Coronapolitik: Juso Luzern fordert stärkeren Fokus auf die Jungen
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Laut der Juso Luzern sollen Jugendliche besonders unter dem Lockdown leiden.

Jugend soll bei Öffnungen priorisiert werden Coronapolitik: Juso Luzern fordert stärkeren Fokus auf die Jungen

2 min Lesezeit 20.03.2021, 19:13 Uhr

Geht es nach der Juso Luzern, soll die Politik bei der Bekämpfung der Pandemie mehr Rücksicht auf die Situation der Jugendlichen nehmen. Denn insbesondere diese würden unter den Folgen der Lockdowns leiden.

«Es sind die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, welche am plötzlichen Strukturverlust am meisten leiden», schreibt die Juso Luzern in einer Mitteilung. Depressionen, Essstörungen und psychische Probleme hätten seit März 2020 stark zugenommen und eine Verbesserung der Situation sei in naher Zukunft nicht in Sicht.

«Vor allem Zukunftsängste und eine Perspektivlosigkeit setzen den Jugendlichen, in einer Lebensphase, in der sozialer Austausch, Ausgang, Ausprobieren und Neues entdecken wichtig ist, stark zu. All dies fällt plötzlich weg – ersatzlos», moniert die Jungparteit. Eine Abschlussreise, ein Zwischenjahr, Studipartys oder die Diplomfeier könne man nicht einfach «später nachholen».

Kritik statt Hilfe für Junge?

Beachtung in den Medien fänden die Jugendlichen meist nur, wenn sie sich, entgegen der Massnahmen, mit über fünf Personen am Bahnhof getroffen haben. «Die Empörung führt schnell dazu, dass ein Sündenbock für die steigenden Fallzahlen gefunden wird, obwohl besonders die junge Generation sich sehr stark hatte einschränken lassen und sich an die Massnahmen hält», so die Luzerner Juso.

Die Politik und die Gesellschaft müsse sich bevor sie urteilt gezielt mit den Bedürfnissen der jungen Menschen auseinandersetzen, ihren Voten und Forderungen zuhören und diese ernst nehmen. «Bei der Schliessung von Beizen, Bars, Kinos und Läden darf nicht nur der wirtschaftliche Aspekt berücksichtigt werden, sondern auch deren sekundäre Funktion als Treffpunkt und Freiraum.»

Mehr Unterstützung gefordert

Es gehe vergessen, dass die geltenden Massnahmen für Jugendliche nicht besonders belastend sind, weil sie deren Konsumlust ausbremsten, sondern weil man ihnen die Bewegungsräume wegnehme. 

Dennoch will die Juso klarstellen, dass sie hinter den Massnahmen stehe, die darauf abzielen, dass das Gesundheitssystem nicht kollabiert. Das angeblich fehlende Verständnis der Regierung für die Bedürfnisse der Jugendlichen wird von den jungen Linken aber bemängelt. Dies müsse korrigiert werden.

Die Juso Luzern fordert deshalb, dass die Jugendlichen besser in den Diskurs einbezogen werden und diese bei möglichen Öffnungsschritten priorisiert werden. Zudem werden ein Ausbau der psychiatrischen sowie eine Unterstützung beim Bewerben gefordert.

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