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Krise hat der Rasenqualität auf der Allmend gut getan
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Ein Mitarbeiter der Stadtgärtnerei «hegt und pflegt» den Fussballplatz des Leichtathletikstadions auf der Luzerner Allmend. (Bild: ain)

Viel Zeit für die «Hege und Pflege» Krise hat der Rasenqualität auf der Allmend gut getan

3 min Lesezeit 03.06.2020, 11:30 Uhr

Während gut zwei Monaten setzte kein Sportler einen Fuss auf die Plätze der Luzerner Allmend – wegen der Restriktionen im Kampf gegen die Eindämmung des Corona-Virus. Deshalb sind die Fussball-Felder so gut in Schuss wie schon lange nicht mehr.

Spätestens ab nächstem Samstag dürfen auch wieder alle Hobby-Kicker und Nachwuchstalente ihrer Leidenschaft nachgehen. Die Profis des FC Luzern sind schon am 18. Mai ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.

Auf Platz 6, hinter den Hochhäusern auf der Allmend und gleich neben dem Leichtathletik-Stadion, absolvieren sie zumeist ihre Einheiten. Schliesslich geht es am dritten Juni-Wochenende wieder los mit der Meisterschaft (zentralplus berichtete).

Die mit der Corona-Krise verbundene Zwangspause für Schweizer Sportler, der sämtliche Trainings und Wettkämpfe zum Opfer fielen, hat der Qualität der Fussball-Plätze auf der Allmend gut getan. Für geraume Zeit wurden sie nicht durch Menschen und garstiges Wetter in Mitleidenschaft gezogen. Stattdessen bekam die mit der «Hege und Pflege» beauftragte Stadtgärtnerei Luzern unverhofft Zeit und Musse, das Beste herauszuholen, was noch drinliegt.

Mangelnde Qualität sorgte für rote Köpfe

Denn die Qualität der verschiedenen Fussball-Felder auf der Luzerner Allmend sorgte immer wieder für rote Köpfe. Der letzte in einer Reihe von Trainern des FC Luzern, der sich über den Zustand des Geläufs aufregte, war der im Februar 2019 gefeuerte René Weiler. In seine Zeit fiel übrigens der Austausch des Rasens in der Swissporarena, der seit der Eröffnung im Jahr 2011 zum ersten Mal ersetzt worden war. Nach etwas mehr als sieben Meisterschaften hatte der «Acker» ausgedient.

Anfang Oktober 2018 wurde das neue Grün in der Swissporarena ausgerollt. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Die derzeitigen FCL-Verantwortlichen wollen nichts davon wissen, jemals die Qualität der Arbeit der Luzerner Stadtgärtnerei angezweifelt oder gar kritisiert zu haben. Stattdessen heisst es von offizieller Klubseite: «Das war jeweils die Meinung des damals verantwortlichen Trainers und hat nichts mit unserer Sichtweise zu tun.»

Es ist nun wirklich nicht die Zeit, um negative Energien zu wecken. Die Bewältigung der Corona-Krise verlangt die Solidarität aller – erst recht beim FC Luzern. Darum hält Daniel Böbner, der verantwortliche Stadion-Manager, fest: «Da sich die verschiedenen Fussball-Felder auf der Luzerner Allmend in den letzten zwei Monaten ausruhen konnten, sind die Felder in einem einwandfreien Zustand.»

FCL-Trainingsplatz braucht mehr Aufmerksamkeit

Aber wie beurteilen die Verantwortlichen der Luzerner Stadtgärtnerei ihre frühere und aktuelle Arbeit auf den Fussball-Feldern auf der Allmend? Eine Anfrage von zentralplus für ein Gespräch lehnte Martin Stadelmann, Leiter der Aussensportanlagen des Kantons Luzern, ab und verwies auf FCL-Stadionmanager Daniel Böbner als Auskunftsperson.

«Die Trainingsrasen auf der Allmend werden mittelfristig ausgetauscht.»

FCL-Stadionmanager Daniel Böbner

Angesprochen auf die Trainingsbedingungen der Luzerner Profis, sagte dieser: «Es ist völlig normal, dass insbesondere Platz 6 – auf dem unsere Profis zweimal am Tag trainieren – mehr Aufmerksamkeit benötigt, um weiterhin in einem einwandfreien Zustand zu bleiben.»

Klar ist: Die schrittweise Annäherung an die Normalität nach dem Corona-Schock wird es der Luzerner Stadtgärtnerei erschweren, die Qualität der Fussball-Felder wegen der wieder intensiver werdenden Benutzung auf einem guten Niveau zu halten.

Darum stellt Böbner in Aussicht: «Die Trainingsrasen auf der Allmend werden mittelfristig ausgetauscht. Wann dies genau geschehen wird, ist aber noch Gegenstand von Abklärungen.»

Sicher ist: Wenn das in Angriff genommen wird, ist die Corona-Krise nur noch eine ferne Erinnerung.

Mitarbeit: Andreas Ineichen

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