Bundesrat soll sich dafür einsetzen, dass das WEF in der Zentralschweiz bleibt
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Wo das WEF nun tatsächlich stattfinden soll, wird demnächst entschieden. (Bild: Evangeline Shaw/Unsplash)

Mögliche Verlegung nach Singapur Bundesrat soll sich dafür einsetzen, dass das WEF in der Zentralschweiz bleibt

2 min Lesezeit 5 Kommentare 02.12.2020, 16:13 Uhr

Erst wurde das WEF von Davos in die Zentralschweiz verlegt, nun soll es gar in Asien stattfinden. Und alles wegen der Corona-Fallzahlen. Politiker fordern nun den Bundesrat zum Handeln auf.

Das Seilziehen um den WEF-Standort geht weiter. Erst wurde das Treffen von Davos auf den Bürgenstock verlegt (zentralplus berichtete). Dann kletterte die Zahl der Corona-Neuinfektionen plötzlich rapide in die Höhe, sodass international Forderungen laut wurden, das Weltwirtschaftsforum nicht im Corona-Hotspot Schweiz, sondern im Ausland durchzuführen. Konkret steht derzeit Singapur zur Debatte (zentralplus berichtete). Ein Entscheid soll noch vor Weihnachten fallen.

Den Abzug ins Ausland wollen wiederum Zentralschweizer Politiker vermeiden. Sie haben sich deshalb in einem offenen Brief an Bundesrat Guy Parmelin gewandt. Dass das WEF in der Zentralschweiz stattfinde, sei «in der aktuellen Zeit entscheidend für die Sicherung Hunderter Arbeitsplätze in der Zentralschweiz und für die langfristige Durchführung des WEF in der Schweiz», zitiert der «Blick» aus dem Brief.

Die einen sind dafür, die anderen dagegen

Der Wirtschaftsminister solle sich dafür einsetzen, dass das WEF deshalb in der Zentralschweiz bleibt. Schliesslich gebe es ein Schutzkonzept. Das Treffen trotzdem ins Ausland zu verlegen, sei «unverständlich».

Unterschrieben haben den Brief zahlreiche Ständeräte und Ständerätinnen aus der Zentralschweiz, darunter FDP-Präsidentin Petra Gössi und die Luzerner CVP-Fraktionschefin Andrea Gmür. Während sie sich für den Austragungsort Bürgenstock und Luzern einsetzen, gibt es auch kritische Stimmen. Gerade linke Kreise wollen verhindern, dass Steuergeld dafür verwendet werden soll (zentralplus berichtete).

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5 Kommentare
  1. B Suter, 02.12.2020, 17:56 Uhr

    Das WEF kann uns Luzerner gerne gestohlen bleiben. Dann doch lieber die chinesischen Touristen, die sind wenigstens ehrlich.

    1. Zischler Marcel, 02.12.2020, 18:56 Uhr

      Ohhh jeeee. Wieder einer mehr der primär das „Böse“ sieht und sich wenig mit dem WEF und seinen wirklich wichtigen Auswirkungen und Einflüssen befasst hat…Ich wünschte mir mehr Tiefgang und Fähigkeit zur Objektivität statt Polemik.

    2. Kasimir Pfyffer, 02.12.2020, 23:07 Uhr

      So? Herr Zischler, können sie je drei konkrete «Auswirkungen» und «Einflüsse» des WEF aufzählen? Objektiv und mit Tiefgang, wenns geht.

  2. Luc Bamert, 02.12.2020, 17:00 Uhr

    Bad News für krawallaffine Kapitalismus- und Globalisierungsfeinde, sollte das WEF nicht auf dem Bürgenstock stattfinden.

    1. Kasimir Pfyffer, 02.12.2020, 23:08 Uhr

      Eher Bad News für renditemaximierte Hoteliers und geldgeile Privatpersonen, die «den Davoser» machen und ihre Wohnung zu sündhaften Preisen untervermieten wollten.

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