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Fastfood schmeckt immer mehr Zugern Bürger lieben Burger

2 min Lesezeit 1 Kommentar 10.05.2017, 14:06 Uhr

Zug hat nun auch noch einen Burger King. Damit ist hierzulande die Angebotspalette in Sachen Brötchen mit Fleischzulage perfekt. Eigentlich verwundert es, dass Burger und anderes Fastfood im reichen Zug so beliebt sind. Vielleicht auch nicht.

Manchmal muss man schon schmunzeln. Wenn man etwa sieht, wie Mitarbeiter der Millionen scheffelnden Partners Group in feinem Zwirn über Mittag schnell die Strasse wechseln, um sich bei McDonalds an Pommes und Burger zu laben.

Gut, in diesem Baarer Quartier sind die gastronomischen Angebote begrenzt. Gleichwohl zeigt es, dass auch gut Betuchte sich lieber einen leckeren Burger leisten, als sich über Mittag in einem edlen Restaurant zu verköstigen. Dabei können die Partners-Group-Leute auf Wunsch auch beim Caterer bestellen und sogar direkt vor Ort ihren Hunger stillen.

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Doch über Mittag sehnen sich verständlicherweise viele Büroangestellte nach einem Tapetenwechsel. Dieser soll allerdings möglichst schnell und günstig sein. Auch im reichen Zug.

Für Normalsterbliche sind viele Menüs zu teuer

Nun gibt es mit dem Burger King in zentralster 1a-Lage einen weiteren Fastfood-Tempel in Zug – neben dem bereits vorhandenen, vielseitigen Take-Away-Angebot. Essen Bürger nur noch Burger? Dabei gäbe es doch gerade in Zug, in der Stadt der Millionäre, genügend Hungrige, die es sich locker leisten könnten, jeden Tag ein saftiges Filetsteak auf dem Teller zu gönnen. Und danach noch eine Cohiba zu schmauchen. Was ist also bloss los mit dem Savoir vivre in Zug?

Indes. Es gilt ja nicht umsonst das allseits bekannte Sprichwort: Von Reichen lernt man das Sparen. Das ist gerade in Zug eine Tugend angesichts so manch gesalzener Preise in hiesigen Restaurants. Für Normalsterbliche sind Menüs über 20 Franken sowieso kaum erschwinglich. Zumindest nicht jeden Tag.

Da verwundert es einen nicht, wenn man in Zug mittags durch die Strassen flaniert und an allen Ecken und Enden auf Fastfood, Sandwich und eben auch immer öfter Burger kauende und verspeisende Zeitgenossen stösst. 

Sich mehr Zeit nehmen fürs Essen mit Kollegen

Allerdings: Was gibt es Schöneres, als mit Kollegen in einem Restaurant, ausserhalb des Büros, gemütlich zu verweilen, gemeinsam zu speisen und sich miteinander zu unterhalten? Das fördert ja auch das Betriebsklima. Ein Genuss der geselligen und kulinarischen Art. Und inzwischen bieten ja auch viele Beizen in Zug sehr günstige und schmackhafte Mittagsmenüs unter 20 Franken an.

Es müsste also nicht immer «Schnellfrass» sein. Man müsste sich im Grunde nur Zeit für etwas Gediegeneres nehmen.

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1 Kommentare
  1. Roland Gubser, 11.05.2017, 15:27 Uhr

    Zug hat nicht ein Problem mit der Esskultur sondern Wolfgang Holz hat ein Problem mit dem Neid.