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Busspur statt Mauer: Bauarbeiten beim «Nadelöhr» starten
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Die über 100-jährige Mauer (rechts im Bild) zwischen Reussbühl und der Stadt Luzern wird ersetzt. (Bild: Screenshot Google Streetview )

Luzerner Reussthalmauer wird abgerissen Busspur statt Mauer: Bauarbeiten beim «Nadelöhr» starten

2 min Lesezeit 20.04.2019, 06:31 Uhr

Die über 100 Jahre alte Reussthalmauer zwischen der Einmündung Lindenstrasse und der Bushaltestelle Schiff wird ab Mai abgebrochen. Das hat mit dem Zustand der Mauer zu tun, soll aber auch Platz schaffen für eine neue Busspur und einen Weg für Velos und Fussgänger. Die Kosten des Projekts betragen 23 Millionen Franken.

Ab Ende April 2019 starten entlang der Kantonsstrasse zwischen dem Stadtzentrum von Luzern und Reussbühl Bauarbeiten. Dabei wird die über 100 Jahre alte Reussthalmauer zwischen der Einmündung Lindenstrasse und der Bushaltestelle Schiff abgebrochen, wie der Kanton Luzern mitteilt. Denn zum einen ist die Mitte des 19. Jahrhundertes gebaute Mauer sanierungsbedürftig. Zum anderen besteht die Gefahr, dass der Hang dereinst auf die Strasse abrutschen könnte.

Die alte Natursteinmauer wird deshalb durch eine bis zu 23 Meter hohe, abgestufte Stützkonstruktion ersetzt. Diese wird allerdings rückversetzt sein, denn mit dem Bauprojekt will der Kanton auch ein altes Problem lösen. Die Strasse auf dem Abschnitt zwischen Luzern und Reussbühl ist sehr eng und zwischen Mauer und Zuggleise beziehungsweise Reuss eingeklemmt.

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Flüssiger Verkehr und mehr Sicherheit

Mit der Rückversetzung der neuen Stützkonstruktion entsteht auf einer Länge von 350 Meter mehr Raum für den Verkehr. Der Platz wird genutzt, um eine neue Busspur sowie einen neuen Velo- und Gehweg zu bauen. Das soll die Leistungsfähigkeit sowohl für den öffentlichen wie auch für den privaten Verkehr erhöhen. Ebenso verspricht sich der Kanton davon mehr Sicherheit für Velofahrer und Fussgänger.

Weiter wird der Wald oberhalb der Stützmauer in einen Schutzwald umgewandelt, um vor Erosionen zu schützen. Er wird teilweise mit Steinschlagnetzen gesichert.

Lärm für Anwohner und Wartezeiten für Autofahrer

Die Kosten des Vorhabens belaufen sich auf 23,1 Millionen Franken. Um die Einschränkungen für den Verkehr möglichst gering zu halten, wird ein Teil der Arbeiten nachts ausgeführt. Das Projekt hat Folgen für die Anwohner, Pendler und Verkehrsteilnehmer:

  • Vom 29. April bis Ende August 2019 werden in Nachtarbeit Schutzgerüste aufgestellt. Der Verkehr auf der Hauptstrasse wird in diesen Nächten von 20 bis 5 Uhr einspurig geführt und mittels Verkehrslotsen geregelt. Es ist mit Wartezeiten zu rechnen.
  • Vom 8. bis 31. Juli 2019 werden ebenfalls in Nachtarbeit vier Hebekräne über der Strasse errichtet. In dieser Zeit ist die Durchfahrt von 21 bis 4.30 Uhr für den gesamten Verkehr gesperrt. Eine Umleitung über Littau, Ruopigen und Reussbühl wird vor Ort signalisiert. Es wird empfohlen, die Baustelle grossräumig zu umfahren.
  • Ab Ende August 2019 bis Mitte August 2020 sind keine grösseren Nachtarbeiten mehr geplant.
  • Zum Abbau der Gerüste und der Hebekräne stehen im Herbst 2020 nochmals Nachtarbeiten an.

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