Corona bringt der Luzerner Justiz einen Digitalisierungs-Schub
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Einer der heutigen Standorte des Kantonsgericht Luzern ist am Hirschengraben. (Bild: zvg)

Effizient trotz Homeoffice Corona bringt der Luzerner Justiz einen Digitalisierungs-Schub

2 min Lesezeit 23.03.2021, 08:30 Uhr

Am Kantonsgericht Luzern konnten letztes Jahr erstmals mehr Straffälle erledigt werden als eingingen. Die grosse Herausforderung war für die Gerichte der Wechsel ins Homeoffice.

Der Lockdown im Frühling 2020 hat zu tieferen Fallzahlen bei den Schlichtungsbehörden und den erstinstanzlichen Gerichten geführt. Das könnte sich – zeitlich verzögert – auch beim Kantonsgericht bemerkbar machen. Allerdings blieben letztes Jahr 95,7 Prozent der erstinstanzlichen Entscheide unangefochten. Insgesamt 2’224 Fälle hat das Kantonsgericht im Jahr 2020 erledigen können, der Pendenzenberg konnte so um 9,2 Prozent gesenkt werden

Seit März letzten Jahres arbeiteten viele Mitarbeiterinnen der Luzerner Justiz im Homeoffice. «Dieser Wechsel konnte mit zahlreichen Digitalisierungsschritte unterstützt werden», wie es in einer Medienmitteilung heisst. Konkret: den erweiterten Zugang zu juristischen Datenbanken, die Telefonie über Skype und die Übernahme digitaler Akten von Vorinstanzen des Kantonsgerichts. Teils seien zudem Verhandlungen des Kantonsgerichts in andere Gerichtssäle gestreamt worden.

Ein Votum für den Standort an der Reuss

«Die Covid-19-Pandemie hat gezeigt, dass digitale Werkzeuge die Arbeit erleichtern, den persönlichen Austausch jedoch nicht ersetzen können», heisst es in der Mitteilung weiter. Für die Erfüllung der Aufgaben der Justiz bleibe die Präsenz und die Arbeit vor Ort unverzichtbar.

Kantonsgerichtspräsident Andreas Galli schlägt damit einen Bogen zur Standortdiskussion der Luzerner Gerichte: «Das Projekt Gerichtsmeile stellt sicher, dass die Luzerner Gerichte im öffentlichen Leben sichtbar bleiben und ihre Aufgaben in einer digitalisierten Welt unabhängig, kompetent und sicher erfüllen können», wird er in der Mitteilung zitiert.

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