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Büroflächen: In Luzern drohen hohe Leerstände
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Hierhin wird die Hoschule zügeln und tausende Quadratmeter freie Bürofläche in der Stadt hinterlassen. (Bild: zvg SBB)

Weil die Verwaltung und die Hochschule zügeln Büroflächen: In Luzern drohen hohe Leerstände

2 min Lesezeit 1 Kommentar 15.01.2020, 18:00 Uhr

In Luzern und Agglomeration verläuft die Vermietung von Büros bereits heute schleppend, was einige Leerstände zur Folge hat. Jetzt zeigt eine Studie: Mit dem Umzug vieler Büros des Kantons wird sich die Lage ab Mitte des Jahrzehnts wohl noch zuspitzen.

Das in der Schweiz ansässige internationale Immobilienberatungsunternehmen «Jones Lang LaSalle AG» hat am Mittwoch eine neue Studie über den Büromarkt in Schweizer Städten veröffentlicht. Dabei lassen insbesondere die Prognosen für die Stadt Luzern aufhorchen. «In Luzern verläuft die Vermietung von grossen Neubauflächen bereits heute schleppend, auch wenn in der Mattenhof-Überbauung in Kriens immerhin für einige Einheiten Mieter gefunden werden konnten», lässt sich Studienleiter Daniel Stocker in einer Mitteilung zitieren.

Um das Jahr 2025 dürfte ausserdem massiv Bewegung in den Luzerner Markt kommen, blickt er in die nahe Zukunft. Durch den Umzug der Kantonsverwaltung an den Seetalplatz würden an verschiedenen Standorten in der Innenstadt insgesamt mehr als 30’000 Quadratmeter Bürofläche frei.

Werden Büros umgenutzt?

Rund 20’000 Quadratmeter freien Arbeitsraum dürfte zudem das WAS nach seinem Umzug in die Überbauung Eichhof hinterlassen So hoch ist zumindest die Fläche, die man künftig nutzen will. Und weil die Hochschule in der entstehenden Rösslimatt-Überbauung der SBB rund 16’000 Quadratmeter anmieten wird, wird sie wohl eine ähnlich grosse Fläche an den heutigen Standorten hinterlassen.

«Durch den Umzug in Neubauten wird es innerhalb einer kurzen Phase bei den Flächen Verschiebungen geben, die insgesamt grösser sind als die heute leerstehenden Büroflächen von 41’600 Quadratmeter», so Stocker. Das heisst, die in Luzern verfügbare Bürofläche wird sich zusätzlich erhöhen. Stand heute sei deshalb davon auszugehen, dass ein Teil der betroffenen Büros eventuell umgenutzt oder neu positioniert, ein anderer Teil jedoch neue Mieter suchen wird.

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1 Kommentare
  1. Dunning-Kruger, 17.01.2020, 18:47 Uhr

    Jetzt hat es doch von der Politik der bürgerlichen Seite stets geheissen, dass die vielen guten Steuerzahler (jur. Personen, multinationale Unternehmen) sich sehr gerne in der Stadt Luzern ansiedeln würden, wenn es nur genügend zusammenhängende Büroflächen gäbe. Jetzt gibt es sie! Schauen wir also, ob passieren wird, was die Regierung seit Jahr und Tag behauptet! Ich denke nicht, dass dem so sein wird. Aus verschiedenen Gründen…

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