sitzt. Die Hintergrundgeräusche können aber auch mal etwas lauter ausfallen: «Während der Fasnachtszeit sind wir hier mittendrin im Trubel. Auf dem Mühleplatz gegenüber spielen die Guggen und dann kann es manchmal schwierig werden, sich zu konzentrieren», erklärt die 42-jährige Krienserin lachend. Doch das sei für sie eine ganz besondere Zeit.

Ihr diene die Aussicht, um wieder fit für neue Ideen und kreative Prozesse zu sein. «Wenn man hier aus dem Fester schaut oder auf der Terrasse eine Pause macht, ist man danach umso effizienter», so die Assistentin des Rektors. Sie sei hier im Herzen der Stadt sehr glücklich. «Es ist mit Abstand der schönste Arbeitsplatz, den ich je hatte.»

Die Kapellbrücke, wie sie sonst niemand sieht.

Die Kapellbrücke, wie sie sonst niemand sieht.

(Bild: zod)

Die Villa aus Marmor

Der folgende Arbeitsplatz beweist, dass Büros eben doch nicht alle gleich aussehen. Die 24-jährige Sportschützin Petra Lustenberger arbeitet seit eineinhalb Jahren im Hauptsitz des Schweizer Schiesssportverbands. Dieser ist in in einem Anwesen neben dem Luzerner Lido beheimatet. Doch wie fühlt es sich an, in einer Villa zu arbeiten? «Alles ist aus Marmor, es gibt ein grosses Eingangstor und der Ausblick auf den See ist phänomenal», so die Rothenburgerin. Es sei eine ganz andere Stimmung, als wenn man in einem gewöhnlichen Bürogebäude arbeite.

Die Lage sei sicherlich einzigartig, erzählt Lustenberger: «Ansonsten hat es eigentlich fast nur Hotels, die so nahe am See liegen.» Besonders die Morgenröte sei immer wieder eindrücklich. Und ihre Mitarbeiterinnen ergänzen, dass sie alle vor einiger Zeit eine besonders schöne Morgenstimmung mit ihren Handy-Kameras eingefangen haben.

Die Villa direkt am See lädt zum Träumen ein – natürlich nur in den Pausen.

(Bild: zod)

 

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