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Blue Balls: «Es gab einiges zu entdecken»
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Urs Leierer sagt die Konzerte am Blue Balls Festival selber an – er wolle damit dem Festival ein Gesicht geben, sagte er zu zentralplus. (Bild: zVg)

Neun Tage voller Musik: Urs Leierer ist zufrieden Blue Balls: «Es gab einiges zu entdecken»

2 min Lesezeit 31.07.2016, 12:48 Uhr

Das Festival ist durch, die Zahlen liegen vor, und der Intendant ist zwar übernächtigt, aber zufrieden. Nur etwas stört Urs Leierer immer noch.

Urs Leierer ist etwas heiser – der Mann hinter dem Blue Balls Festival hat wohl nicht viel geschlafen. Am Sonntagmorgen um vier Uhr ist das Festival zu Ende gegangen. Noch vor ein paar Tagen hatte Leierer zu zentralplus gesagt: «Ich gehe nur Risiken ein!» (Hier geht’s zum ausführlichen Interview). Hat sich das gelohnt? Leierer zieht eine positive Bilanz. «Es entspricht alles unseren Erwartungen», sagt er. Rund 100’000 Besucher haben einen der Schauplätze am Luzerner Seebecken besucht, 120 Events haben neun Tage lang die Stadt in sommerliche Festivalstimmung versetzt. «Es war ein schönes Festival. Highlights? Sehr positiv überrascht hat mich die Band Ibeyi, die am Eröffnungsabend vor Frances gespielt hat. Aber auch Ala.ni. fand ich wunderbar. Es gab einiges zu entdecken.»

Leierer freut sich darüber, dass auch grosse Bands da waren, Katie Melua oder Seal zum Beispiel (zentralplus berichtete), oder The Corrs (zentralplus berichtete): «Das freut mich, dass wir solche Bands am Blue Balls haben. Das sind wunderbare Leute», sagt Leierer, «ich lerne die jeweils auch nach den Konzerten noch besser kennen.»

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Hardrock und Hip Hop – wie passt das?

Auch die Ausflüge in andere Genres hätten sich bewährt: Hip Hop mit Kool Savas etwa (zentralplus berichtete), wie passt das ans Blue Balls? «Wir machen das nicht so häufig, aber hatten doch auch schon De la Soul da zum Beispiel. Oder das Luzerner Hip-Hop-Konglomerat 2041 rund um Mimiks, das fand ich auch sehr spannend. Es ist wichtig, dass so etwas bei uns Platz hat, wir wollen uns ja auch abheben vom Festival-Einheitsbrei.»

Oder ganz anders: Auch das Abschlusskonzert mit Airbourne, der australischen Hardrock-Band, habe das Publikum überzeugt, sagt Leierer: «Das ist wirklich abgegangen, es war auch ordentlich laut. Das Publikum hat das Konzert extrem geschätzt.»

Die Crux mit der Kohle − respektive den Pins

Und finanziell? «Eben», knurrt Leierer und wechselt nahtlos von der Euphorie in die übernächtigte Sonntagmorgenstimmung, «das habe ich ja gerade gesagt: Es entspricht alles unseren Erwartungen. Wir sind eine kulturelle Veranstaltung, kein börsenkotiertes Unternehmen, deshalb möchte ich nicht über spezifische Zahlen sprechen.» Aber keine finanzielle Gefahr in Sicht, sagt Leierer und lacht, «im Gegenteil: 21 Juli 2017 ist natürlich wieder Blue Balls.»

Trotzdem, ganz zufrieden mit den Pin-Verkäufen ist Leierer nicht: «Was unsere Leute da für Ausreden hören müssen, das ist teilweise unter der Gürtellinie. Die Leute wollen nur noch alles gratis haben.» Die Pin-Verkäufe hätten sich nicht entwickelt, sagt Leierer, es sei schwierig, die Pins an die Leute zu bringen. «Aber eine Alternative gibt es nicht, wir wollen und können ja nicht das Areal absperren.»

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