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Bypass und Tiefbahnhof haben nebeneinander Platz
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So soll der von Luzerns Regierung favorisierte Tiefbahnhof im Innern aussehen. (Bild: zvg)

Leserbrief zur Verkehrsinfrastruktur in Luzern Bypass und Tiefbahnhof haben nebeneinander Platz

2 min Lesezeit 02.04.2018, 11:47 Uhr

Der Bau des Bypass könnte bereits in sechs Jahren begonnen werden. Damit der Tiefbahnhof auch noch verwirklicht wird, braucht es Einigkeit in der Zentralschweiz und ein Bewusstsein für ein gutes Kosten-Nutzen Verhältnis, schreibt der Stadtluzerner FDP-Kantonsrat  Herbert Widmer.

«Die Wogen gehen oft hoch, aber die Diskussionen in der Zentralschweiz über Lösungen für unsere wachsenden Verkehrsprobleme sind nicht selten von Pessimismus – «der Tiefbahnhof kommt doch nie!» –, von Eigeninteressen – «der Bypass bringt doch für die Stadt Luzern wenig!» – und anderen Einwänden mehr geprägt.

Beide Projekte sind aber in weit grösserem Rahmen zu sehen. Auf der Strasse haben wir einen der bekanntesten Engpässe auf der europäischen Nord-Südachse zu «bieten», unser Bahnnetz ist an der Kapazitätsgrenze, der Bahnhof Luzern hat «die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit erreicht». Das sagt Bundesrätin Doris Leuthard.

Erfreulicherweise hat sich der Luzerner Regierungsrat Robert Küng zusammen mit den anderen Zentralschweizer Kantonen vehement für die beiden Projekte eingesetzt und sich von der recht häufig anzutreffenden Skepsis nicht anstecken lassen. Anstrengungen und Engagement sind aber weiterhin gefordert, wie die Vorsteherin des UVEK Doris Leuthard klar ausführt. Mit dem Bau des Bypasses soll in sechs bis sieben Jahren begonnen werden, was zu einer Eröffnung zirka im Jahre 2035 führen könnte.

Viel erwartet die Bundesrätin zu Recht von uns Zentralschweizern bezüglich des Tiefbahnhofs, nämlich vor allem Einigkeit bezüglich einer Variante mit einem vernünftigen Kosten-Nutzen-Verhältnis. Es liegt an uns allen, Politikern und Bevölkerung, uns für ein vernünftiges Nebeneinander von öV (öffentlichem Verkehr) und MIV (Motorisierter Individualverkehr) und damit für beide genannten Projekte einzusetzen. Vergessen wir die leider recht weit verbreiteten ideologisch gefärbten Eigeninteressen!»

Herbert Widmer, Luzern

Der Cityring (gelb in der Mitte) und der Bypass (gelb aussen) sollen Stadt und Agglomeration entlasten.

Der Cityring (gelb in der Mitte) und der Bypass (gelb aussen) sollen Stadt und Agglomeration entlasten.

(Bild: Grafik: Kanton Luzern)

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