«Bodum Villen»: Luzerner Stadtrat soll seine Anstrengungen belegen
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Die Villen an der Obergrundstrasse haben mittlerweile einen neuen Besitzer.

Unangenehme Fragen an den Stadtrat «Bodum Villen»: Luzerner Stadtrat soll seine Anstrengungen belegen

2 min Lesezeit 1 Kommentar 05.05.2020, 12:14 Uhr

Die beiden Villen an der Luzerner Obergrundstrasse 99 und 101 sind mittlerweile in neuem Besitz. Für den Stadtrat ist die Sache damit aber noch nicht erledigt: Er wird mit neuen Fragen zu seiner Rolle in der langen Geschichte konfrontiert.

Der Verkauf der beiden alten Villen an ein Luzerner Architekturbüro wurde Mitte April von allen Seiten begrüsst (zentraplus berichtete). Vorangegangen waren Jahre voller Konflikte und Stagnation. Nun wollen Mario Stübi und Cyrill Studer Korevaar (beide SP) die Rolle des Stadtrates nochmals beleuchten.

In ihrer Interpellation fordern sie den Stadtrat auf, eine Chronologie des Austausches mit dem vormaligen Besitzer Jørgen Bodum vorzulegen. Der Stadtrat hatte wiederholt beteuert mit Bodum in regem Austausch zu sein.

Weiter wollen die Stadtparlamentarier wissen, ob Bodum «angesichts der mangelhaften Dachabdichtung seitens der Behörden jemals in Aussicht gestellt» wurde, das Haus Nr. 99 aus wirtschaftlichen Gründen abreissen zu können.

Alle Mittel ausgeschöpft?

Im Zentrum der Interpellation steht die Frage, ob der Stadtrat alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfte. So wird etwa auf das kantonale Planungs- und Baugesetzes hingewiesen. Demnach können Eigentümer zu einer Sanierung ihrer Liegenschaften gezwungen werden.

Zudem wollen sie wissen, ob der Stadtrat bereit wäre davon Gebrauch zu machen, sollte sich die neue Eigentümerschaft «ebenfalls uneinsichtig zeigen und das Haus Nr. 99 weiterhin aktiv dem Zerfall aussetzen».

Weiter wollen sie wissen, was der Stadtrat in diesem Zusammenhang von einem rechtlich verbindlichen Instrument für Belegungsvorschriften hält, um willentlich leergehaltene Wohnobjekte zu verhindern.

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1 Kommentare
  1. CScherrer, 05.05.2020, 12:53 Uhr

    Und was soll dabei rauskommen? Nichts Neues, was wir nicht schon wissen. Die Stadt tendiert dazu auf Kosten der Hausbesitzer ein zweites Ballenberg in Luzern zu installieren. Jahrelang hat man in der Stadt abgerissen, gebaut und verschandelt. Jetzt kommt einem in den Sinn, dass es doch noch nett wäre, wenn man gewisse Bauten erhalten würde. im Gegenzug können aber dann gewisse Unternehmen weiter bauen und verschandeln. Wie die Hotelfachschule/Gastro Union/Hotel Montana, welche immer noch nicht begriffen haben, dass eine solche Schule auf in der Peripherie funktioniert. Neuerdings ist praktisch jedes Bauwerk in der Stadt schützenswert, weil dieses vom Architekten XY vor über 100 Jahren erbaut worden ist und das einzige Bauwerk in der Stadt ist. Dann dieser Blödsinn von Schutzzone A und B, in welcher man als Hausbesitzer gar nichts mehr machen kann. Die Hausbesitzer sind wohl nicht daran Schuld, dass in der Stadt verschandelt worden ist und weiter (siehe Bsp Pilatusplatz) verschandelt wird. Als ob irgendwer sich dafür interessieren würde, welcher Architekt, welches Bauwerk erstellt hat. Architekten sind mit wenigen Ausnahmen keine Künstler.
    Auch die SP bedient sich hier Effekthascherei, welche nichts bringt. Erstellt Konzepte wie die Stadt günstigen Wohnraum schaffen kann und versucht nicht andauernd einzugreifen und alles zu regulieren. Reguliert dort, wo es der breiten Öffentlichkeit einen Nutzen bringt. Und wieso fragt niemand danach, was mit dem Kloster Wesemlin passiert? Dort plant man einen Neubau mit 2.5-und 3.5-Zimmer-Wohnungen! Auch da kein günstiger Wohnraum für die Klientel der SP, was doch eigentlich einfach nur Blödsinn ist in einem familienfreundlichen Quartier. Also SP quo vadis?

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