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«Central» und «Sunshine» bauen Stellen ab
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Die Zentralschweizer Radios Central und Sunshine konzentrieren sich auf die Standorte Rotkreuz und Luzern. (Bild: hch)

Umwälzungen bei Lokalmedium «Central» und «Sunshine» bauen Stellen ab

2 min Lesezeit 01.05.2014, 15:03 Uhr

Das Studio in Brunnen wird aufgegeben und die fusionierten Zentralschweizer Radios «Central» und «Sunshine» konzentrieren sich auf den Standort Rotkreuz. Trotz steigender Hörerzahlen sollen Stellen abgebaut werden.

Nur noch zwei statt drei Standorte: Die Geschäftsleitung und der Verwaltungsrat von Radio Central und Radio Sunshine haben entschieden, die Studio-, Verkaufs- und Verwaltungsräumlichkeiten schrittweise zu konzentrieren. Der Schwerpunkt wird dabei in Rotkreuz liegen. Der Standort in Brunnen wird aufgegeben, heisst es in der Medienmitteilung. Grund dafür sei ein erhöhter Investitionsbedarf, sagt Alfons Spirig, Programm- und Geschäftsleiter. Die seit sieben Jahren in Luzern belegten Räumlichkeiten werden weiter genutzt. Regelmässige neue Talks sollen aus dem Studio Luzern ausgestrahlt werden.

Durch die räumliche Konzentration werden gleichzeitig Stellen abgebaut. «Wir werden niemanden entlassen», sagt Spirig gegenüber zentral+. Einen Teil der Abgänge können die beiden Radiosender schon verzeichnen. Dies betrifft den Marketingleiter, die Moderationsleiterin, eine Co-Redaktionsleiterin und eine Volontärin bei Radio Sunhsine. «Die bestimmte Zahl der Abgänge sollte relativ klein sein und durch natürliche Abgänge kompensiert werden», sagt Spirig.

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Keine finanziellen Probleme

Zusammen über 340'000 Hörer

Die beiden Zentralschweizer Radios fusionierten im Herbst 2012. Seither sind die Hörerzahlen beider Sender weiter gestiegen. Radio Central erreicht täglich rund 220'000 Hörer und ist damit laut Mitteilung mit Abstand das grösste Regionalradio der Zentralschweiz. Radio Sunshine erreicht rund 125'000 Hörer. Beide Radios beschäftigen momentan rund 45 festangestellte Mitarbeiter.

Vor finanziellen Problemen stünden die beiden Sender aber nicht, betont Spirig. «Wir schauen in die Zukunft und darauf, dass die Kosten tief gehalten werden.» Die Hörerzahlen seien zwar gestiegen (siehe Infobox), «das heisst aber nicht, dass gestiegene Hörerzahlen sich automatisch in Werbespots ummünzen lassen», so Spirig.

Die Radios Sunshine und Central sollen unter Einbezug von Synergien (zum Beispiel gemeinsame Buchhaltung und Wartung der Technik) weiter eigenständige Vollprogramme ausstrahlen, mit unterschiedlichen Zielgruppen, Redaktionen und Musikstilen. Radio Sunshine soll weiterhin eine klare Alternative zu Central sein, mit jüngerer Musik und News sowie redaktionellem Fokus auf Zug und Luzern, aber auch das restliche Konzessionsgebiet.

Rotkreuz liege zentral in der Innerschweiz und verfüge über die neusten Studioräumlichkeiten, begründen die beiden Radios die Wahl des Schwerpunktes. Die Studioräumlichkeiten in Brunnen seien im Gegensatz überaltert und dazu keine Raumreserven vorhanden. Damit in Rotkreuz allen Sunshine- und Central-Mitarbeitern optimale Arbeitsplätze auf dem neusten Stand der Technik geboten werden könnten, seien erhebliche Investitionen nötig. Die Detailplanung werde in den nächsten Wochen und Monaten erfolgen, heisst es weiter.

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