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Campus Horw: Architekten und Kanton einigen sich
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Die Hochschule Luzern – Technik & Architektur in Horw, wie sie heute aussieht. (Bild: zvg)

Projektwettbewerb wird neu aufgegleist Campus Horw: Architekten und Kanton einigen sich

2 min Lesezeit 1 Kommentar 11.07.2019, 10:53 Uhr

Für den geplanten neuen Riesen-Campus in Horw legten Architekten Beschwerde ein: Sie kritisieren das gewählte Verfahren. Nun haben sie sich offenbar mit dem Kanton aussergerichtlich geeinigt.

Seit der Kanton Luzern den Auftrag für den erweiterten Campus Horw ausgeschrieben hat, gibt’s Widerstand: Die zwei Berufsverbände Bund Schweizer Architekten (BSA Zentralschweiz) und der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein (SIA) haben beim Kantonsgericht Beschwerde gegen das Wettbewerbsverfahren eingereicht. Zudem kritisieren über 160 junge Architekten, dass sie im Verfahren ausgeschlossen werden (zentralplus berichtete).

Nun wurde eine aussergerichtliche Einigung erzielt, wie die «Luzerner Zeitung» schreibt. Der Kanton wie auch die Verbände hätten einem Kompromiss zugestimmt und das Verfahren werde neu aufgegleist. Der Kompromiss müsse noch vom Kantonsgericht und dem Regierungsrat abgesegnet werden.

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Die Einigung wurde gegenüber zentralplus bestätigt. Die Beteiligten wollen in den nächsten Tagen detaillierter über die Einigung informieren. Beim Kantonsgericht wurde die Beschwerde bis jetzt noch nicht zurückgezogen, heisst es auf Anfrage.

300-Millionen-Projekt

Der Campus Horw für über 300 Millionen Franken ausgebaut werden, dereinst sollen dort über 4000 Studenten und 800 Mitarbeiter unterkommen. Die Architekten kritisieren das einstufige, nicht-anonyme Verfahren, das der Grösse des Projekts nicht gerecht werde. Sie fordern anstelle vier bis fünf Teams – wie vom Kanton ursprünglich vorgesehen – einen offenen Generalplanerwettbewerb.

Der Kompromiss sieht laut LZ so aus: Aus sämtlichen Bewerbern sollen neu 20 Generalplanerteams ausgesucht werden, die am anonymen Projektwettbewerb teilnehmen können. Aus diesen werden wiederum drei auserkoren, die in den Dialog mit der Jury treten . Letztlich erhält ein Team für die Ausarbeitung den Zuschlag von der Jury.

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1 Kommentare
  1. Kasimir Pfyffer, 11.07.2019, 14:32 Uhr

    Aha. Und auf einmal ist der Kanton fähig, ein wichtiges Projekt richtig auszuschreiben. Handelte es sich beim “Grind abe, niemertem zuelose und druflos plane”-Pseudowettbewerb eigentlich um eine Altlast aus der Ära Robert Küng?