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Chinesen und Inder erobern Zug

2 min Lesezeit 03.05.2014, 08:57 Uhr

Die Logiernächte im Kanton Zug nahmen im letzten Jahr wieder zu. Verantwortlich dafür sind neue Gäste aus China und Indien (zentral+ berichtete). Die Zuger Hotellerie wittert nun weiteres Wachstumspotenzial, obwohl der Massentourismus nicht im Interesse von Zug Tourismus liegt.  

Wenn Reisegruppen aus China und Indien die Schweiz bereisen, dann heissen ihre Destinationen vor allem Interlaken, Engelberg, Luzern und Zürich. Wenn sie bisher überhaupt etwas von Zug wahrgenommen haben, dann höchstens auf der Durchfahrt auf der Autobahn. Dies hat sich im letzten Jahr geändert.

Gewisse Hotels der Region haben damit begonnen, mit asiatischen Gruppen zu arbeiten und damit Luzern Konkurrenz machen. Das Dreisterne-Hotel Arcade in Sins im Reusstal hat damit angefangen, jetzt schwappe der Trend langsam auf andere Hotels über, erklärt Urs Raschle. «Wir sind plötzlich in den Radar von internationalen Reisegruppen geraten. Sie weichen teilweise nach Zug aus, weil sie das noch nicht kennen.»

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Zug will keinen Massentourismus

Wenn man Urs Raschle, Geschäftsführer von Zug Tourismus, zuhört, dann öffnet sich in diesem Bereich ein Geschäftsfeld, das durchaus zumindest für einen Teil der Zuger Hotellerie weiteres Wachstumspotenzial birgt, berichtet die «Neue Zuger Zeitung» heute. 

Diese Tendenz widerspricht jedoch den eigentlichen Zielen von Zug Tourismus. «Wir wollen keinen Massentourismus», sagte Urs Raschle gegenüber zentral+. Langfristig wünsche er sich, dass man von Zug als nachhaltiger Tourismusregion rede, in der Wertschöpfung für alle Beteiligten entsteht. «Der Hotelier bringt auch dem Metzger, dem Bäcker und den Restaurants Umsatz.» Man wolle deshalb vor allem anspruchsvolle und qualitätsbewusste Gäste ansprechen.

Rückgang anderer Bevölkerungsgruppen

Die Kehrseite der Medaille: Im 2013 blieben Engländer (minus 20 Prozent) und Deutsche (minus 5 Prozent) Zug fern. Die genauen Gründe für diesen Rückgang kennt Urs Raschle nicht. Er kann sich aber auch vorstellen, dass verschiedene Firmen nicht mehr in Zug sind.

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