Grosse Burn-Out-Klinik am Südhang der Rigi geplant
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Auf 900 Meter am Südhang der Rigi soll das Zentum zu liegen kommen. (Bild: Screenshot GoogleMaps)

Platz für 80 Patienten Grosse Burn-Out-Klinik am Südhang der Rigi geplant

2 min Lesezeit 1 Kommentar 05.12.2020, 08:28 Uhr

Der Unternehmer Klaus Schaub will im Gebiet Grubisbalm zwischen Vitznau und Rigi Kaltbad eine Klinik für gestresste Menschen mit Burn-Out bauen. Kostenpunkt: Rund 100 Millionen Franken.

Beim Grubisbalm auf der Strecke von Vitznau Richtung Rigi-Kaltbad soll ein grosses Gesundheitszentrum entstehen. Das Angebot richtet sich an gestresste Menschen aus der Region mit einem Burn-Out oder einer Erschöpfungsdepression. Bauherr ist der 86-jährige Unternehmer Paul Schwab. Dies berichtet die «Luzerner Zeitung» am Samstag. Gut 100 Millionen will er dafür investieren.

Geplant sind sechs Neubauten. Der Gestaltungsplan liegt bei der Gemeinde Vitznau auf. Gemäss der «LZ» liegt das Areal in der Kur- und Sporzzone und kann somit ohne vorherige Umzonung realisiert werden. Beim Bau solle insbesondere auf Klimaverträglichkeit geachtet werden. Das bedeutet, dass die Patientinnen hauptsächlich mit der Rigi-Bahn anreisen sollen. Der Ort selbst soll autofrei sein. Insgesamt sind 80 Einzelzimmer vorgesehen.

Ambitionierter Zeitplan

Obwohl das Projekt mitten in den Südhang der Rigi gepflanzt werden soll, sitzen gemäss «LZ» auch die Landschaftsschutzverbände mit im Boot. Dies, nachdem die Überbauung umfassend redimensioniert wurde. Seit elf Jahren laufen die Planungen mittlerweile.

«Das Projekt hat nun eine akzeptable Grösse, ist architektonisch gut durchdacht und landschaftlich eingebettet», lässt sich Urs Steiger, Präsident des Landschaftsschutzverbandes Vierwaldstättersee (LSVV) zitieren. Damit die Schutzverbände auch bei er weiteren Planung direkt miteinbezogen werden können, hat Investor Paul Schaub sie in das Projektteam integriert. Unter anderem deshalb geht er davon aus, dass er das Vorhaben trotz der starken Wachstumskritik an der Rigi wird in die Tat umsetzen können. Die Eröffnung des Gesundheitszentrums ist bereits für 2024 geplant. 130 Arbeitsplätze sollen entstehen.

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1 Kommentare
  1. Matthias Nüssli, 17.12.2020, 20:59 Uhr

    Das interessante an der ganzen Sache ist, dass bloss 200 m weiter unten mehrere Grundeigentümer aufgrund der neuen Raumplanung ausgezont werden und bereit bebautes Bauland der Landwirtschaftszone zugeteilt wird, ohne Aussicht auf Entschädigung nota bene.
    Das wäre auch mal einen Artikel wert.

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