Café-Office: Hier schlummern in Zug gute Arbeitsplätze
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Je nach Job kann auch ein Café zum Büro werden. (Bild: zvg Adobe Stock)

Alternativen zu Homeoffice und Büro Café-Office: Hier schlummern in Zug gute Arbeitsplätze

5 min Lesezeit 12.06.2020, 05:00 Uhr

Während des Lockdowns haben viele Zugerinnen herausgefunden, dass man den Job auch ausserhalb des Büros gut – vielleicht sogar besser – machen kann. Solltest du mittlerweile aber unter Homeoffice-Koller leiden, haben wir hier einige wunderbare Alternativen.

Homeoffice dürfte für viele Arbeitstätige die Entdeckung des Jahres sein. Keine Pendelei, in Ruhe arbeiten, dem eigenen Arbeitsrhythmus nachgehen. Ein Modell, das von vielen wohl auch in Zukunft genutzt wird.

Doch nicht immer ist man zuhause gleich motiviert. Die Abwaschmaschine dröhnt und kündigt kläglich piepsend an, dass sie doch bitte geleert werden möchte. Der Nachbar singt mitten am Nachmittag Karaoke. Die Beine sind zappelig, weil man sich noch kaum bewegt hat.

Warum also nicht einfach ab und zu auswärts arbeiten? Im Kanton Zug gibt es einige Orte, die sich prima als Alternative eignen. Je nachdem, was das Arbeiterherz benötigt.

Ich brauch Sonne während der Arbeit

Für Menschen, die zuhause nicht ackern können, weil ihnen die Sonne viel zu freundlich ins Fenster scheint, gibt’s zwei Varianten. Entweder, man schliesst alle Läden und macht sich vor, dass es draussen regnet. Oder aber, man begibt sich ins Outdoor-Office.

Das Restaurant Freimann in Zug nahe der Lorze eignet sich formidabel, um an der frischen Luft zu arbeiten. Die Gartenwirtschaft ist gross, man sitzt unter schattenspendenden Bäumen. Die alte Wirtschaft öffnet bereits um 9 Uhr und ist durchgehend bis Mitternacht offen.

Gerade wenn man kein Internet braucht, eignet sich die Gartenbeiz als Arbeitsort. Ausserdem wird man mittags und abends mit währschaften Menüs verpflegt.

Der Nachteil: Es besteht die Gefahr, dass man ins Gespräch kommt mit pausierenden Wanderern oder gutgelaunten Stammgästen und sich plötzlich beim dritten Bier wiederfindet.

In der Gartenbeiz des Restaurants Höllgrotten lässt sich die Arbeit gut mit der Natur verbinden. Unter der Woche findet man leicht Platz unter der Pergola, perfekt, um ein paar Stunden rauszukommen.

Bonuspunkte gibt’s für die Bewegung: Mit dem Velo ist man von Baar aus in 15 Minuten im Tobel.

Nicht schlecht, die Aussicht von der Gartenwirtschaft Höllgrotten.

Obacht: Wer auf Internet angewiesen ist, wird unverrichteter Dinge wieder in die Zivilisation zurückkehren. Der Empfang bei den Höllgrotten ist je nach Anbieter mies bis nicht existent.

Zwei Fliegen mit einer Klappe werden bald im «Freiruum» getroffen. In diesem Moment bauen die Verantwortlichen an einer Terrasse vor der Zwischennutzung. Ideal, um an der frischen Luft zu arbeiten und dennoch vom WLAN zu profitieren.

Ich brauch Bewegung neben der Arbeit!

Auch hierfür eignet sich der Zuger «Freiruum» hervorragend. Die Boulderhalle ist nur einen Steinwurf vom Co-Working-Space entfernt, ebenso die Trampolinlandschaft. Ideal für eine Hüpf- oder Kletterlektion zwischen den Arbeitsschichten.

Zum Arbeiten stellt der «Freiruum WLAN und Steckdosen zur Verfügung. Für Snacks und Kaffee ist naturgemäss gesorgt, sitzt man doch quasi in der Markthalle beim Arbeiten.

Das Manko: Wer zum Arbeiten Stille braucht, könnte es schwer haben. Immer mal wieder werden an den Tischen Workshops durchgeführt, da und dort schreit mal ein Kind.

