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«Zuger Chriesimärt»
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Die Süsskirsche «Kordia» ist die beliebteste Sorte am «Zuger Chriesimärt». (Bild: Yasmin Billeter )

«Zuger Chriesimärt»

2 min Lesezeit 15.07.2013, 15:00 Uhr

Die Renaissance der Zuger Chriesi scheint voran zu kommen. Ausdruck davon sind zahlreiche Produkte und Aktivitäten rund um die Zuger Kirschen. Aber auch der «Zuger Chriesimärt» – ein werktäglich stattfindender Markt, bei dem sich noch bis Ende Juli alles um die einheimische Frucht dreht.

Die Renaissance der Zuger Chriesi scheint voran zu kommen. Ausdruck davon sind zahlreiche Produkte und Aktivitäten rund um die Zuger Kirschen. Aber auch der «Zuger Chriesimärt» – ein werktäglich stattfindender Markt, bei dem sich noch bis Ende Juli alles um die einheimische Frucht dreht. 

Das Schöne am «Zuger Chriesimärt»: Probieren. Der Markt ist zwar klein (5 Stände), das Angebot kann sich aber sehen lassen: verschiedenste Sorten Tafelkirschen, von hell und süss (Rotbüchler), bis sauer (Weichsel) oder exquisit (Wildkirschen für 20 Franken das Kilo). «Die Kirschenernte ist dieses Jahr leider nicht so gut ausgefallen,» sagt die Tochter der Familie Hotz Mathis.

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Eine grosse Auswahl an Kirschensorten hat die Familie Rütimann aus Cham. Am besten verkaufen sie die «Kordia» Kirsche, die sei schön süss. Neben den Tafelkirschen verarbeiten sie die Früchte auch in Käse, Chutney, Senf oder Wurst.

Wildkirschen wachsen am Waldrand und sind eine besondere Delikatesse.

Wildkirschen wachsen am Waldrand und sind eine besondere Delikatesse.

Und auch der Zuger Kirsch darf am Märt nicht fehlen. Dieser festigte erst den exzellenten Ruf der Zuger Kirschen, als er ab 1870 in die ganze Welt exportiert wurde. Die «Zuger Kirschen Kultur» ist rund 400 Jahre alt, die Stadtzuger Bräuche (Chriesigloggä, Chriesisturm, Chriesimärt) rund ums Chriesi sind wohl die ältesten der Schweiz. 1915 gelangt die erste «Zuger Kirschtorte» in den Verkauf, 2009 wurde mit der «Zuger Chriesiwurst» eine neue Kirschenspezialität lanciert, 2012 kam das erste «Zuger Chriesibier» auf den Markt und 2013 das «Zuger Chriesi Jogurt» von HIRZ.

HIRZ Joghurt mit Zuger Chriesi.

HIRZ Joghurt mit Zuger Chriesi.

Dass die regionalen Kirschen mit einem Joghurt geadelt werden, ist neben der Früchtequalität, auch dem Marketing der IG Zuger Chriesi zu verdanken. Diese tun seit 2008 alles, um die Zuger Kirschen wieder im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern. Damit diese nicht frühe Importware aus dem Ausland kauft, sondern bis zur Ernte der lokalen Kirschen wartet. 

Ueli Kleeb, Mitinitiant des Vereins IG Zuger Chriesi ist zufrieden: «Wir haben bereits über 500 neue Hochstamm-Kirschenbäume gepflanzt und sind gut im Fahrplan.» Das erklärte Ziel bis 2018 sind 1’000 neue Kirschbäume. Da Stadt, Kanton, Landwirtschaft, Zuger Destillateure, Confiseure und Vertreter der Zuger Wirtschaft bei diesem Projekt am gleichen Strang ziehen, sieht er eine blühende Zuger Kirschenzukunft vor sich. «Und bald sollen dann auch alle Zuger Kirschtorten wieder echte Zuger Kirschen enthalten», sagt er lachend.

Der «Zuger Chriesimärt» findet von Montag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr auf dem Zuger Landsgemeindeplatz statt. Der Märt dauert je nach Angebot und Nachfrage bis Ende Juli.

Yasmin Billeter 

 

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