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Rundwanderung von Alpnachstad auf das Chrummhorn am Pilatus
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Aussicht auf die Zentralschweizer Gipfel. (Bild: est)

Sportliche Herbstwanderung mit Aussicht Rundwanderung von Alpnachstad auf das Chrummhorn am Pilatus

4 min Lesezeit 21.10.2020, 10:53 Uhr
  • 1050 m
  • 1050 m
  • 10,8km
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  • Technik:
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Die Rundwanderung von Alpnachstad auf das Chrummhorn verspricht einen sportlichen Tag mit Tiefblicken und schmalen Wegen. Die Laubwälder am Pilatus verfärben sich bereits herbstlich und die Gipfel der Zentralschweizer Berge sind leicht mit Schnee gezuckert.

Die Laubbäume werden bereits gelb und rot. Der Tag verspricht ausnahmsweise doch recht sonnig zu werden, denn der schöne Wanderherbst liess sich bisher nur wenig blicken. Mit dem Zug fahre ich nach Alpnachstad. Die geplante Wanderung kann prima mit dem öffentlichen Verkehr gemacht werden. Der Start- und Endpunkt der Wanderung ist beim Bahnhof in Alpnachstad.

Die ersten zweihundert Meter gehe ich entlang der Hauptstrasse Richtung Alpnach, bis der Wegweiser Richtung Pilatus und Renggpass nach rechts den Berg hinaufweist. Die erste halbe Stunde bis Grossrüti wandert man teilweise noch auf Asphaltsträsschen. Bei Grossrüti verlasse ich den Pilatusweg und wandere Richtung Renggpass weiter.

Schöne Schlucht am Widibach

Auf dem Abstiegsweg werde ich dann auf dem Pilatusweg wieder hier vorbeikommen. Ab Grossrüti geht es auf gut angelegten Wanderwegen oder Schottersträsschen stetig bergauf. Ich komme am Widibach mit der faszinierenden Schlucht vorbei. Nach 1 ¼ Stunden mache ich halt bei der Verzweigung Renggwald, da das Bänkchen, die in den Fels gehauenen Tunnels und die Felsmalereien neugierig machen.

Für diejenigen die nicht so schwindelfrei und trittsicher sind, gibt es ab Renggwald die Möglichkeit links direkt Richtung Unter Steigli und Ämsigen zu wandern. So kann man die kniffligen Stellen auf das Chrummhorn mit Tiefblicken umgehen. Auch wenn man dann das Chrummhorn verpasst, kommt man trotzdem in den Genuss vom Panorama und von sportlichem Effort.

Weg wenig unterhalten

Bis zum Renggpass sind es vom Wanderwegweiser Renggwald nun nur noch 15 Minuten. Vom Renggpass biege ich links ab und mache mich an den steilen und schmalen Aufstieg zum Chrummhorn. Der Weg wird zwar regelmässig begangen, wirkt aber kaum unterhalten. Man muss sich den besten Weg über Wurzeln und Steine suchen. Die Markierungen sind teilweise noch schwach sichtbar.

Nach einer Stunde komme ich an einer engen Passage beim Chrummhorn an, die mit einer Haltehilfe ausgestattet ist. Es ist weder eine Kette noch ein Seil. Ich würde es eher als Gummischlauch bezeichnen. Kurz vor dieser Passage beginnt die Kraxelei rechts hinauf auf den Gipfel mit dem Gipfelkreuz. Der Weg ist nicht ausgeschildert und man muss ihn selber suchen. Das 360°-Panorama vom Gipfel ist jedoch beeindruckend. Der offizielle Wanderweg links umgeht das Chrummhorn Richtung Pilatus und Ämsigen.

Am Gummischlauch auf den Gipfel

Beim Wegweiser Chrummhorn wird darauf hingewiesen, dass der Weg zur Tellenfadlücke und auf den Pilatus bis auf weiteres gesperrt ist. Ich nehme den Weg Richtung Unter Steigli und Ämsigen. Von hier sind es nur noch wenige Minuten auf schmalem und mit Laub bedecktem Weg bis zum Haselwald, wo die Variante vom Renggwald wieder auf meinen Wanderweg stösst.

Es geht weiter Richtung Ämsigen. Wenige Minuten später kann ich die herrliche Aussicht vom Unter Steigli auf die Zentralschweizer Gipfel geniessen. Es wird nicht allzu schwer sein, das Stanserhorn, den Titlis oder das Buochserhorn auszumachen.

Nach einer kurzen Rast geht es weiter. Erneut überquere ich den Widibach und es müssen noch einmal ein paar Höhenmeter bis Ämsigen bewältigt werden. Es ist aber nicht mehr weit bis Ämsigen, der Zwischenstation der steilsten Zahnradbahn der Welt von Alpnachstad auf den Pilatus.

Die Zahnradbahn wurde 1889 in Betrieb genommen. Sie überwindet bis zu 48 Prozent Steigung und braucht für die Fahrt auf den Gipfel rund 30 Minuten. Sie wurde als Kulturgut von nationaler Bedeutung ins schweizerische Inventar der Kulturgüter von nationaler und regionaler Bedeutung aufgenommen. Wem vor dem steilen Abstieg nach Alpnachstad etwas graut, kann auch bequem mit der Zahnradbahn zum Ausgangspunkt hinunterfahren. Der Abstieg zu Fuss dauert gut 1 ½ Stunden. Es geht im Zickzack-Kurs auf dem Pilatusweg den Langenschwand-Wald hinunter.

Nach einer Stunde komme ich wieder bei Grossrüti an. Von hier geht es im flotten Tempo noch eine knappe halbe Stunde bis zum Bahnhof in Alpnachstad.

Schwierige Passage bei Nässe

Der Weg ab Renggpass auf das Chrummhorn bis zum Unter Steigli ist sehr schmal und steil. Wanderstöcke leisten gute Dienste. Ich würde davon abraten, den Weg bei Regen und Nässe zu begehen. Es braucht für diese Variante Trittsicherheit und ein Mindestmass an Schwindelfreiheit, denn es gibt einige Tiefblicke. Wer sich unsicher ist, ob er den Anforderungen gewachsen ist, wählt allenfalls besser die Variante ab Renggwald direkt zum Unter Steigli.

Tiefster Punkt: Alpnachstad (436 m.ü.M.)
Höchster Punkt: Ämsigen (1362 m.ü.M.)
Höhenmeter: Aufstieg 1050 m, Abstieg 1050 m
Länge: 10,8 km
Zeitbedarf: 5 Stunden
Ausgangspunkt: Alpnachstad (erreichbar mit der Zentralbahn)
Endpunkt: Alpnachstad (erreichbar mit der Zentralbahn)
Schwierigkeit: T2 (T3 auf den Gipfel)
Route: Alpnachstad (436 m.ü.M.) – Grossrüti (618 m.ü.M.) – Renggwald (801 m.ü.M.) – Renggpass (885 m.ü.M.) – Chrummhorn (1254 m.ü.M.) – Unter Steigli (1280 m.ü.M.) – Ämsigen (1362 m.ü.M.) – Grossrüti (618 m.ü.M.) – Alpnachstad (436 m.ü.M.)

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