In einer Zeit, in der die meisten den öffentlichen Verkehr meiden, erhält das Velo eine ganz neue Bedeutung und ist ein ideales Transportmittel, auch für den selbstgewählten Arbeitsweg.

Etwa ins Restaurant Albero, welches zum Golfplatz Holzhäusern gehört. Von den drei Gastrolokalen ist es das Unkomplizierteste und Günstigste. Hier, in der eher anonymen Atmosphäre, lässt es sich gut arbeiten. Nach getaner Büez wird man mit einer netten Velofahrt nach Hause belohnt. Vom Golfclub bis nach Zug braucht man ungefähr 40 Minuten. Ausser man entscheidet sich, den Zugersee zu umrunden, wofür man von Holzhäusern bis Zug ungefähr 90 Minuten braucht. Dafür kann man sich das Fitnesscenter am Abend schenken.

Ich brauch guten Kaffee zum Arbeiten

Wer’s nicht ohne ein paar schöne Tassen Kaffee durch den Arbeitstag schafft, hat in Zug mehrere Möglichkeiten. Ungestört arbeiten kann man beispielsweise im Café Zumbach an der Gubelstrasse, mitten im Zentrum. Eine Bücherwand und warmes Licht sorgen für eine lauschige Atmosphäre.

Ein grosser Minuspunkt: WLAN wird zwar angeboten, doch will die Verbindung seit Anbeginn nicht recht funktionieren. Ein Handy-Hotspot ist unumgänglich, sollte man für die Arbeit das Internet brauchen.

Wer am Wochenende arbeiten muss, dem sei auch das Zuger Café Fischerstube in der Altstadt empfohlen. Samstags und sonntags öffnet das Lokal um 14 Uhr nachmittags. Gut für ein paar Stunden der Konzentration. Das WLAN funktioniert bestens, der Kaffee, der direkt aus der Kolbenmaschine kommt, und mit sehr viel Liebe zubereitet wird, auch.

Die Cafe-Bar Fischerstube empfiehlt sich als Büro. Jedenfalls am Wochenende.

Vorsicht: Unter der Woche ist das Lokal erst ab 17 Uhr geöffnet und daher nur bedingt als Arbeitsort geeignet. Insbesondere, wenn man nur über ein geringes Mass an Willensstärke verfügt. Die Schirmlidrinks und Cocktails, die abends über den Tresen gehen, sind zu lecker, um beim Mineralwasser zu bleiben.

Auch im «Intermezzo» beim Kolinplatz ist der Kaffee gut. Das WLAN-Passwort gibt’s auf Anfrage, ansonsten hat man hier – besonders wenn man nicht am Fenster sitzt – nur ein schwaches Handysignal. Das ist auf der gegenüberliegenden Strassenseite, im Café Pfauen, nicht anders. Doch auch hier wird WLAN angeboten.

Sowohl fürs «Intermezzo» als auch den «Pfauen» gilt: Am Mittag wird’s eng. Viele kommen her, um Zmittag zu essen.

Ich brauch eine mondäne Atmosphäre

Wer sich einen Hauch von Internationalität wünscht, ist im «Living Room» des Parkhotels Zug gut aufgehoben. Die kühle Atmosphäre der Hotellobby ist gut geeignet zum Arbeiten, das WLAN ist gratis. Auch werden hier Kaffee und Snacks serviert. Etwas mehr Ambiente findet man im Zweifelsfall in der «Smoker’s Lounge». Ideal, um sich in Hemingway’scher Manier bei Martini und Zigaretten dem Schreiben eines Romans zu widmen.

Aus gesundheitlichen Gründen empfiehlt sich dieser Arbeitsort nicht auf Dauer.

Ich brauch totale Stille

Eins vorweg: Eigentlich ist die Zuger Studienbibliothek nicht dazu gedacht, Berufstätigen einen Arbeitsplatz zu bieten. Vielmehr sind hier Studierende willkommen, die sich auf ihre Prüfungen vorbereiten müssen.

Ist jedoch für einmal eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre dringend nötig, liegt hier allenfalls die Lösung. Der Ort ist sowohl für Lerchen als auch für Eulen geeignet, öffnet er doch schon um 7 Uhr und schliesst erst um 21 Uhr.

Die Crux: Während der Prüfungsphasen ist die Bibliothek meist sehr gut besucht. Dann wird es schwierig, einen Arbeitsplatz zu finden. Ein weiterer Grund, den Studenten den Vorrang zu lassen.

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