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Bruno Pezzatti und Joachim Eder mögen nicht mehr
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Verabschieden sich gemeinsam aus Bundesbern: Ständerat Joachim Eder (l.) und Nationalrat Bruno Pezzatti. (Bild: ewy)

Die Zuger FDP braucht neue Köpfe in Bern Bruno Pezzatti und Joachim Eder mögen nicht mehr

3 min Lesezeit 1 Kommentar 14.01.2019, 10:39 Uhr

Die Zuger FDP ist beim kommenden Wahlkampf gefordert. Die beiden Bundesparlamentarier Bruno Pezzatti und Joachim Eder treten bei den kommenden Wahlen altersbedingt nicht mehr an.

Die beiden Zuger FDP-Bundesparlamentarier haben beschlossen, ihren Sitz für die kommende Legislatur nicht mehr zu verteidigen. Sowohl Nationalrat Bruno Pezzatti als auch Ständerat Joachim Eder hören altersbedingt auf, teilten sie am Montag bei einer Medienkonferenz mit.

Beide Räte waren je zwei Legislaturen im Bundesparlament tätig. Für sie sei es Zeit, Platz zu machen für neue und jüngere Kräfte, erklärten die beiden 67-jährigen FDP-Politiker. «Ich hoffe jedenfalls dass mein Nachfolger jünger ist», sagt Eder. «Die Demokratie lebt vom Wechsel; der Zeitpunkt für eine Verjüngung und Veränderung ist nun möglich», fügt er an.

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Eders sechs Enkel benötigen Zeit

Mit der Beendigung seines Ständeratsmandates kann Joachim Eder auf 37 Jahre in der Politik zurückblicken. «Wir sind zwar Jahrgänger, aber er ist sechs Monate älter als ich, das wollte ich noch gesagt haben» witzelt Eder über Pezzatti. «Ja, sechs Monate älter an Erfahrung», kommt sofort dessen Retourkutsche.

Den Entscheid, bei den Wahlen 2019 nicht mehr anzutreten, habe Eder zwischen Weihnachten und Neujahr gefällt. Und zwar «im Kreise meiner immer grösser werdenden Familie mit inzwischen sechs Enkeln», so Eder an der Medienkonferenz. Der Entscheid sei ihm aber nicht leicht gefallen. Denn er sei weder amtsmüde noch politikverdrossen.

Pezzatti: Fokus auf NFA und AHV-Reform

Bruno Pezzatti blickt auf 20 Jahre Politik auf kantonaler und nationaler Ebene zurück, davon acht in Bundesbern. Zuvor amtierte er während zwölf Jahren als Kantonsrat in Zug. Der Entscheid sei ihm nicht leicht gefallen, bei den kommenden Wahlen nicht mehr anzutreten. Die Zeit sei nun aber reif für frische Kräfte und für einen neuen persönlichen Lebensabschnitt.

Sein Hauptaugenmerk für den Rest seiner Amtszeit liege auf zwei Themen. Zum einen die neu aufgegleiste AHV-Reform, die er unterstütze, bei der er aber in einzelnen Punkten noch weitere Verbesserungen beantragen wolle. Das zweite Augenmerk sei der NFA. «Ich freue mich bei dem für Zug wichtigen Entscheid nochmals persönlich mitwirken zu dürfen», meint Pezzatti dazu.

Während die Zuger Nationalräte Thomas Aeschi und Gerhard Pfister in den Medien eine hohe Präsenz geniessen, kennt man Pezzatti in Zug kaum. Mit dem Hinterbänkler-Image (zentralplus berichtete) hätte er aber nie zu kämpfen gehabt. «Ich habe die Medienpräsenz auch nicht gesucht, ich konnte mich trotzdem auf meine Art in meinem Amt einsetzen», sagt Pezzatti. «Meistens sind die medienpräsenten Personen in Bern nicht unbedingt die einflussreichsten, das würde wohl so manch einer im Parlament bestätigen» ergänzt er.

Noch keine Namen für Nachfolge

Wie die FDP am Montag mitteilt, wolle die Partei sowohl den Nationalrats-, als auch den Ständeratssitz bei den Wahlen 2019 verteidigen. Man stehe bereits im Gespräch mit potenziellen Nachfolgern, so Wahlkampfleiter Jürg Portmann. Namen wollte er aber noch nicht verraten.

Pezzatti zeigt sich trotz der schwierigen Zweiervakanz zuversichtlich: «Ich glaube wir können die Sitze behalten, nicht zuletzt weil sich namhafte Interessenten für die Stellen gemeldet haben». Die Möglichkeit von Allianzen besteht laut Portmann grundsätzlich auch, allerdings wolle man erst abwarten, ob andere Parteien versuchen würden die Sitze der FDP anzugreifen – was als sehr wahrscheinlich gilt.

Von links: Birgitt Siegrist, Joachim Eder, Bruno Pezzatti und Jürg Portmann

Von links: Birgitt Siegrist, Joachim Eder, Bruno Pezzatti und Jürg Portmann

(Bild: ewy)

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1 Kommentare
  1. Michel Ebinger, 14.01.2019, 11:53 Uhr

    Geniale Strategie das beide gleichzeitig zurück treten.2018 ging es auf ( Mit Glück) aber man sollte das Glück nicht strapazieren.