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Zwischen den Skipisten durch tief verschneite Wälder
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Immer wieder gab es verschneite Waldgebiete zu bestaunen. (Bild: hch )

Abwechslungreiche Winterwanderung im Mythengebiet Zwischen den Skipisten durch tief verschneite Wälder

3 Min 16.02.2019, 11:01 Uhr

Kaum ein Berggebiet lässt sich aus dem Kanton Zug so komfortabel erreichen wie die Schwyzer Region rund um Rigi, Stoos und Mythen. Unsere Winterwanderung im landschaftlich reizvollen Mythengebiet führte uns von der Ibergeregg über die Rotenflue grösstenteils abseits der Skipisten.

Winterwanderungen im Skigebiet sind nicht nach jedermanns Geschmack. Einer guten Infrastruktur mit präparierten Wegen und Einkehrmöglichkeiten steht ein in der Regel getrüber Naturgenuss mit Anlagen, zahlreichen Wintersportlern und Aprés-Ski-Bars gegenüber.

Recht gut angelegt sind die 36 Kilometer Winterwanderwege in der Mythenregion. Zwar lässt sich das Kreuzen einer Skipiste oder die gelegentliche Doppelnutzung durch Skifahrer, Schneeschuhgänger und Winterwanderer auch hier nicht vermeiden. Da die Ibergeregg aufgrund der Beizendichte und des sagenhaften Panoramas jedoch zum entschleunigten Skifahren verleitet, braucht der Fussgänger nicht gleich um sein Leben zu fürchten. Und ruhige, friedvolle Ecken findet der Winterwanderer allemal.

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Alternativtour zu den Empfehlungen

Für den sonnigen Sonntag haben wir uns für eine Alternative zu den empfohlenen Touren entschieden. Da wir bis zuletzt nicht ganz sicher waren, wo wir einsteigen sollten, haben wir die Ende 2014 eröffnete Rotenfluebahn links liegen gelassen – sonst ein Garant für einen schnellen und aussichtsreichen Zugang zum Skigebiet. Stattdessen fahren wir auf der bei guten Verhältnissen geöffneten Passstrasse bis zur Ibergeregg.

Der gut präparierte Wanderweg führt eine halbe Stunde flach bis zur Alpwirtschaft Zwäcken und danach entlang der Skipiste bis zum Skilift Stägleren. Der Aufstieg zur Rotenflue, der von der schwarzen Piste aus doch so locker aussieht, wird bei warmem Winterwetter zu einer schweisstreibenden Angelegenheit. Dafür entschädigt die schöne Landschaft, die erst über ein Hochplateau und danach am Randes des Schlittelwegs durch den Wald führt. Auf den Abstecher zur Holzegg verzichten wir und geniessen dafür auf dem «Einsiedlerblick» getauften Bänkli die Aussicht auf das Tal und die nahen Wintersportler.

Abstieg zum Zvieri

Nach einem neuerlichen Kreuzen der Skipiste geht es über die Alp Rotenflue zur Müsliegg. Wir verzichten auf den empfohlenen Weg, der uns ohne weiteren Anstieg zurück zur Passhöhe bringen würde. Stattdessen steigen wir in diesem Gebiet, das wohl die grösste Beizendichte der Zentralschweiz aufweist, zum Zvieri ab. Und müssen uns auf der schönen Terrasse des Grossenbodens beim Versuch, den nahen Berggrössen die richtigen Namen zuzuordnen, ein klägliches Scheitern eingestehen.

Frisch gestärkt lässt sich die Schlusshalbstunde zum Ausgangspunkt trotz des leichten Anstieges locker angehen, und auch die entgegenkommenden Wanderer, die schon zuvor nicht sehr zahlreich waren, werden immer spärlicher. Zurück auf dem Parkplatz erwartet uns der Parkplatzwächter, der bei den vielen Wintersportlern munter Einzahlungsscheine über 20 Franken als Nachzahlgebühren verteilt – gut haben wir der Parkuhr den Fünfliber für das Tagesticket gespendet.

Die Tour an der Mythenflanke.

Die Tour an der Mythenflanke.

(Bild: zvg)

Route: Ibergeregg (1406m) – Zwäcken (1405m) – Stägleren (1466m) – Rotenflue (1571m) – Alp Rotenflue (1527m) – Müsliegg (1427m) – Grossenboden (1295m) – Ibergeregg.
Länge 9km, 300 Höhenmeter, Zeitbedarf 3,5 Stunden. Unzählige Einkehrmöglichkeiten. Die Tour lässt sich bequem ab jedem beliebigen Einstiegsort absolvieren. 

Anreise: Mit dem Auto bis zur Rotenfluebahn in Rickenbach SZ, oder bei guten Strassenverhältnissen alternativ auf die Passhöhe. Mit dem ÖV bis Bahnhof Schwyz, danach direkter Bus zur Rotenfluebahn.

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