Mall-Bombendroher soll sechs Jahre ins Gefängnis
  • Gesellschaft
m März 2018 musste die Mall of Switzerland in Ebikon evakuiert werden. Die Polizei sprach von einer anonymen telefonischen Bombendrohung. (Archivbild: hch)

Er muss sich vor Luzerner Kriminalgericht verantworten Mall-Bombendroher soll sechs Jahre ins Gefängnis

2 min Lesezeit 1 Kommentar 05.11.2019, 15:14 Uhr

Ein Mann sprach im März 2018 im Kanton Luzern mehrere Bombendrohungen aus – unter anderem kontaktierte er Verantwortliche der Mall of Switzerland. Nun muss er sich der Mann vor Kriminalgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Emmen fordert eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren. 

Die Staatsanwaltschaft Emmen hat die Untersuchung gegen den 38-jährigen Mann aus dem Kanton Luzern abgeschlossen. Dieser hat im März 2018 Verantwortliche der Mall of Switzerland kontaktiert und telefonisch eine Bombendrohung ausgesprochen. Das ganze Gebäude wurde in der Folge evakuiert (zentralplus berichtete).

Vor Ort wurde jedoch kein Sprengstoff sichergestellt. Durch die Drohung entstand der Mall, den dort eingemieteten Geschäften und der Feuerwehr ein Schaden von mehreren hunderttausend Franken, wie die Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung schreibt.

Von der Polizei 200’000 Franken Bargeld gefordert

Kurz darauf drohte der Beschuldigte erst telefonisch und dann schriftlich mit einer weiteren Bombe in einem Gebäude im Kanton Luzern. Von der Polizei forderte er einen Bargeldbetrag von 150’000 Franken. Später erhöhte er die Forderung auf 200’000 Franken.

Der Droher konnte am 17. März des vergangenen Jahres bei der geplanten Geldübergabe festgenommen werden. Er befand sich während 25 Tagen in Untersuchungshaft.

Staatsanwaltschaft fordert sechsjährige Freiheitsstrafe

Die Staatsanwaltschaft Emmen klagt den Mann an wegen Schreckung der Bevölkerung, mehrfacher arglistiger Vermögensschädigung, falschem Alarm und versuchter Erpressung mit Bedrohung vieler Menschen. Sie fordert eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren.

Die Anklage wurde dem Kriminalgericht überwiesen. Der Verhandlungstermin steht noch nicht fest. Bis zu einem Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

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1 Kommentare
  1. Greenhorn, 07.11.2019, 08:44 Uhr

    Der Täter war offenbar bösartiger als ich bisher gehört hatte, aber sechs Jahre halte ich dennoch für übertrieben.

Die zentralplus Redaktion wünscht Dir einen schönen Tag!

Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.