Christoph Blocher kauft «Luzerner Rundschau» und «Zuger Woche»
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Die geschürzten Lippen, der gewichtige Habitus: Blocher liefert die Show, die man sich im Publikum erwünscht hatte. (Bild: fam)

BaZ Holding kauft Zehnder-Verlag auf Christoph Blocher kauft «Luzerner Rundschau» und «Zuger Woche»

2 min Lesezeit 16.08.2017, 12:24 Uhr

Die Gratis-Wochenzeitungen «Luzerner Rundschau» und «Zuger Woche» werden von der BaZ Holding AG übernommen. Das Unternehmen, bei dem alt-Bundesrat Christoph Blocher als Stratege agiert, kauft den Zehnder-Medienverlag auf.

Die BaZ Holding AG, wo alt-Bundesrat Christoph Blocher als «Verantwortlicher Strategie» wirkt, kauft rückwirkend per 1. Januar 2017 die Zehnder Regiomedia AG von Andreas und Jacqueline Zehnder und die Zuger Woche AG von Rolf Peter und Trudy Zehnder. Dazu gehören insgesamt 25 Medientitel. Die Familie Zehnder tritt aus dem Verlag aus, der neue CEO der Zehnder wird Rolf Bollmann.

Der Zehnder Verlag verfügt über 11 Büros in 16 Regionen der Schweiz, unter anderem auch in der Zentralschweiz. Das Geschäftsmodell beruht auf Gratis-Wochenzeitungen. Die «Luzerner Rundschau» hat eine Auflage von 63’280 Exemplaren, die «Zuger Woche» deren 49’118.

Die Übernahme des Verlags geschieht zu 100 Prozent. Die BaZ Holding schreibt, man sei «überzeugt, dass in einer Zeit des rasanten Medienwandels Zeitungen, die gut gemacht seien, mit Fokus auf das lokale Geschehen und Schaffen auch in Zukunft einem Bedürfnis entsprechen». Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

CEO will eine Million Leser

Im Interview mit «persoenlich.com» verrät Neo-CEO Rolf Bollmann, wie es mit dem Verlag weitergeht. Über ein Jahr sei man mit Familie Zehnder zwecks Übernahme in Kontakt gewesen. Die elf Aussenbüros und die 200 Mitarbeiter werden behalten, Bollmann kündigt gar einen möglichen Zuwachs an. Der Druckauftrag bleibt bei Tamedia. Die Themen sollen regional bleiben, nationale Politik werde «keine oder eine untergeordnete Rolle spielen», so Bollmann.

Das Ziel Bollmanns ist es, die Leserschaft auf eine Million zu erhöhen. Dafür wird das Layout angepasst und wenn nötig journalistisch ausgebaut, so Bollmann. In Sachen Controlling würden Synergien mit der BaZ geprüft.

Im Verlaufe des Tages folgt ein ausführlicher Bericht.

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