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Fragezeichen bei Samichlaus, Musikschule und Co Corona-Verschärfungen: Wie sieht die Weihnachtszeit aus?

Muss der Samichlaus in Luzern dieses Jahr draussen bleiben? Der Bund will für die Weihnachtstage neue Massnahmen. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Was am Sonntag noch ein Gerücht war, ist nun Tatsache. Der Bund will bei den Massnahmen die Schraube anziehen. Die Zertifikatspflicht wird ausgeweitet, ebenso die Maskenpflicht. Was bedeutet dies für die Vorweihnachtszeit in Luzern? zentralplus hat beim Samichlaus und Co. nachgefragt.

Nach der ausserordentlichen Bundesratssitzung ist klar, die Massnahmen sollen verschärft werden. Bis Mittwochabend, 1. Dezember 2021, werden die Kantone, die Sozialpartner sowie zuständigen Parlamentskommissionen konsultiert. Was sich der Bundesrat wünscht? zentralplus hat es hier zusammengefasst.

Was bedeutet dies nun für die Weihnachtszeit? zentralplus hat nachgefragt.

Musikschule Luzern: Mit gutem Bauchgefühl vorwärts

In der Adventszeit plant die Musikschule Luzern mehrere Konzerte. Laut der Schule sind es jeweils Höhepunkte für die Schülerinnen, wenn sie vor Publikum auftreten können. Die «Tubas de Noël» sollen am 11. Dezember auf dem Kornmarkt spielen. Für den 14. Dezember ist das traditionelle Weihnachtssingen im Kultur und Kongresszentrum Luzern geplant. Ebenfalls plant die Schule Weihnachtskonzerte in den Stadtteilen Littau und Würzenbach.

Wie geht die Musikschule mit den angepassten Massnahmen um? Michael Giger, Abteilungsleiter der Musikschule sagt gegenüber zentralplus: «Unserer Veranstaltungen waren bis jetzt schon zertifikatspflichtig. Daher können wir so weiterfahren wie bis jetzt.»

Wenn nicht noch der grosse Hammer komme, hat Michael Giger ein gutes Gefühl: «Wahrscheinlich können wir einen grossen Teil der Auftritte durchführen. Das freut uns.»

Da schon am Freitag von der Maskenpflicht die Rede war, kommt die Verschärfung in diesem Bereich für die Schule nicht überraschend. «Wir gingen davon aus, dass die Maskenpflicht kommt und daher sind wir gut auf die Massnahme vorbereitet», meint Giger.

Sternsingen der Luzerner Spielleute: Die Hoffnung bleibt

«Magisch! Einfach schön!», solche Aussagen werden oft von Zeugen der gesanglichen Prozession geäussert. Dieses Jahr ziehen die Sternsinger der Luzerner Spielleute am 18. Dezember durch die Luzerner Altstadt. Die Lichter und der Gesang ziehen auf den Plätzen jeweils viele Leute an. Die Gruppe selbst zählt über 120 Personen.

Ab 300 Personen ist ein Anlass zertifikatspflichtig. Und da kommt ein Problem auf die Spielleute zu. «Es ist schwer abzuschätzen, ob wir unter 300 Personen pro Platz bleiben», meint Brun. Die Gruppe alleine zählt ja schon 129 Personen und auf den Plätzen ist ein kommen und gehen. «Dass müssen wir mit dem Kanton anschauen. Im Moment wollen wir noch nicht endgültig entscheiden, wir warten auf die definitive Verordnung.»

Ein Vorteil ist sicher, dass die Gruppe eingespielt ist. Co-Präsident Christoph Brun sagt gegenüber zentralplus: «Wir beginnen relativ spät mit den Proben und können daher noch gut reagieren.»

Samichlaus Kriens: Was machen, wenn plötzlich zu viele Personen im Raum stehen?

Einige Fragen stellen sich auch die Samichlausvereine. Wie geht der Samichlaus mit der Maskenpflicht um? Was passiert, wenn die Gruppe zu einer Familie mit zehn Personen geht? Wir haben beim Samichlaus in Kriens nachgefragt. Peter Fuchs ist der Präsident beim Samichlausverein der Krienser Pfarreien.

«Ein Chlaus mit Maske? Wir halten uns sicher an die Vorschriften. Aber wie dies umgesetzt würde? Das müssen wir noch im Vorstand entscheiden», meint Fuchs auf Anfrage. Schon vorgesorgt hat die Gruppe, falls eine Zertifikatspflicht kommt. «Wir sind alle zertifiziert, daher ist eine Zertifikatspflicht für uns kein Problem.»

Stellen wir uns nun diese Situation vor. Der Samichlaus besucht eine achtköpfige Familie. Wenn nun der Samichlaus zusammen mit Schmutzli und einem Diener die gute Wohnstube betritt, dann wird die Wohnung plötzlich zur zertifikatspflichtigen Zone. Denn auch bei privaten Treffen soll ab elf Personen die Zertifikatspflicht gelten. «Wir sind flexibel. Dann bleibt halt einer oder auch zwei der Gruppe vor der Türe, damit die Familien den Samichlaus begrüssen können», meint Peter Fuchs.

Sich jetzt schon gross Gedanken machen, will sich Peter Fuchs nicht. «Es kann sich ja bis Sonntag noch vieles ändern.»

Auf jeden Fall ändert sich anscheinend etwas nicht: Die Kinder und Familien in Kriens haben den Tag dick in der Agenda eingetragen.«Die Familien freuen sich rüüdig auf den Samichlaus. Wie wir den Besuch dann wirklich umsetzten können, das kann ich noch nicht sagen», sagt uns Peter Fuchs.

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