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Zwei auf einen Streich
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Blick auf Gross Aubrig 1695 von Chli Aubrig aus. (Bild: Marcel Hähni)

Chli und Gross Aubrig Zwei auf einen Streich

4 min Lesezeit 29.07.2016, 14:01 Uhr

Zwei Gipfel und fünf Seen auf einen Streich. Die Wanderung zum Chli und Gross Aubrig hat einiges zu bieten. Auch auf die Ost- und Innerschweizer Berglandschaft wird eine herrliche Aussicht geboten.

Bei schönem Wetter zeigen sich auf der Wanderung zum Chli und Gross Aubrig, Zürich-, Wägitaler-, Sihl-, Pfäffiker- und Greifensee fast gleichzeitig. Neben dem Blick auf die verschiedenen Seen gibt es auch eine herrliche Aussicht auf die Ost- und Innerschweizer Berglandschaft. 

Chli Aubrig zum Start

Begleiter Felix (Hund) und ich haben Grosses vor. Wir wollen zwei auf einen Streich! Den Chli und den Gross Aubrig in der Ausserschwyz sollen es sein. Man kann zwar auch ganz gut erst den einen, kleinen und dann den anderen, den grossen Aubrig machen, aber Felix und ich wollen heute mehr; eben: zwei auf einen Streich!

Wir beginnen unsere Tour mit garantierter Seesicht von der Sattelegg (1190 m ü. M.) aus. Bis hier sind wir bereits am ersten See, dem Sihlsee, vorbeigefahren, der schnell wieder zu sehen ist, wenn man auf der Sattelegg vom Parkplatz aus erst mal loswandert. Auf der Sattelegg treffen wir viele Sonntagswanderer und Familien, die hier auf der kleinen Passhöhe vom Sihl- zum Wägital unterwegs sind oder die kleine Pilgerkapelle besuchen. Die Muttergottes und Bruderklauskapelle aus dem Jahr 1976 steht hier am offiziellen Pilgerweg, der vom Wägital aus nach Einsiedeln führt.

Blick auf die fünf Seen

Schnell verabschieden wir uns von den Sonntags- und Familienwanderern und steigen die ersten 300 Meter hinauf. Über die Egg geht es auf einem Bergwanderweg hinauf zum Alpwirtschaftsbetrieb Wildegg. Nach gut 50 Minuten kann man also bereits zum ersten Mal einkehren. Wir halten aber streng links und steigen auf zum Chli Aubrig, schliesslich haben wir heute ja noch etwas vor uns. Wir nehmen noch einmal gut 100 Höhenmeter und gelangen hinauf zum Gipfelkreuz des Chli Aubrig. Bereits hier sehen wir die angekündigten fünf Seen: Zürichsee, Greifensee, Pfäffikersee vor uns, Sihlsee und Wägitalersee links und rechts hinter uns.

Nach dem obligaten Gipfelbucheintrag auf dem 1642 Meter hohen Chli Aubrig steigen wir schnell wieder hinunter zum Sattel und über ein Hochmoor zum «Einstieg» zum Gross Aubrig. Hier haben wir einen wunderbaren Blick auf das Wägital mit seinem Stausee. Und hier treffen wir auch auf den Wanderweg, der vom Wägital aus auf den Gross oder eben auch den Chli Aubrig führt.

Sattel zwischen Chli und Gross Aubrig mit Blick auf Wägitalersee. (Bild: Marcel Hähni)
Sattel zwischen Chli und Gross Aubrig mit Blick auf Wägitalersee. (Bild: Marcel Hähni)

Über Steinbrocken zum Gross Aubrig

Der Aufstieg zum Gross Aubrig ist um einiges anstrengender. Zum Teil müssen Felix und ich über grössere Steinbrocken steigen. Vor allem für Felix mit seinen kleinen Dackelbeinen nicht so amüsant, was er mir schnell zu verstehen gibt, indem er einfach stehen bleibt. Nach einiger Überredungskunst und einem Zipfel Wurst ist Felix mindestens so weit motiviert, dass wir den Aufstieg auch zum Gross Aubrig schaffen.

Auch hier auf dem 1695 Meter hohen Gross Aubrig haben wir wieder Zürichsee, Greifensee, Pfäffikersee vor uns, links und rechts hinter uns; Sihlsee und Wägitalersee. Der Wägitalersee ist hier einfach ein bisschen näher, der Sihlsee ein bisschen weiter entfernt. Auch hier tragen wir uns wieder ins Gipfelbuch ein und steigen wieder hinunter. Auf dem Sattel zwischen Chli und Gross Aubrig stechen wir zwischen den beiden Bergen hinunter und laufen um den Chli Aubrig herum wieder Richtung Sattelegg.

Über Sumpf zum Sattelegg

Zwischen dem Alpbetrieb «Unter Alten» und dem «Langrain» wandert man über ein Stück Wiese, die immer im Supf steht. Immer. Schon bei anderen Wanderungen, die mich hier durchführten, ist mir das aufgefallen. Und alle, die hier am Chli und Gross Aubrig waren, wissen und erzählen von dieser Stelle. Mindestens ich schaffe es mit trockenen Füssen zurück auf die Sattelegg.

Gut vier schnelle Stunden haben Felix und ich für diese Tour gehabt. Man darf aber auch langsamer unterwegs sein.

Beide Routen erfordern mittlere bis grössere Anstrengung. Es hat eher grobe Pfade und ist zum Teil sehr feucht. Das Stück zum Gross-Aubrig-Gipfel ist besonders ruppig. Hier ist Trittsicherheit nötig.

Routeninfos

Sattelegg – Chli Aubrig – Gross Aubrig – Sattelegg

Wanderzeit: 4 Stunden

Aufstieg: 950 m

Schwierigkeitsgrad: anspruchsvoll

Mehr Informationen auf der Webseite.

Blick vom Gipfel Chli Aubrig 1642 Richtung Zürichsee, Greifensee und Pfäffikersee. (Bild: Marcel Hähni)
Blick vom Gipfel Chli Aubrig 1642 Richtung Zürichsee, Greifensee und Pfäffikersee. (Bild: Marcel Hähni)

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