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Bärlauch – nicht immer der Nase nach
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Der Bärlauch mag vielleicht unspektakulär aussehen, gibt Speisen jedoch einen unverkennbaren Geschmack. (Bild: buf)

Bärlauch – nicht immer der Nase nach

2 min Lesezeit 22.03.2013, 16:57 Uhr

Jetzt wächst er wieder und findet den Weg in Salate, Dips und andere Speisen. Der Waldknoblauch kann vielerorts gesammelt werden und auch in der Stadt gedeiht er. Vor allem bei einem Spaziergang am Waldrand ist er kaum zu übersehen bzw. zu überriechen. zentral+ stellt aussichtsreiche Fundorte vor und erklärt, warum das Auge beim Sammeln wichtiger ist als die Nase.

Bärlauch ist ein spezielles Gemüse. Erstens im Geschmack und zweitens, weil es deutlich saisonal gebunden ist. Nur über einen kurzen Zeitraum im Jahr finden wir in der Schweiz die Hexenzwiebel, wie der Bärlauch auch noch genannt wird. Er hat viele Namen, denn er ist ein altbewährtes Nahrungs- und Heilmittel.

Das erste Grün, das wieder essbar ist, und auf das sich viele freuen. Bärlauch bringt den Frühling mit (oder umgekehrt). An vielen Waldrändern spriesst der Bärlauch, und auch in der Stadt streckt er sich unter Briefkästen und in diversen Gärten.

Bärlauch oder Maiglöckchen? Das ist nicht immer auf Anhieb zu erkennen.

Bärlauch oder Maiglöckchen? Das ist nicht immer auf Anhieb zu erkennen.

(Bild: Fleur Budry)

Beim Sammeln ist es wichtiger, auf das Auge denn auf die Nase zu vertrauen. Zwei Pflanzen ähneln unserem duftenden Freund, hätten als Salat jedoch verheerende Folgen: Wer etwa Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen pflückt und als Essen zubereitet, landet schnell im Spital. Der Geruch ist kein Garant für den Bärlauch, denn andere Pflanzen rundherum können diesen aufnehmen. Bei Unsicherheiten kann das Ökoforum Luzern Auskunft geben.

Falls die Zeit zum Sammeln nicht vorhanden ist, kann man ihn auch kaufen. Auf dem Wochenmarkt in Luzern erhält man das immer beliebtere Frühlingsgemüse und sogar in Supermärkten taucht er auf. Wer einen Garten besitzt, kann sich den Bärlauch bei gegebenen Umständen natürlich selber ansäen. Der Frühlingsspaziergang bleibt dann leider aus.

Wer zum Beispiel an der Haltestelle Fridbach – von Zug mit der S-Bahn Richtung Arth-Goldau – aussteigt und dem Bachtobel entlang läuft, wird mit Sicherheit fündig. In Luzern, da, wo die Hochbühlstrasse in den Gütschwald führt, wachsen auf der rechten Seite des Weges fleckenweise Bärlauchblätter aus dem Boden. Der Musegghügel ist ebenso ein bekannter Ort für den Knoblauchspinat. Feuchtschattig mag er es und wir mögen ihn in der kurzen Zeit im März/April, noch bevor er blüht, in unserem Essen. Die Blüte entzieht dem Blatt nämlich die Hauptnährstoffe, die den Bärlauch so besonders machen. Zu lange kochen sollte man ihn auch nicht, allenfalls im Risotto aufwärmen. Ansonsten roh und feingeschnitten oder als Pesto zur längeren Haltbarkeit zubereiten.

Also ran bzw. raus an die Waldränder! Und wer nicht genug kriegen kann, fährt einfach mit dem Auto über Sihlbrugg nach Zürich. Im Sihltal ist der Bärlauch schon von weitem zu riechen: Fenster runterkurbeln und Knoblauchwelle einatmen.

Wo sammeln Sie ihren Bärlauch? Welches Rezept ist Ihr bevorzugtes? Wir lesen gerne mehr über das scharfe Frühlingskraut in Ihren Kommentaren.

 

Fleur Budry

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