Corona-Impfung: Zug soll Produktion in die Hand nehmen
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Der Kanton Zug soll also in eine eigene Impfproduktion investieren. (Symbolbild: Mufid Majnun/Unsplash)

Investition in eine eigene Impfproduktion Corona-Impfung: Zug soll Produktion in die Hand nehmen

2 min Lesezeit 16.04.2021, 13:57 Uhr

Bis alle Impfwilligen der 8 Milliarden zählenden Weltbevölkerung geimpft werden können, werden wohl noch Jahre vergehen, befürchten drei Zuger CVP-Kantonsräte. Sie fordern, dass der Kanton Zug in eine eigene Impfproduktion investieren soll – und reichten einen entsprechenden Vorstoss ein.

Die drei Zuger CVP-Kantonsräte Thomas Meierhans, Laura Dittli und Peter Rust fordern den Regierungsrat auf, «sofort» Verhandlungen mit Produzenten von Corona-Impfstoffen aufzunehmen, damit der Kanton Zug als öffentliche Hand zusammen mit der Privatwirtschaft in eine zusätzliche Impfproduktion investieren kann. Dabei seien Produzenten von mRNA-Impfungen zu bevorzugen. Dem Kantonsrat sollen so rasch als möglich Angebote und ein dazugehöriger Investitionskredit zur Genehmigung vorgelegt werden, wie es im entsprechenden Vorstoss heisst.

Die CVP-Kantonsparlamentarier befürchten, dass wohl noch Jahre vergehen, bis alle Impfwilligen der 8 Milliarden zählenden Weltbevölkerung geimpft werden können. «Die weltweite Produktion kann die Nachfrage nicht decken. Dies führt dazu, dass sich die USA und die EU bereits überlegt, im eigenen Land produzierten Impfstoffe zurückzuhalten und damit ihre Bevölkerung zu bevorzugen.»

Da der Bund nicht gewillt sei, zusammen mit Privaten die Impfproduktion in der Schweiz auszubauen, müsse der Kanton Zug als wichtiger Standort der Pharmaindustrie die Produktion selbst an die Hand nehmen. Damit wollen die Motionäre nicht, dass der Kanton Zug selbst Impfstoff herstellt. «Sondern wie wir es gewohnt sind, partnerschaftlich mit der Privatwirtschaft zusammenarbeitet.»

Der Kanton Zug soll also in eine eigene Impfproduktion investieren. So könne der Kanton einen wichtigen Beitrag leisten, die Pandemie besser in den Griff zu bekommen. Als Erstes stünde Impfstoff für die Bevölkerung des Kantons Zug und zweitens für die ganze Schweiz zur Verfügung. Später könnten weitere Länder mit Impfstoff beliefert werden, heisst es im Vorstoss weiter. Denn vor allem in ärmeren Ländern grassiert das Virus am schlimmsten und birgt das Risiko von Virus-Mutationen in sich.

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