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Über Alpakaweiden auf den Arvigrat
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Blick vom Gräfimattgrat Richtung Norden auf den Arvigrat (links) und das Stanserhorn (rechts). (Bild: mag)

Auf Gratpassagen zwischen Ob- und Nidwalden Über Alpakaweiden auf den Arvigrat

3 min Lesezeit 16.09.2016, 13:00 Uhr

Steile An- und Abstiege prägen Wanderungen im Gebiet des Arvigrats. Die Wanderer werden auf ihren Touren zwar gefordert, dafür aber auch mit einem tollen Panorama und aufregenden Gratpassagen entschädigt.

Der Arvigrat oberhalb von Kerns bildet die Kantonsgrenze zwischen Ob- und Nidwalden. Auf rund 2000 Metern über Meer können Wanderer einen fantastischen Ausblick auf die Innerschweizer Alpen geniessen. Das Panorama reicht vom Stanserhorn über Rigi, Buochserhorn, Brisen, Ruchstock und Walenstöcke, Titlis, Hochstollen, Brienzer Rothorn und die Schrattenflue bis zum Pilatus.

Einstieg per Luftseilbahn

Den Ausblick müssen sich die Wanderer allerdings verdienen. Sowohl von Kerns als auch vom Engelbergertal her sind die steilen Pfade, die auf den Grat führen, unumgänglich. Da erleichtern die Luftseilbahnen zwischen Dallenwil und Grafenort den Einstieg doch ungemein.

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Ein Geheimtipp ist der Arvigrat längst nicht mehr. Das führt dazu, dass bei Kreuzungen auf dem schmalen Gratweg die Nerven schon einmal ins Flattern geraten – dies allerdings nicht aufgrund von Windböen, die gerade über den Grat zischen.

«Bequemer» Grat

Das teilweise stark exponierte Terrain erfordert in jedem Fall eine hohe Konzentration. Meistens ist der Arvigrat aber breit genug, sodass genügend Ausweichmöglichkeiten bestehen. Und auch für eine Mittagsrast finden sich gute Plätze. Zudem lassen sich auf beiden Seiten des Grats Sitzbänke mit einem schier endlosen Ausblick finden. Zur Mittagszeit sind diese leider oftmals bereits besetzt.

Eine gute Kondition sowie Schwindelfreiheit sind ein Muss, egal, über welche Route der Grat begangen wird. Und in dieser Hinsicht gibt es tatsächlich zahlreiche Möglichkeiten. Ein Weg, der wenig begangen wird, führt von Büelen zur Chälenhütte, und weiter über die Laucherenalp und den Gräfimatt auf den Arvigrat.

Vom Geissmattli (Zentralbahn bis Grafenort) führt ein «Buiräbähnli» ins Berggebiet Büelen, das hauptsächlich von Gleitschirmfliegern besucht wird. Der Bergweg führt zuerst zu einem schönen Wasserfall, wobei er danach sofort in steiles Gelände übergeht. Hier weiden neben wolligen Lamas auch Alpakas, die die fremden Besucher bei der Durchquerung ihrer Weiden argwöhnisch beäugen. Weiter oben helfen vorinstallierte Seile bei der Durchquerung eines besonders steilen Anstiegs.

Rund um den Laucherenstock

Der Weg führt anschliessend über die Kernalp und rund um den Laucherenstock, wobei keine weiteren Schwierigkeiten zu bewältigen sind. Aufpassen sollten Wanderer aber trotzdem, denn die ihre Kälber bewachenden Kühe können sich auf ihren vier Beinen schnell fortbewegen, auch in schwierigem Gelände.

Über den äusserst schmalen Gräfimattstand erreichen Wanderer schliesslich zuerst den Gräfimatt- und später den Arvigrat. Nach dem zeitraubenden Aufstieg wartet nun ein Abstieg der Sonderklasse, denn die 700 Höhenmeter auf die Dürrenbodenalp sind innert kürzester Zeit durch. Ihre Beine werden Sie garantiert daran erinnern.

(Bild: wanderland.ch)

(Bild: wanderland.ch)

Abstieg nach Dallenwil

Im Wirzweli bestehen verschiedene Möglichkeiten zur Einkehr. Wer noch etwas Kraft in den Beinen hat, sollte unbedingt den wunderschönen Wanderweg nach Dallenwil einschlagen und sich die Luftseilbahn sparen. Der Weg führt über Wiesen und teilweise durch feuchte Wälder immer entlang von Bachläufen bis zur Talstation.

Informationen zur Wanderung: Anfahrt durch das Engelbergertal mit dem Auto oder bequem mit der Zentralbahn nach Dallenwil, Wolfenschiessen oder Grafenort. Luftseilbahnen ins Wirzweli, nach Diegisbalm oder Büelen. Alternative Wege auch von Kerns, St. Jakob oder St. Niklausen aus.

Routeninfos

Strecke: Geissmattli – Kernalp – Laucherenstock – Gräfimattstand – Gräfimattgrat – Arvigrat – Dürrenbodenalp – Wirzweli – Dallenwil

Wanderzeit: 6 Stunden

Höhendifferenz: 2200 m

Schwierigkeit: T3

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