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Briefmarken als Flirtfaktor: Toby, der Bachelorette-Kandidat
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Der Luzerner Toby Schwarzentruber überraschte die Bachelorette mit einer Briefmarke.   (Bild: 3plus)

Luzerner sucht im TV die grosse Liebe Briefmarken als Flirtfaktor: Toby, der Bachelorette-Kandidat

3 min Lesezeit 28.04.2017, 15:14 Uhr

Toby Schwarzentruber buhlt um die Bachelorette. Seine Flirtwaffe sind seine Briefmarken – was im Internet grosses Kopfschütteln auslöst. Privat führt Schwarzentruber in Sursee einen Briefmarkenshop. Er verdient damit eine Menge Geld. Und seine TV-Auftritte sollen das Geschäft weiter ankurbeln. 

Diesen Montag hat das Rosenspektakel wieder begonnen. Bei «Die Bachelorette» buhlen 21 Männer um die Traumfrau Eli Simic. Mit von der Partie ist auch der Luzerner Toby Schwarzentruber. Bereits jetzt ist klar: der 32-Jährige polarisiert. Grund ist sein Hobby respektive Beruf: Schwarzentruber handelt mit Briefmarken.

Toby erklärt, wie er die Bachelorette erobern will:

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Bei seiner ersten Begegnung mit der Bachelorette schenkt er ihr eine Briefmarke, beim Einzeldate dreht sich alles um Briefmarken, und der Satz «Ich will sie mit meiner Briefmarkensammlung erobern» läuft gefühlte zwanzig Mal über den Bildschirm.

Toby muss für seinen ersten Auftritt ordentlich Haue einstecken. Nicht nur in den Kritiken der Schweizer Medien, sondern auch in den sozialen Netzwerken.

Heftige Worte wählt diese Twitterin:

 

Fans wissen, in der letzten Staffel versuchte ein Kandidat die Bachelorette mit seinen Brusthaaren zu überzeugen:


 

Kritischer Blick auf eigene Performance

Toby Schwarzentruber sah die Show am Montag im Zürcher Kaufleuten zum ersten Mal. «Sich selber im TV zu sehen, war sehr komisch», sagt er. «Es war eine gute Show, aber ich kam schlecht rüber», meint er kritisch. Seine Unzufriedenheit, dass der Fokus so stark auf die Briefmarken gelegt wurde, ist spürbar.

Der Buhlende ist in folgender Szene zu sehen:

 

«Total daneben und peinlich»

«Es ist schwierig, nun solche Kommentare zu lesen», sagt der Luzerner über die negativen Kommentare. Zeitweise habe er sich online ausgeklinkt. «Wer mich kennt, weiss wie ich bin.» Ihn habe es während der Ausstrahlung der ersten Sendung einfach gefreut, seine Mitbewerber wieder zu sehen. «Unter den Jungs sind viele gute Freundschaften entstanden», erzählt er. Schwarzentruber verspricht, dass sich die weiteren Folgen nicht nur um seine Briefmarkensammlung drehen werden. «Ich werde die Bachelorette mit meinem Charakter überzeugen.»

Den Vergleich mit dem Brusthaar-Kandidaten missfällt Schwarzentruber. «Das finde ich total daneben und peinlich.» Denn die Briefmarken-Geschichte sei eine ernste Angelegenheit, sagt er überzeugt.

Als Erster schnappte sich Toby Schwarzentruber die Bachelorette.

Als Erster schnappte sich Toby Schwarzentruber die Bachelorette.

(Bild: 3plus)

Zweiter Luzerner bereits raus

Im Rennen um das Herz der Bachelorette befand sich noch ein zweiter Luzerner. Der ehemalige Luzerner SVP-Grossstadtrat Adrian Wassmer (37). Für ihn war allerdings bereits nach der ersten Sendung Schluss. Die serbischstämmige Rosenverteilerin Eli Simic (28) hat dem Bauführer und Ex-Politiker einen Korb gegeben.

Werbeeffekt fürs Briefmarkengeschäft

Und trotzdem: Die Sendung dreht sich eigentlich um die Suche nach der grossen Liebe. Warum hat der Luzerner mitgemacht? Dass es peinlich werden könnte, weiss doch jeder Kenner dieser Sendung. Schwarzentruber sagt ganz offen: «Ich bin ein Reisetyp und freute mich auf den Urlaub. Als Single wollte ich zudem die Chance nutzen, eine spannende Frau kennenzulernen.» Ob aus den beiden etwas wurde, darf er an dieser Stelle natürlich nicht verraten.

Dass auch sein Geschäft von seiner Publizität profitieren soll, verneint Schwarzentruber überhaupt nicht.

Schwarzentruber ist Briefmarkenhändler und betreibt seit Anfang Jahr in Sursee einen Briefmarken-Shop. Es gebe viele Menschen, die irgendwie in den Besitz einer Briefmarkensammlung gekommen seien, etwa durch eine Erbschaft. «Wenn jemand nicht weiss, welchen Wert diese Sammlung hat und was damit zu tun ist, kommen wir zum Zug.» Die Vermittlung von Briefmarken sei sehr rentabel. «Ein Sammlerstück geht auch mal für 20’000 Franken über den Ladentisch.» Je rarer eine Briefmarke, umso höher natürlich der Preis.

Der Briefmarkensammler im Element – Schwarzentruber erzählt von seinen Briefmarken:

 

Gute Geschäfte scheitern an der Liebe zu Briefmarken

Schwarzentruber handelt nicht nur mit Briefmarken, er ist auch ein leidenschaftlicher Sammler. «Schon im Kindergarten habe ich damit angefangen und früh gemerkt, dass sich mit der Versteigerung von Briefmarken im Internet Geld verdienen lässt.» Die Freude über ein Schnäppchen sei jeweils gross – auch wenn er nicht nur an die Rendite denke. «Ich bringe es manchmal nicht übers Herz, meine speziellsten Briefmarken zu verkaufen, auch wenn jemand ein Angebot deutlich über dem Marktpreis macht.»

Wie viele Briefmarken er besitzt, weiss Schwarzentruber nicht. «Millionen», lacht der ehemalige Primarlehrer. Und die Suche nach den begehrten Stücken gehe ständig weiter. Genauso wie der Kampf um die Rosen mit den damit verbundenen Peinlichkeiten.

In Sursee betreibt Schwarzentruber einen Briefmarkenshop.

In Sursee betreibt Schwarzentruber einen Briefmarkenshop.

(Bild: zvg)

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