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Rundtour zur Sternenegg für Schneeschuhe und Wanderer
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Bis zur Sternenegg waren regelmässig Schneeschuhgänger zu sehen. (Bild: hch)

Auf abgeschiedenen Pfaden im Mythengebiet Rundtour zur Sternenegg für Schneeschuhe und Wanderer

3 min Lesezeit 06.01.2021, 10:54 Uhr
  • 318 m
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Fernab des Skigebiets finden sich im Mythengebiet für Schneeschuhgänger und Winterwanderer gut ausgeschilderte Wege, die kaum berührtes Gebiet passieren. Eine kürzere, aber lohnenswerte Rundtour führt vom Eseltritt zur Sternenegg.

Es war einer dieser Tage, an denen man sich nur schwer dazu durchringen kann, an die frische Luft zu gehen: Draussen dichte Wolken und Hochnebel, drinnen Weihnachtsdekorationen und zu allem Unheil auch noch eine träge Sattheit von der Silvesternacht und zu vielem Essen während der Festtage. Ein Kompromiss muss her: eine kurze, nicht zu anstrengende Tour in der Gegend.

Rasch erreichbar ist das Mythen-Gebiet, das am Neujahrstag den letzten Tag seines behördlich angeordneten Lockdowns des Skigebietes erlebte. Je näher man der Passhöhe Ibergeregg kommt, desto höher steht der Schnee – und umso dichter wird der Nebel. Die Hoffnung, dass sich die Schwaden vor der Passhöhe verziehen mögen, war vergebens.

Stetig bergauf

Start der Tour ist beim Parkplatz Eseltritt, rund 200 Höhenmeter unterhalb des Passes. Der Weg steigt stetig an, und obwohl etwa ein halber Meter wundervoll pulvriger Schnee liegt, liesse sich die ausgeschilderte Strecke dank emsigen Spurenlegern auch ohne Schneeschuhe bewältigen. Auf dem Weg trifft man denn auch Personen mit den verschiedensten Freizeitausrüstungen an: Mit Stöcken bewaffnete Wanderer, Skitourengängerinnen auf der Abfahrt, Snowboarderinnen; vor allem aber Schneeschuhwanderer.

Nach rund 20 Minuten könnte man mit dem Chäsweg direkt bis zur Sternenegg gehen. Ich entscheide mich stattdessen für die etwas längere, aber weniger steile Route über Ober Altberg. Unterhalb des Hudelschijen – ein 150 Meter hoher Gipfel, dessen Name wohl von einem isländischen Vulkanforscher stammt – kreuzt der Weg den Panoramaweg von der Ibergeregg. Von nun an geht das letzte Stück bis zur Hütte schön ebenerdig voran.

Bergab in die Natur

Wie erwartet ist die SAC-Hütte Sternenegg pandemiebedingt geschlossen, ansonsten wäre sie an den Wochenenden jeweils bewartet. Die Wanderer geniessen den Nachmittag stattdessen mit mitgebrachten heissen Getränken auf den Sitzbänken.

Dann aber wird es winterlich still, auf dem weiteren Weg kreuzte ich keine Menschenseele mehr. Der Schneeschuhtrail von der Sternenegg bis Chaltenbrunnen ist zwar mit den typischen pinken Stangen gut markiert, bei der Orientierung aber muss man sich an die klassischen Wanderwegweiser halten. Kurz nach der Hütte führt der vorgespurte Weg steil den Hang runter, es folgt nun eine weitgehend unberührte Landschaft; zweifellos der attraktivste Teil der Tour.

Winterwunderland Hasentobel

Rund eine halbe Stunde geht es nun bergab über offenes Feld, durch ein Tobel und mit Treppen präparierte Waldstücke, bevor ich mir bei Fäderenberg eine Rast gönne. Der rasch hochsteigende Nebel und das spärlicher werdende Nachmittagslicht machen es nicht immer ganz einfach, den Weg zu halten, zumal die Schneeschuhspuren hier recht breit gelegt wurden.

Vereister Brunnen beim Bettbach, kurz nach der Sternenegg.

Nach dem Hasentobel und ein paar staunenden Blicken über den vereisten Bach führt der Weg zum Chaltenbrunnen. Hier gilt es rechts den Berg anzusteigen, man muss sich auch hier an den normalen Wegweiser zum Eseltritt halten. Der Schneeschuhwegweiser weist hier den Weg zur Luftseilbahn St. Karl, eine beliebte, für die späte Stunde aber zu lange Tour. Die letzte Steigung hat es etwas in sich und führt an einzelnen Wohnhäusern und einem Gehöft vorbei zurück zum Parkplatz.

Speziell der zweite Teil der an diesem Tag kaum begangenen Tour weist landschaftliche Höhepunkte auf, die Lust auf eine Wiederholung an einem sonnigeren Tag macht.

Ausgangs- und Endpunkt: Parkplatz und Bushaltestelle Eseltritt (im Winter keine ÖV-Verbindungen).
Höhenmeter:  Aufstieg 318 m, Abstieg 318 m
Länge: 5 Kilometer
Zeitbedarf:  1:45 Stunden
Schwierigkeit: mittel
Route: Eseltritt (1310 m ü.M.) – Ober Altberg (1433 m ü.M.) – Sternenegg (1499 m ü.M.) – Fäderenberg (1260 m ü.M.) – Chaltenbrunnen (1244 m ü.M.) – Eseltritt (1310 m ü.M.)

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