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Wochenmarkt #6: Baar
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Stand des Biogeschäfts «Köstliches von Haas» (Bild: Yasmin Billeter )

Wochenmarkt #6: Baar

3 min Lesezeit 28.06.2013, 11:53 Uhr

In unserer Was-gibt’s-wo-Reihe «Wochenmarkt» stellen wir die wichtigsten Wochenmärkte der Zentralschweiz mit ihren Besonderheiten und Spezialitäten vor. Den Schluss macht der «Samschtig Märt» in Baar.


«Der Baarer Märt auf dem Rathus-Schüürplatz ist eine Begegnungszone», erklärt der Sohn der Familie Herrmann-Vogel aus Deinikon. «Hier trifft man sich, kauft ein oder genehmigt sich einen Kaffee in der Rathaus-Schüür.» Er schwärmt für die Erdbeeren von Familie Hotz-Mathis, «die Besten weit und breit». Die roten Beeren werden auch von anderen Marktgängern empfohlen, Franken 4.90 für 500 Gramm.» Wir lassen die Beeren richtig ausreifen», sagt dazu Sohn Philipp. Seine Familie führt einen Hofladen und kommt schon seit Jahren an den «Samschtig Märt». Man kennt und schätzt sich hier. Sagt’s und schickt uns weiter: «Besuchen Sie doch mal den Käseverkäufer, Fritz Köppel ist ein Märt-Original.»

Vor Köppels Käsestand bildet sich immer eine kleine Schlange. Seit 25 Jahren kommt er an den Markt (wie so viele hier – ein Wiederholungstäter). Greyerzer, Walchwiler Bergkäse, und Entlebucher Schwingerkäse sind beliebte Sorten. Er streckt einem Mädchen ein Stück Rahmkäse hin: «Ein Mädchenkäse, der ist extra nicht scharf.» «Das könnte auch ein Bubenkäse sein», kontert die Kleine.

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Weiter findet man am Baarer Märt einen Brotstand vom Leuenbeck, der zwar von der Confiserie Speck übernommen wurde, neben dem berühmten Mandelgebäck, den «Speckli’s», aber immer noch sein eigenes Angebot führt. Ausserdem Fleisch vom Buechehof, Saisonblumen von Beata Hermann, ein Fischstand und ein Stand des Biogeschäfts «Köstliches von Haas».

Das Herz des Baarer Marktes ist die Rathaus-Schüür. Draussen auf dem Sitzplatz sind beinahe alle Plätze besetzt. Das dortige Angebot ist einfach: Es gibt Kaffee («Nur den einfachen, keinen Latte oder so», sagt die Bedienung), die üblichen Softgetränke, Kaffee Träsch, Baarer Goldmandli-Bier und Gipfeli. 

Auch Exklusives darf am Baarar Märt nicht fehlen: Etwa das Baumnussöl von Hermann Röllin. Oder die Wachteleier von Pascal Andermatt-Matti. Seine 250 Wachteln hält er in einer grossen Volière. Am liebsten mag er die gefleckten Eier hart gekocht mit einem Salat – natürlich mit Baumnussöl. Die Eier verkauft er in 6-er und 12-er-Schachteln oder verarbeitet sie zu Eierlikör.

Wilai Büttel bringt seit 17 Jahren thailändisches Flair an den Markt. Mit frischen Frühlingrollen (3 Franken das Stück), rotem Curry und Bratnudeln.

Und dann kommen noch jene, die den Markt als Werbeplattform nutzen. «Der Märt ist das Facebook in Fleisch und Blut», meint der Zuger Fotograf Christian Hildebrand. Er pflegt seine Leidenschaft für griechische Produkte an seinem Marktstand, wo es neben Werbung für das Fotogeschäft auch etwas zu kaufen gibt – scharfe Oliven, griechischer Joghurt und Olivenöl. «Der Baarer Markt ist ein Selbstläufer. Der Zuger Markt hat Probleme und in Hünenberg musste er sogar schliessen, sagt der Fotograf.

Den Samschtig-Märt in Baar gibt’s vom 23. März bis 26. Oktober auf dem Rathus-Schüürplatz von 08.30-11.30 Uhr.

Yasmin Billeter

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