CVP Luzern ist Verbot von Klassenlagern ein Dorn im Auge
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Klassenlager und mehrtägige Schulreisen sind im Kanton Luzern dieses Jahr verboten (Symbolbild). (Bild: flickr.com)

Partei verlangt Antworten CVP Luzern ist Verbot von Klassenlagern ein Dorn im Auge

2 min Lesezeit 2 Kommentare 01.04.2021, 18:42 Uhr

Der Kanton Luzern verbiet Klassenlager und mehrtägige Schulreisen. Dieser Entscheid ist für die CVP nicht nachvollziehbar. Deshalb ist sie im Kantonsrat aktiv geworden und verlangt Antworten.

Der Kanton Luzern hat als bisher einziger Zentralschweizer Kanton mehrtägige Schulreisen und Klassenlager für dieses Jahr verboten. Der Entscheid sei bereits Ende März getroffen worden, damit die Lehrpersonen und Organisatorinnen Planungssicherheit hätten. (zentralplus berichtete).

Doch dieser Beschluss ist der CVP ein Dorn im Auge. Im Kantonsrat hat sie deshalb eine dringliche Anfrage eingereicht. So will die Partei unter anderem wissen, ob der Entscheid rechtlich bindend ist, oder um es sich dabei lediglich um eine Empfehlung handelt. Zudem möchten die Christdemokraten in Erfahrung bringen, ob der Kanton bei einer Veränderung der epidemiologischen Lage allenfalls auf seinen Entschluss zurückkommen werde.

Partei hebt Wichtigkeit des Sozialen hervor

«Für Schüler und Schülerinnen sind Klassenlager und mehrtägige Schulreisen ein idealer Rahmen für handlungsorientiertes und soziales Lernen. Die gemeinsame Planung in der Klasse ermöglicht den Lernenden, Verantwortung zu übernehmen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln», begründet CVP-Kantonsrätin Priska Häfliger (Mauensee) den Vorstoss.

Denn Schullager würden mit viel freiwilliger Arbeit und hohem Engagement vorbereitet und bildeten den Höhepunkt eines zu Ende gehenden Schuljahres oder sogar der obligatorischen Volksschulzeit. «Es ist wichtig, dass jungen Lernenden die Möglichkeit gegeben wird, die vielen positiven Eindrücke und Erfahrungen welches ein Schullager bietet zu machen», hält Häfliger fest. Ausserdem seien zum jetzigen Zeitpunkt bereits viele Vorbereitungen und auch finanzielle Verpflichtungen gemacht worden, die teilweise nicht rückgängig gemacht werden könnten.

Weiter ist die CVP dahingehend unzufrieden, dass der Kanton Luzern mit seinem frühen Entscheid eine «Insellösung» geschaffen habe. Sie will ausserdem wissen, ob Schulen aus anderen Kantonen geplante Lager im Kanton Luzern durchführen dürfen. Und die Partei verlangt vom Regierungsrat eine Replik auf die Aussage: «Die Einhaltung von Schutzkonzepten, systematischen Testen und die Einhaltung von Schutzkonzepten und sollten mithelfen Schullager bis Ende Schuljahr 2020/21 durchzuführen.»

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2 Kommentare
  1. Karl-Heinz Rubin, 02.04.2021, 14:58 Uhr

    Die Klassenlager sollten auf jeden Fall durchgeführt werden.
    Es gibt Institutionen die sogar an Sonn und Feiertagen ihre Kurse durchführen.
    Als Beispiel heute Karfreitag die HPS in Ebikon.
    Dort ist immer Betrieb.
    Heilpraktiker sind sicher immun.
    Wer dies bewilligt/ genehmigt hat sollte anderen nicht mit vorhandenen Schutzkonzepten alles verbieten.
    Dies ist auch im Schweizer Hof Luzern sehr speziell.
    Die Gäste des Hotels genießen ihren Kaffee gemütlich draussen und und 100 Meter weiter weg holt man sich ein Kaffee zum mitnehmen.
    Politik sind Entscheide.
    Die Frage ist immer nur für wenn……..

  2. Samuel Kipfer, 01.04.2021, 22:50 Uhr

    Klassenlager sind Virenschleudern – liebe CVP.

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