Corona-Mutation ist in Luzern auf dem Vormarsch
  • Gesellschaft
  • Medizin
Der Luzerner Kantonsarzt Roger Harstall. (Bild: zvg)

Virus ist schneller geworden Corona-Mutation ist in Luzern auf dem Vormarsch

2 min Lesezeit 7 Kommentare 25.01.2021, 18:13 Uhr

Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich auch im Kanton Luzern mutierte Varianten des Coronavirus ausbreiten. Für Kantonsarzt Roger Harstall ist nun vor allem eines gefragt: Tempo.

Im Kanton Luzern wurden bis am Montagmittag 14 Fälle einer Corona-Mutation festgestellt (zentralplus berichtete). Von vier Fällen ist bekannt, dass es sich um die britische Variante der Mutation handelt. «Die Gen-Sequenz der zehn weiteren Fälle wurde nicht vollständig aufgeschlüsselt», sagt Kantonsarzt Roger Harstall auf Anfrage von zentralplus.

Der Grund: «Ob es sich um die britische, die südafrikanische oder die brasilianische Variante handelt, ist zwar akademisch interessant, ändert aber nichts an den Massnahmen, die wir ergreifen.»

Mit höheren R-Werten ist zu rechnen

Mit Blick auf England und Dänemark rechnet Harstall mit zusätzlichen Fällen. Bei allen Varianten gehe man davon aus, dass sie «hochansteckend» seien. «Das heisst, dass sie im Falle einer grösseren Ausbreitung den R-Wert erhöhen werden», so Harstall. Das höhere Tempo, mit der sich die Varianten ausbreiten, verkürze auch die Reaktionszeit für Massnahmen.

Eine davon ist, dass Gesundheitsdirektor Guido Graf nun mehr Schnelltests für Risikopatienten in Heimen zur Verfügung stellen will. «Schnelltests erlauben einen schnellen Überblick über die epidemiologische Situation. Insbesondere können Infizierte ohne Symptome sehr schnell gefunden und die entsprechenden Massnahmen zeitnah eingeleitet werden», so Harstall. Während sie sofort Resultate liefern, handle man sich mit den PCR-Tests jeweils eine Verzögerung von rund 24 Stunden ein.

Schnelltests, um den Überblick zu gewinnen

Von den freiwilligen Schnelltests verspreche sich der Kanton deshalb, «im Sinne einer epidemiologischen Momentaufnahme schneller einen Überblick zu gewinnen und nötigenfalls auch schneller reagieren zu können.» Das Ziel: Die Geschwindigkeit drosseln. «Wir sind nie davon ausgegangen, dass wir verhindern können, dass sich die Mutationen auch bei uns ausbreiten werden.» Entsprechend habe man auch die Bereitschaft im Contact Tracing erhöht und sei vorbereitet.

Gleichzeitig ist laut Harstall nach heutigem Kenntnisstand davon auszugehen, dass der Krankheitsverlauf ähnlich ist wie bei der ursprünglichen Corona-Variante. «Auch die Impfstoffe wirken grundsätzlich», so Harstall. Dort allerdings beschreibt er die Situation momentan als «schwierig». Die Logistik sei bei der Beschaffung und der Verteilung sehr gefordert, was er unter anderem dem – weltweiten – «Impfwettbewerb» zuschreibt.

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

Dieser Artikel hat uns über 250 Franken gekostet. Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

7 Kommentare
  1. John, 26.01.2021, 13:07 Uhr

    Könnte Zentralplus bitte einmal nachfragen/recherchieren, wie gefährlich diese Mutation(en) eigentlich ist? Macht sie überhaupt krank? Darüber habe ich noch nirgends gelesen, weder hier noch einer anderen Zeitung oder im TV, und auch die Behörden lassen nichts verlauten. Nur immer, es verbreitet sich viel schneller, OMG jetzt ist es auch bei uns! Panik schüren, wohin man schaut. Dabei ist es eventuell nur eines der Milliarden Mikroorganismen, die uns sowieso bevölkern und ohne die wir sofort tot wären.

  2. Evelyne, 26.01.2021, 12:15 Uhr

    Herr R. Greter, wenn Sie den Artikel nicht informativ finden frage ich mich, wieso sie ihn gelesen haben. Bei den Schlagzeilen hätten Sie bereits den Rückzug blasen müssen, dann wären solche blöde Bemerkungen gar nicht nötig gewesen. 75% der Leserschaft finden den Artikel informativ.

  3. Rudolf, 26.01.2021, 05:31 Uhr

    Dieser Artikel ist informativ.

  4. Roli Greter, 25.01.2021, 20:36 Uhr

    Zitat zentralplus: „Dieser Artikel hat uns über 250 Franken gekostet.“

    Es hat euch niemand gezwungen unnütze Beiträge zu schreiben. Vielleicht versucht ihr mal etwas zum Thema zu schreiben was die Leute auch gerne lesen würden. Ausgeglichene Artikel zum Beispiel?

    1. Redaktion Redaktion zentralplus, 25.01.2021, 21:04 Uhr

      Geschätzter Herr Greter, wir freuen uns auf Artikelvorschläge an [email protected]. Wir sind sicher, dass Sie viele Inputs zu regionalen Themen haben werden, die unsere Leserinnen und Leser interessieren.

    2. Raymond, 25.01.2021, 22:13 Uhr

      Herr Greter schliessen Sie doch nicht von sich auf andere. ICH fand den Artikel interessant. Warum kommentieren und lesen Sie hier eigentlich, wenn es Ihnen nicht passt? Auf Meckerfritzen wie Sie kann man gut verzichten.

    3. Sandra Klein, 25.01.2021, 23:40 Uhr

      Es spricht für die Transparenz von zentralplus, dass solche Kommentare veröffentlicht werden. So kann frau sich selbst ein Bild über andere machen.

Die zentralplus Redaktion wünscht Dir einen schönen Tag!

Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.