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Corona-Virus: Pro Senectute trifft Sofortmassnahmen
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Hände mit einem Desinfektionsmittel waschen: Das ist eine der Sofortmassnahmen von Pro Senectute. (Bild: Adobe Stock)

Umgang mit Senioren und Mitarbeitern Corona-Virus: Pro Senectute trifft Sofortmassnahmen

2 min Lesezeit 3 Kommentare 26.02.2020, 17:00 Uhr

Vor allem älteren Menschen mit gesundheitlichen Problemen kann das Corona-Virus gefährlich werden. Pro Senectute Luzern reagiert darauf. Geschäftsleiter Ruedi Fahrni erklärt, wie seine Organisation ihre Klienten schützt.

Es gibt in diesen Tagen wohl einige Luzernerinnen und Luzerner, die sich um ältere Verwandte in ihren Familien Gedanken machen. Was heisst das für sie? Erst recht, wenn ihre Gesundheit angeschlagen ist?

Sich zu sorgen, sei der falsche Ratgeber, ist Ruedi Fahrni überzeugt und ergänzt: «Weil wir keine Mediziner sind, können wir nur raten: Wer sich unwohl fühlt, soll das Gespräch mit dem Hausarzt suchen oder sich mit der Hotline des Bundesamtes für Gesundheit in Verbindung setzen.»

Zweimal pro Tag werden Türgriffe desinfiziert

Doch auf die leichte Schulter nimmt man das Corona-Virus bei Pro Senectute nicht. An einer Kadersitzung sind am Mittwoch Sofortmassnahmen beschlossen worden.

«Wir müssen sicherstellen, dass der Mahlzeitendienst ohne Ausnahme funktioniert.»

Ruedi Fahrni, Pro-Senectute-Geschäftsführer des Kantons Luzern

Diese sehen laut Fahrni so aus:

  • Für die Kunden und die Mitarbeiter werden Desinfektionsmittel für die Hände zur Verfügung gestellt.
  • In den Toiletten hängen keine Handtücher mehr. Für das Abtrocknen der Hände stehen Papiertücher zur Verfügung.
  • Ein Anschlag in den Toiletten weist darauf hin, wie man sich die Hände richtig wäscht.
  • Der Reinigungsdienst ist angewiesen worden, zweimal täglich die Türgriffe zu desinfizieren.

Weitere Szenarien in Vorbereitung

Sollte sich eine Gefahrensituation durch das Corona-Virus ergeben, bereiten sich die Verantwortlichen auf weitere Massnahmen vor. Ruedi Fahrni zählt Beispiele auf: «Wir müssen sicherstellen, dass der Mahlzeitendienst ohne Ausnahme funktioniert. Schliesslich verteilen wir 90’000 Mahlzeiten pro Jahr an ältere Menschen, die darauf angewiesen sind.»

Zudem werde sichergestellt, dass die Mitarbeiter von Pro Senectute auch von zu Hause aus Zugriff zum Computersystem haben und Dienstleistungen erfüllen können.

Im Notfall werde auch die Sozialarbeit anders aufgestellt: «Statt Hausbesuchen würden wir die Beratung nur noch telefonisch ausführen. Wir wollen ja niemanden unserer Kunden anstecken.»

Die Verantwortlichen entwerfen laut Fahrni sogar Szenarien, was Pro Senectute mit ihrem Knowhow leisten könne, falls – wie in China – dereinst ganze Städte wegen des Corona-Virus abgeriegelt werden sollten.

Aber von solchen Massnahmen ist die Schweiz (siehe Factsheet des Kantons Luzern) nach aktuellem Stand noch weit entfernt.

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3 Kommentare
  1. Leu, 18.03.2020, 23:17 Uhr

    Interessant es geht also im Kanton Luzern. Ruft man in der Gemeinde im Kanton Zürich an und bittet um Hilfe, heisst es: wir können nicht helfen. Wir fühlen uns auch vom BAG im Stich gelassen. Sie müssen jetzt halt selber schauen. etc. Danke Pro Senectute.

  2. alice .Schärer-Gurini, 04.03.2020, 19:55 Uhr

    wir beziehen das Essen Momentan Krankheitshalber vom Altersheim!

    Frage kann man sich auch beim Essen Anstecken?

    1. Redaktion Christian Hug, 05.03.2020, 07:53 Uhr

      Das sagt die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit Ages dazu: Kann ich mich über Lebensmittel oder Wasser mit dem neuartigen Coronavirus infizieren? „Nein. Von Fleisch, Wurst, Eiern, Obst, Gemüse, Wasser usw. geht keine Gefahr durch das neuartige Coronavirus aus. Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass sich Menschen über herkömmliche Lebensmittel bzw. über Trinkwasser/Leitungswasser oder Oberflächenwasser mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Vom Genuss von rohem Fleisch oder Blut von Wildtieren wie Schlangen, Fledermäusen etc. wird aber dringend abgeraten.“ https://www.ages.at/themen/krankheitserreger/coronavirus/

      Das Bundesamt für Gesundheit nimmt hier jeweils zur aktuellen Situation Stellung: https://bag-coronavirus.ch/

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