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Steil auf den Fürstein – und gemütlich wieder runter
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Auf dem Fürstein ist man selten allein, was angesichts des wunderbaren 360°-Panoramas auch nicht erstaunt. (Bild: Fabian Duss)

Hoch über dem Hochmoor zwischen Luzern und Obwalden Steil auf den Fürstein – und gemütlich wieder runter

4 min Lesezeit 12.10.2019, 11:05 Uhr

Viele Wege führen auf den Fürstein, einen beliebten Aussichtsgipfel zwischen Glaubenberg und Flühli. Wer dem Ansturm etwas aus dem Weg gehen will, wählt am besten den Aufstieg über die Wasserfallenegg.

Im Winter erfreut sein steiler Gipfelhang die Skitourengänger, in den wärmeren Jahreszeiten seine farbenprächtige Moorlandschaft die Wanderer: der Fürstein, mit 2040 m. ü. M. der höchste Berg zwischen Pilatus und Schrattenflue. Der Gipfel schreit geradezu nach einer Rundwanderung, bietet er doch in allen Himmelsrichtungen lohnende Zu- und Abstiege. Wer’s gerne etwas ruhiger hat, rückt dem Fürstein von dessen Schattenseite her auf die Pelle.

Ausgangspunkt dafür ist die Alpwirtschaft Stäldeli, die allerdings nur per Auto zu erreichen ist. Wer per ÖV anreist, muss rund zwei zusätzliche Stunden einrechnen. Beim Stäldeli geht es zunächst auf dem Alpsträsschen etwas runter, bevor der eigentliche Aufstieg beginnt. Bald erreicht man die hübsch gelegene Alp Änggelauene, wo man sich definitiv vom Alpsträsschen verabschiedet.

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Aufstieg fordert die Hände

Zur Schwändiliflue und Grönflue zur Linken gesellt sich nun der Fürstein zur Rechten. Nächstes Zwischenziel ist die Alp Ober Änggelauene und vor allem das gleichnamige, idyllische Seelein, das man ein paar Minuten später erreicht.

Hier endet nun auch das sanfte Wiesengelände und der Untergrund wird steiniger. Dennoch einfach geht es weiter zur langgezogenen Wasserfallenegg, wo das Militär zuweilen Schiessübungen abhält.  Man ist dem Fürstein nun ziemlich nahe, doch bis der Gipfel erreicht ist, geht es ordentlich zur Sache.

Rot-weiss – was blau-weiss wäre

Auch wenn der Direktaufstieg über den Nordgrat rot-weiss markiert ist, kommen hier wiederholt die Hände zum Einsatz. Schwierig oder sonderlich ausgesetzt ist der Weg nirgends, das Gelände ist jedoch ziemlich steil. Andernorts wäre der Weg wohl blau-weiss markiert.
Insbesondere bei Nässe oder wenn noch Schneefelder liegen, sollte man davon die Finger lassen. In der kühlen Jahreszeit kommt die Sonne hier kaum ran.

Bald erreicht man die steile Gipfelflanke – und damit auch wieder sonnigere Gefilde. Bis zum Gipfelkreuz bleibt das Gelände steil, jedoch ist es gut gestuft.

Moorlandschaft und Alpenseeli

Für den Abstieg zum Stäldeli empfiehlt sich der wesentlich öfter begangene, nach Süden führende Wanderweg. Im Gebiet Ober-Sewen entfaltet sich die einzigartige Moorlandschaft und spätestens mit dem Sewenseeli ist für den nächsten Hingucker gesorgt.

Hier ist man allerdings selten allein, denn vom Glaubenberg her ist der See in einer knappen, mit wenigen Höhenmetern verbundenen Stunde erreicht. Ab der Alp Fürstein wird der Wanderweg zum Alpsträsschen. Ihm folgt man zurück zur Alpwirtschaft Stäldeli.

Infos

Für den Aufstieg zum Fürstein ab Stäldeli sind rund zwei Stunden zu veranschlagen. Für den Abstieg via Sewenseeli zurück zum Ausgangspunkt benötigt man etwa eineinhalb Stunden. Die Wanderung kratzt aufgrund des steilen, wenn auch rot-weiss markierten Aufstiegs ab Wasserfalleneg am Schwierigkeitsgrad T4 auf der Skala des SAC.

Kartenmaterial: Landeskarten 1169 Schüpfheim und 1189 Sörenberg

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