Contact Tracing: Zug beendet Zusammenarbeit mit Lungenliga vorläufig
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Gesundheitsdirektor Martin Pfister setzt momentan lieber auf interne Fachkräfte. (Bild: uus)

Kanton setzt auf interne Fachkräfte Contact Tracing: Zug beendet Zusammenarbeit mit Lungenliga vorläufig

2 min Lesezeit 23.10.2020, 07:51 Uhr

Weil die Lungenliga mit dem Contact Tracing überlastet sei, verzichtet der Kanton Zug vorläufig auf eine Zusammenarbeit und stockt stattdessen intern auf.

Das überlastete Contact Tracing im Kanton Zug gab in den letzten Wochen zu reden. Stein des Anstosses war vor allem die Verfügbarkeit der Lungenliga, die nur an sechs Tagen pro Woche arbeitete – was zu Verzögerungen beim Contact Tracing führte. Daraufhin gelobte die Gesundheitsdirektion Besserung (zentralplus berichtete).

Seit rund zwei Wochen verzichtet der Kanton Zug nun auf die Hilfe der Lungenliga – zumindest beim Contact Tracing. Neu dafür zuständig sind nun Mitarbeiter des Kantons, wie die «Luzerner Zeitung» schreibt. Zusätzlich wolle man auch auf die Unterstützung des Zivilschutzes setzen.

1400 Stellenprozente im Einsatz

Wie Aurel Köpfli, Mediensprecher der Zuger Gesundheitsdirektion, der Zeitung erklärte, habe man intern Ärzte, Fachleute und Personen aus dem Gesundheitsbereich für das Contact Tracing geschult. Derzeit sei man daran, den Ausbau voranzutreiben – aktuell habe man 1400 Stellenprozente, die fürs Contact Tracing im Einsatz stehen.

Doch warum hat man die Zusammenarbeit mit der Lungenliga eingestellt? «Wir haben festgestellt, dass die Lungenliga mit der Situation überfordert war», wird der Zuger Gesundheitsdirektor Martin Pfister zitiert. Dies vor allem, weil die Lungenliga seit Frühling auch noch für weitere Zentralschweizer Kantone zuständig sei. Ganz vom Tisch ist die Zusammenarbeit mit der Lungenliga aber nicht. Man gebe der Organisation Zeit, sich neu zu strukturieren. «Die bewährte Zusammenarbeit mit der Lungenliga wird weitergeführt, hoffentlich bald auch wieder beim Contact-Tracing für Coronabetroffene», heisst es weiter.

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