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CO2-neutrale Busse: Kosten sollen nicht bei Kunden landen
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Die E-Busse kurven durch Zug. (Bild: zvg)

Zuger CVP reicht Motion ein CO2-neutrale Busse: Kosten sollen nicht bei Kunden landen

2 min Lesezeit 11.12.2019, 18:12 Uhr

Die Zuger CVP nimmt mittels Einreichung einer Motion den Regierungsrat in die Pflicht. Dieser soll das Gesetz über den öffentlichen Verkehr so ändern, dass die Transportunternehmen unterstützt werden.

Seit November nutzt die ZVB einen Elektrobus im Liniendienst. Ein weiterer Schritt soll die Elektrifizierung einer ganzen ZVB-Linie sein. In groben Zügen haben die Zugerland Verkehrsbetriebe festgelegt, wie das grosse Ziel eines CO2 neutrale Linienbetriebs bis im Jahr 2035 Tatsache werden soll.

Die Zuger CVP hat mit der Einreichung einer Motion nun darauf reagiert. Der Zuger Regierungsrat wird dabei beauftragt, das Gesetz über den öffentlichen Verkehr zu ändern. Der Kanton soll die Transportunternehmen unterstützen, da die Investitionen in neue, CO2-neutrale Busse und deren Lade- oder Tankinfrastruktur den Betriebsaufwand der ZVB zusätzlich belasten, so die CVP.

Kosten soll gedeckt werden

Nach gültigem Gesetz über den öffentlichen Verkehr muss der öffentliche Verkehr im Kanton Zug mit den Billett-Einnahmen einen Deckungsbeitrag von 40 Prozent erreichen. Steigen mit den zukunftsgerichteten Investitionen die Kosten, müssten diese mit höheren Billett-Einnahmen gedeckt werden. Dies soll durch eine Anpassung des Gesetzes über den öffentlichen Verkehr verhindert werden.

In den nächsten 20 Jahren soll der Kanton die zusätzlichen Aufwendungen für einen CO2 neutralen Antrieb im Vergleich mit einem konventionellen Antrieb ausserhalb des Deckungsbeitrages durch öffentliche Mittel vergüten, so die Forderung. Damit werde verhindert, dass die Fahrpreise in Folge der CO2-Neutralität erhöht werden oder andere geeignete Massnahmen zur Erreichung des Kostendeckungsgrades von 40 Prozent ergriffen werden müssten.

«Die Anschaffung von zukunftsgerichteten Fahrzeugen und der dazugehörigen Infrastruktur sind von grosser Bedeutung. Das Vorhaben soll deshalb keinesfalls an den Investitionskosten scheitern oder die Mehrkosten auf die Bevölkerung abgewälzt werden. Wir wollen deshalb eine Anpassung im entsprechenden Gesetz, so dass die Umsetzung rasch und ohne Zusatzkosten für die Bevölkerung in Angriff genommen werden kann» so Fraktionschef Thomas Meierhans zum Vorstoss.

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