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CVP-Präsidium: Karin Stadelmann soll auf Andrea Gmür folgen
  • Politik
Karin Stadelmann (links) und Andrea Gmür (rechts) wurden von der CVP Stadt Luzern als Nationalratskandidatinnen nominiert. (Bild: zvg )

Luzerner Stadtpartei erhält neue Leitung CVP-Präsidium: Karin Stadelmann soll auf Andrea Gmür folgen

3 min Lesezeit 27.03.2019, 19:38 Uhr

Im April erhält die städtische CVP eine neue Präsidentin. Karin Stadelmann soll Nachfolgerin von Andrea Gmür werden. Beide sprechen von einer Aufbruchstimmung in der CVP. Mit Stadelmann an der Spitze könnte sich der Kurs verändern. 

Die Wahlen sind derzeit das dominierende politische Thema in Luzern. Die CVP Stadt Luzern hat aber gleichzeitig im Hintergrund ihre personelle Zukunft aufgegleist. Im April wird Nationalrätin Andrea Gmür das Präsidium an Karin Stadelmann übergeben. Dies wurde am Rande einer «Republik»-Recherche über die CVP publik gemacht.

Stadelmann ist Erziehungs­wissenschafterin und arbeitet an der Hochschule für Soziale Arbeit. Sie amtet als Vizepräsidentin der kantonalen CVP und hat die Christlich-Soziale Vereinigung (CSV) in Luzern mitbegründet. Diese Vereinigung propagiert eine «sozial-ökologische Politik aus der Mitte heraus» (zentralplus berichtete). 2016 kandidierte Stadelmann für die JCVP für den Stadtrat. 

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Die offizielle Wahl steht zwar noch aus, scheint aber Formsache. Stadelmann wird von einer Findungskommission vorgeschlagen. «Ich habe die Partei nun während fünf Jahren von innen erlebt und konnte in dieser Zeit viel lernen, gerade auch von Andrea Gmür», sagt sie. «Nach Gesprächen mit der Findungskommission und weiteren Parteimitgliedern bin ich zum Schluss gekommen, dass ich mir das Präsidium zutraue und die neu gewonnene Dynamik weitertreiben kann.» 

Gmür will sich auf Ständerat-Wahlkampf konzentrieren

Vorgängerin Andrea Gmür betont ebenfalls die Aufbruchstimmung innerhalb der Partei. Während ihrer Präsidentschaft sei es gelungen, viele neue Mitglieder für die Parteiarbeit zu motivieren. «Nebst langjährigen CVP-Mitgliedern engagieren sich viele neue, junge und gut ausgebildete Köpfe», sagt Gmür. Die volle Liste bei den Kantonsratswahlen sei ein Zeichen der neuen Dynamik. «Ich freue mich zudem sehr, dass auch die junge CVP antritt», sagt Gmür. Zu ihren weiteren Verdiensten zählt sie die Sanierung der Parteifinanzen und die von der CVP ins Leben gerufene Bundesfeier 31/07.

«Ich habe Mühe mit dieser Trennung zwischen links und bürgerlich.» 

Karin Stadelmann, designierte CVP-Präsidentin

«Jetzt ist es Zeit, diese jungen Kräfte auch in der Parteileitung wirken zu lassen», sagt Gmür. Sie gibt das Präsidium zudem im Hinblick auf ihren Ständerat-Wahlkampf im Herbst ab. «Ich möchte meine Ressourcen zielgerichtet einsetzen.»

Über den Präsidiumswechsel habe man bisher bewusst zurückhaltend informiert. Die Parteimitglieder wüssten aber Bescheid. Keinen Einfluss auf den Entscheid soll der Ausgang der anstehenden Wahlen haben. A propos Wahlen: Als Niederlage in der Präsidiumszeit von Andrea Gmür müssen die städtischen Wahlen 2016 bezeichnet werden. Stefan Roth verlor das Stadtpräsidium und auch im Parlament musste die Partei Federn lassen.

Steuert Partei nach links?

Karin Stadelmann freut sich auf das neue Amt und zeigt sich überzeugt, dass die Partei auf einem guten Weg sei. Sie spricht etwa die Durchmischung bezüglich Alter und Geschlecht innerhalb der Partei an. «Diese Frische will ich nach aussen tragen.» Des Weiteren will Stadelmann die Aussenwirkung der Partei verbessern. «In Bereichen wie Mobilität oder Verkehr haben wir Ideen und Visionen, diese müssen wir besser an die Leute bringen.»

Kommt es auch zu einem Kurswechsel? Stadelmann steht als Vertreterin des christlich-sozialen Flügels in der Partei eher links? Stadelmann zögert: «Ich habe Mühe mit dieser Trennung zwischen links und bürgerlich.» Sie stehe zu ihrer bürgerlichen Herkunft. «Gleichzeitig ist es eines meiner Anliegen, in sozialen und auch ökologischen Themen stärkere Akzente zu setzen.» Dies aber immer im Wissen um die finanzpolitischen Realitäten. Was dies genau für den Kurs der Partei bedeutet, bleibt abzuwarten. Genauso wie das Ergebnis am Sonntag. 

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