Chamer Zivilschutzanlage schliesst als Asylunterkunft

2 min Lesezeit 04.02.2016, 12:15 Uhr

Der temporäre Betrieb der Chamer Zivilschutzanlage Schluecht als Asylunterkunft wird beendet. Dies, nachdem Ende Februar 2016 der sechsmonatige Mietvertrag zwischen Kanton und Gemeinde abläuft. Doch dass die Anlage wieder in Betrieb genommen wird, ist nicht auszuschliessen.

Die steigende Zahl von Asylsuchenden hat die Zuger Regierung veranlasst, die Zivilschutzanlage Schluecht in Cham zwischen September 2015 und Februar 2016 als Asylunterkunft zu nutzen (zentral+ berichtete). Damit reagierte der Kanton Zug auf Weisungen des Bundes, die Aufnahmebereitschaft zu sichern. Weil inzwischen im Kanton geeignete oberirdische Kapazitäten geschaffen werden konnten, kann zum heutigen Zeitpunkt auf eine Vertragsverlängerung verzichtet und die Zivilschutzanlage ab März 2016 in die Reserveplanung überführt werden. Das heisst: Die Anlage kann bei erneut stark steigendem Zuwachs von Asylsuchenden innert kürzester Zeit wieder für die Unterbringung von Flüchtlingen dienen. Darauf haben sich der Kanton Zug und die Gemeinde Cham geeinigt.  

Keine Zwischenfälle

Die Aufsicht und Betreuung der Asylsuchenden in der Zivilschutzanlage Schluecht erfolgte durch das kantonale Sozialamt. Es hat zusammen mit der Zuger Polizei, dem Amt für Zivilschutz und Militär, der Gemeinde Cham, der Feuerwehr Cham und dem Rettungsdienst das Betriebskonzept ausgearbeitet. Dieses hat sich bewährt. Der sechsmonatige Betrieb verlief gemäss Auskunft von Zuger Polizei und Sozialamt ohne Zwischenfälle.

Nach einer öffentlichen Informationsveranstaltung von Kanton und Gemeinde im Herbst 2015 haben sich viele Chamer bereit erklärt, Freiwilligenarbeit für die Asylsuchenden in der Schluecht zu leisten. Die Gemeinwesenarbeit Cham (GWA) koordinierte dieses Engagement, woraus das Netzwerk Asyl entstanden ist.

Die Freiwilligen engagierten sich in der Freizeitgestaltung wie beispielsweise beim gemeinsamen Kochen, Gestalten und Fussballspielen. Die Angebote wurden von den Asylsuchenden rege genutzt. Ziel ist es deshalb, für die auf Chamer Boden gut 100 verbleibenden Asylsuchenden weiterhin Freizeitaktivitäten anbieten zu können.

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